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Die 25. Stunde: Audi und die Luxus-Zeitmaschine

Text
Michael Köckritz

Fotos
Matthias Mederer
&
Audi

Wir definieren unser Leben über den Umgang mit der Zeit. Wenn es nach unserem Bio-Rhythmus ginge, hätten wir am liebsten nicht nur diese mit dem Tagesablauf synchronisierten 24, sondern sogar 25 Stunden für uns. Die 25. Stunde, sie wäre gerade heutzutage Luxus pur. Und genau an diesem Punkt setzt Audi mit Modellen wie dem Aicon an.

Wir erleben gegenwärtig eine Welt, die sich so dynamisch und komplex wie nie in Richtung Zukunft beschleunigt. Alles wandelt sich, alles wird schneller. Immer mehr passiert in immer kürzeren Abständen. Die technischen und sozialen Beschleunigungen unserer Wissens- und Kommunikationsgesellschaft wirken als Grundprinzip und schaukeln sich gegenseitig munter auf, locken mit immer neuen Optionen, die unser Leben dann nur noch immer rasanter verdichten, dazu fordern immer neue Begierden und Bedürfnisse unsere Aufmerksamkeit und Energie. Im rasenden Takt dieses modernen Lebenstempos wird unsere Zeit knapp. Uns geht die Zeit aus. Für die Dinge, die wir tun wollen und müssen, für die Dinge des Lebens, für uns selbst dann sowieso.

Dabei definiert sich unser Leben über unseren Umgang mit der Zeit. Und wenn es nach unserem Bio-Rhythmus ginge, hätten wir am liebsten nicht nur diese mit dem Tagesablauf synchronisierten 24 sondern sogar 25 Stunden für uns. Die 25. Stunde wäre gerade heutzutage Luxus pur. Wie überhaupt Zeit immer mehr als Luxusgut erlebt wird.

Denn Zeit macht uns und unser Leben ja erst aus. Irgendwie.

Die Zeit, konstatiert der Soziologe und Zeitforscher Prof. Dr. Karlheinz Geißler, ist für den Menschen wie das Wasser für den Fisch. Sie schwimmen in ihr ohne sich Gedanken zu machen, in was sie sich da eigentlich bewegen. Der Mensch besitzt jedoch – und das unterscheidet ihn von einem Fisch – die Fähigkeit sich über jenes Element, in dem er sich bewegt, Gedanken zu machen. Der Mensch hat keine Zeit, er ist die Zeit. Wer also Zeit spart, spart an seinem Leben.

Aber was ist jetzt Zeit? Was steckt hinter dem meist genutzten Hauptwort der deutschen Sprache?

Mit dieser Frage beginnt auch das sechste Kapitel von Thomas Manns „Der Zauberberg“: „Was ist die Zeit? Ein Geheimnis, – wesenlos und allmächtig. Eine Bedingung der Erscheinungswelt, eine Bewegung, verkoppelt und vermengt dem Dasein der Körper im Raum und ihrer Bewegung. Wäre aber keine Zeit, wenn keine Bewegung wäre? Keine Bewegung, wenn keine Zeit? Frage nur! Ist die Zeit eine Funktion des Raumes? Oder umgekehrt? Oder sind beide identisch? Nur zu gefragt!“

„Wissenschaftler sind, wenn es um Zeit geht, schnell am Ende, verrät Karlheinz Geißler. Sie wissen nicht einmal, was Zeit eigentlich ist.“ Diese Ahnungslosigkeit aber hindere, so Geißler weiter, keine Disziplin daran, aus der Zeit jeweils das zu machen, was man für passend hält: Für die Physiker ist sie eine fundamentale Größe, die Sozialwissenschaftler sehen in ihr die Ordnung des Vergänglichen; für Ökonomen ist die Angelegenheit wiederum sehr einfach, denn hier gilt Benjamin Franklins Diktum „Time is money“. Zeit ist Geld. Die Philosophen wiederum verbinden diese Fragestellung mit dem Wesen der Zeit – und mit sehr verschiedene Antworten. „Was ist die Zeit?“ ist nach Wittgenstein keine sinnvolle Frage. Kant hingegen gibt in seiner Transzendentalphilosophie eine Antwort: Bei der Zeit handelt es sich um eine reine Form der Anschauung. „Die Zeit ist eine notwendige Vorstellung, die allen Anschauungen zum Grunde liegt. Die Zeit ist also a priori gegeben. In ihr allein ist alle Wirklichkeit der Erscheinungen möglich.“

Manche Naturwissenschaftler formulieren ihre Sicht deutlich burschikoser. Der Physiker John A. Wheeler etwa hat die Zeit gerne so charakterisiert, wie er es einmal in einem Graffito in der Herrentoilette des Old Pecan Street Cafe in Austin, Texas, fand: „Time is nature’s way to keep everything from happening all at once.“ (Zeit ist die Methode der Natur, zu verhindern, dass alles auf einmal passiert!).

