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Die Ford-Setzung der Mittelklasse nach oben

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Text
Jack Weil

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Ford

Ford und Luxus. Da fährt vor allem eines direkt in die Synapsen: Der Ford GT, ein kompromissloser Hightech-Rennwagen für die Straße. Und sonst so? Der Mustang vielleicht, als Shelby GT. Aber der Mondeo? Echt jetzt? Echt jetzt! Das Stichwort lautet: Vignale.

Wer Ferrari in den Arsch treten kann, der darf so selbstbewusst sein und von sich behaupten, er kann jetzt auch Luxus für das Mittelklassesegment. Aber er muss auch glaubwürdig liefern. Das Image des Erfinders der Fließbandproduktion mal außen vorgelassen, setzt Ford hier auch nicht einfach ein paar teure Hölzer ein und macht da noch ein bisschen Leder ran, sondern fährt das Gesamtpaket auf und gibt dem dann einen Namen, der Kennerschaft voraussetzt: Alfredo Vignale. Der war ein Mann für das Besondere. Geboren 1913 in Turin, Feind der Groß-Serien, Freund der Einzelanfertigungen und Prototypen.

1946 gründete Vignale die Carrozzeria Vignale & C., 1948 kleidete der Karosserie-Bauer den Fiat 500 »Topolino« neu ein, zwei Jahre später arbeitete er für Ferrari. Ein Jahr darauf gewannen die Fahrzeuge die Carrera Panamericana und die Mille Miglia. Elegant waren die Formen aus dem Haus Vignale, das sprach sich herum. Maserati und Lancia folgten als Kunden, bizarrer Weise auch Daihatsu und der tschechische Hersteller Tatra, für den Vignale das Modell 613 zeichnete – und welches ohne große Veränderungen bis 1998 gebaut wurde. Wie viele seiner Konkurrenten geriet Vignale in wirtschaftliche Schwierigkeiten und verkaufte seine Firma 1969 an Alejandro de Tomaso, dessen Carrozzeria Ghia ging allerdings wiederum in den 70ern in den Besitz von Ford über.

Wobei man sagen muss, dass Vignale schon in den 60ern für Ford tätig war – er zeichnete 1963 den Cougar II. Der Cougar war als Konkurrent zur Corvette gedacht, ging aber nie in Serie. Grund dafür: Der Mustang war so erfolgreich, dass Ford keinen weiteren Sportwagen benötigte. In den 80er-Jahren gab es zwar weiter Studien, welche den Namen Vignale trugen, doch erst jetzt, fast 70 Jahre nach der Gründung der Carrozzeria Vignale & C., taucht der Name wieder auf: Heute soll die Ausstattungslinie Vignale bei Ford besondere Qualität versprechen. Das beginnt vor allem beim Service: Zu den Extra-Leistungen zählen ein Hol- und Bringservice für Inspektionen, ein Premium-Aufbereitungsservice und eine 24-Stunden-Vignale-Hotline.

Erkennbar sind die fünf Vignale-Modelle an den 18-Zoll-Leichtmetallrädern, am Kühlergrill in Wabenoptik oder an den adaptiven LED-Scheinwerfern. In den Fahrzeugen findet sich das Audiosystem Sony mit Ford SYNC 3 mit AppLink und großem Touchscreen, zur Ausstattung gehört außerdem ein Fahrspur-Assistent mit Fahrspurhalte-Assistent und Müdigkeitswarner und eine exklusive Lederausstattung. Die Sportsitze sind im Sechseckmuster mit Handkanten-Nähten abgesteppt, dazu ist die Armaturentafel, die Mittelkonsole und Armauflage mit Leder bezogen.

In der Zukunft ist Ford allerdings auch angekommen: Ein eigens entwickelter 2,0-l-Benzinmotor in Kombination mit einem Elektromotor sorgt beim Ford Mondeo Vignale Hybrid für den Antrieb, dabei bezieht der Elektromotor seine Energie aus einer Lithium-Ionen-Batterie. Zudem ermöglicht das rekuperative System die Aufladung der Hybridbatterie über den Bremsmoment – ein wesentliches Unterscheidungsmerkmal zu Plug-in-Hybriden.

Vielleicht hätte Alfredo Vignale seine Freude an den Wagen gehabt, die heute seinen Namen tragen, wer weiß. Am 16. November 1969 kam er bei einem Verkehrsunfall unter ungeklärten Umständen ums Leben. Es war der Tag, an dem Vignale sein Unternehmen an Alejandro de Tomaso verkaufte. Der Chef des konkurrierenden Karosseriebauers Ghia benötigte Platz für die Produktion des Sportwagens Pantera. Vignale wurde nur 56 Jahre alt. Seinen Namen aber, den behalten wir in Erinnerung. Jetzt erst Recht.

Busy working on the new ramp issue Verstanden

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