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Fast Car: Der GT2 RS ist der schnellste 911er aller Zeiten

Text
Horst von Saurma

Fotos
Porsche

Neuer Rundenrekord auf der Nürburgring-Nordschleife: Porsche-Testfahrer Lars Kern fährt die 20,6 Kilometer lange Strecke mit dem neuen 911 GT2 RS in einer Zeit von 6.47 Minuten. Er unterbietet damit die bisherige, von Lamborghini mit dem Huracan Performante gehaltenen Bestzeit  um fünf Sekunden.

Fünf  Sekunden – was ist das schon? In dieser kurzen Zeit kann man fünf mal hintereinander  »Ich liebe Dich« stammeln, mit einem Carrera auf Tempo 100 beschleunigen oder 50 Meter laufen – wenn man ähnlich gut zu Fuß ist wie Usain Bold.

Fünf Sekunden können aber auch eine verfluchte Ewigkeit sein. Wenn man im Rennen um soviel Sekunden hinterherfährt oder die Konkurrenz plötzlich mit einer Zeit am Ring vorstellig wird, die von der eigenen Vorstellung um Welten entfernt liegt. Porsche hatte sich während der Entwicklungsphase des neuen 911 GT2 RS als Ziel eine Nordschleifen-Rundenzeit von 7.05 Minuten ins Lastenheft geschrieben. Die Hoffnung, schon damit eine Bestzeit landen zu können starb hingegen schlagartig, als Lamborghini im Herbst 2016 am Ring auftauchte und mit dem Huracan Performante überraschend die sieben-Minuten-Schallmauer durchbrach: 6.52 Minuten.

»Nicht allein die Bestzeit zeigt die Klasse des neuen 911 GT2 RS.«

»Es ist vor allem auch die Konstanz zweier unterschiedlicher Fahrer-Typen, die uns so begeistert hat.«

Mit dem am Spätnachmittag des 20. September bei strahlendem Sonnenschein und kühlen Temperaturen auf der Nürburgring-Nordschleife aufgestellten neuen Rundenrekord für straßenzugelassene Sportwagen hat sich Porsche in der »Grünen Hölle« nun ein weiteres Mal ein Denkmal gesetzt. Die von dem 30-jährigen Porsche-Testfahrer Lars Kern aufgestellte neue Bestmarke – 6.47 min – entspricht nicht nur einer Verbesserung des bisherigen Rekords um fünf Sekunden – sie liegt auch knapp 18 Sekunden unter der Zeit, die sich die GT-Abteilung um Chef Frank-Steffen Walliser ursprünglich selbst zum Ziel gesetzt hatte. Wie man sieht: Konkurrenz belebt das Geschäft.

So gesehen  war auch die im Vorfeld des Rekordversuchs von den Verantwortlichen ausgeheckte Taktik schlau gewählt: Neben Testfahrer Kern ließen sie auch Werksfahrer Nick Tandy auf einem zweiten Auto antreten – nicht nur, um die Erfolgschancen zu erhöhen, sondern auch, um zusätzlich Druck aufzubauen. Das Duo lieferte in Folge gleich fünf Runden mit Zeiten unter 6.50 Minuten. Dazu Andreas Preuninger, Gesamtprojektleiter GT-Fahrzeuge: »Nicht allein die Bestzeit zeigt die Klasse des neuen 911 GT2 RS. Es ist vor allem auch die Konstanz zweier unterschiedlicher Fahrer-Typen, die uns so begeistert hat .«

Der mit Michelin Pilot Sport Cup 2 bereifte Porsche 911 GT2 RS leistet 700 PS und wiegt vollgetankt 1470 Kilogramm. Er beschleunigt in 2,8 Sekunden auf 100 km/h und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 340 km/h.

Busy working on the new ramp issue Verstanden

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