Auch Albert Einstein hatte seine Antwort: „Zeit ist, was die Uhr anzeigt.“ Was sich auf den ersten Blick als flapsige Antwort gibt, ist in Wahrheit Ausdruck seines jahrelangen Ringens um das Verständnis für die Grundlagen von Raum und Zeit. Dieser pragmatische Zugang war nämlich der Schlüssel zur Aufstellung der Relativitätstheorie, die eine radikale neue Besinnung über Raum und Zeit mit sich brachte. Alle subjektiven Elemente konnte man jedenfalls mit so einem einfachen Blick auf die Uhr ausblenden, nur das Messbare zählt. Seinem Freund Conrad Habicht schrieb Einstein im übrigen einmal „Nach acht Dienststunden im Patentamt gibt es noch acht Stunden Allotria und noch einen Sonntag“, was als feiner Hinweis auf ein gutes Zeitmanagement gewertet werden darf – und mit dem durchaus veritablen Ergebnis der Relativitätstheorie,

Zeit ist das Leben, denn ich kann mich selbst nur in der Zeit erleben, konstatiert Dr. Marc Wittmann, Neurowissenschaftler am Institut für Grenzgebiete der Psychologie und Psychohygiene in Freiburg. Über ein Praktikum zu Studienzeiten bei dem Zeitforscher Ernst Pöppel hat er begonnen, sich mit dem Thema wissenschaftlich zu beschäftigen, seither erforscht er das existentielle Momentum Zeit und das menschliche Zeitgefühl. Gemeinsam mit Kollegen konnte er mit der sogenannten Inselrinde ein ganz bestimmtes Hirnareal in der Großhirnrinde als primäres Zentrum für Körperwahrnehmungen identifizieren. Alle zur Verfügung stehenden Sinnesinformationen eines gegebenen Moments wie Kälte, Durst oder unsere Emotionen werden dann eng verknüpft mit dem Zeitbewusstsein zum Ich-Erlebnis. Selbstwahrnehmung und Zeiterleben sind also untrennbar miteinander verbunden. Aber nicht nur die Wahrnehmung äußerer Reize bestimmt das subjektive Zeiterlebnis, sondern auch die der eigenen Person, kurz: Mit seinen Körpergefühlen bestimmt jeder Mensch seine eigene innere Uhr.

Dabei gibt es für uns Menschen zwei unterschiedliche Zeitperspektiven: zum einen das momentane Erleben der Zeit, zum anderen die rückblickende Erinnerung. Im Leben bleiben die vielen ersten Male und die aufregenden Momente deutlich in Erinnerung: der erste Kuss, die erste Party, das erste Auto.

Je mehr man erlebt, desto länger kommt einem im Nachhinein die Zeitspanne vor. Die Zeit scheint sich zu dehnen. Wird das Neue zur Gewohnheit und erlebt man wenig Spannendes, bleiben auch weniger Erinnerungen, und im Rückblick erscheint die Zeitspanne kürzer. Die Zeit vergeht wie im Flug. Um unser Leben zu „verlängern“, müssen wir also nur einmal die Routine durchbrechen und neuen Eindrücken und Erlebnissen eine Chance geben.

Im Alltag gar nicht so einfach Vor allem, wenn wir dann erst einmal im Stau stehen.

Auf dem Weg zur Arbeit, während des Jobs oder in der Freizeit: mehr als 90 Minuten täglich sind wir im Auto unterwegs. Richtig schnell geht es dabei leider nicht immer voran. Wer heute etwa in London lebt, darf sich Gedanken zur Ressource Zeit machen, während er sich mit einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von 19 Kilometern durch den Stadtverkehr kämpft, Berliner schaffen immerhin 5 Kilometer pro Stunde mehr. Mehr als zwei Jahre und sechs Monate stehen wir durchschnittlich in unserem Leben im Stau, und es wird noch schlimmer kommen, wenn es nach den Experten geht. Wir werden öfter und länger im Auto fahren – uns wir müssen mit mehr Staus und längeren Strecken rechnen.

Dabei kam das Auto doch einmal als Idee, eine Idee die für Freiheit und Autonomie stand. Das Auto transportierte Sehnsucht und Roadmovie-Feeling.

Und Jetzt? Jetzt entwickelt sich das Auto zur wunderbaren Zeitmaschine.

Feine Sensoren, Kameras und ideal vernetzte Bordcomputer mit hochauflösenden Karten machen es möglich, dass Autos lernen autonom zu fahren, und gerade Audi treibt als Wegbereiter der notwendigen Technogien das pilotierte Fahren immer weiter voran. Die langfristige Vision ist das vollautomatisierte Automobil, das selbstständig seinen Weg finden kann. Wenn die täglichen Staus schon unvermeidbar erscheinen, ist es doch schön, die verlorenen Stunden im Auto angenehmer verbringen zu können, haben sich die Ingenieure von Audi überlegt. So wird der „Fahrer“ auf Wunsch zum Fahrgast, der das Unterwegsein ideal nutzen kann, um neue Freiheit und die Zeit, die er damit für sich gewinnt, ganz individuell zu gestalten. Audi nennt es die „25. Stunde“ – eine Metapher für eine neue Freiheit und Kontrolle über Zeit.

Zuvor wollten sie allerdings wissen, wie Menschen mit ihrer Zeit umgehen und was ihnen dabei wichtig ist. Das Ergebnis zeigt, dass es für uns fünf Zeitmodi gibt, die unseren Alltag grundlegend prägen.

»Der Weg wird zum Ziel.«

„Quality Time“ ist für uns, wenn wir Zeit genießen dürfen, wenn wir Zeit für uns Zeit für die Familie, für Freunde und unsere Hobbies nehmen können. In der „Productive Time“ arbeiten wir. Beruf und die Karriere zählen hier. Der sogenannten „Necessity Time“ gehören die allgemeinen Pflichten und Aufgaben unseres Lebens, und wenn wir dann endlich einmal entspannt den Alltag vergessen dürfen, erleben wir in unserer Zeitwahrnehmung die „Down Time“. Als „Transition Time“ werden schließlich die fließenden Übergänge von einem Zeitmodus in den nächsten bezeichnet.

Autofahren bedeutet für uns vor allem derzeit vor allem nur eins: „Necessity Time“. Wir sind unterwegs von einem Ort zum anderen. Das Ziel zählt. Wenn es nach den Audi Ingenieuren geht, werden wir aber selbst die Kontrolle darüber haben, wie wir die Zeit im Auto nutzen. Während das Auto selbst fährt, bieten sich uns „Necessity Time“, „Quality Time“ und „Down Time“ nach Belieben an.

Wir können die Kinder autonom real von der Schule abholen lassen, aber auch Sprachen lernen oder entspannt in einer Zeitung oder einem Buch lesen, mit den Kindern oder Freunden telefonieren oder Filme sehen. Wer will, kann sich auch der „Productive Time“ widmen, indem er für sich arbeitet, an Telefonkonferenzen teilnimmt oder zu virtuellen Meetings einlädt. Oder wir träumen einfach nur vor uns hin, während wir Musik hören und die Landschaft an uns vorbeizieht. Random Episodic Silent Thinking (REST) sagen die Psychologen dazu. Nichts tun. Den Gedanken nachhängen. Es ist jener Betriebsmodus des Gehirns, der uns immer wieder mit Aha-Momenten überrascht. Wichtig ist eben nur, angeregt abschalten zu können. Gleitzeit 4.0.

Der Weg wird zum Ziel.

Der Audi von morgen wird uns auch im Innenraum neu begegnen. Bedienlogik und die Innenraumbeschaffenheit des Autos werden sich entwickeln. Intelligente Filter werden die Informationen und die Kommunikation flexibel nach den differenzierten Wünschen der Passagiere organisieren. Alles ganz im Sinne eines modern-aufgeklärten Luxusverständnisses, das Inspiration und Erlebnisse in Verbindung mit Eigenzeit, Selbstwahrnehmung und Selbstverwirklichung lebt. Das Auto wandelt sich zur individuellen Erlebniswelt, zu einer Zeitmaschine, in der wir uns selbst begegnen können.

Vor allem aber eine Zeitmaschine, die uns endlich diese verlorene Stunde schenkt, diese wichtige, wunderbare 25. Stunde.

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