Aller guten Dinge sind 3D: die BMW Art Cars werden digital

Was passiert, wenn man Autos, Kunst und die digitale Welt miteinander kombiniert? BMW zeigt es uns eindrucksvoll mit seinen virtuellen Art Cars: es wird ziemlich schön. Das Beste dabei: Nach und nach können Fans der rasenden Kunstwerke immer weitere Modelle bestaunen.
Text Marko Knab
Bild BMW Group

Motorsport und Autos sind ein Kulturgut. Und für sich gesehen auch eine Kunst, die man erst einmal beherrschen muss. Echte Experten in diesem Feld findet man dafür in München – genauer gesagt bei BMW. Die heben jetzt mit der Acute Art App ihr Erbe der legendären Art Cars auf ein neues Level. Mithilfe von virtueller Realität (VR) werden nun nämlich die rasenden Kunstwerke für jedermann verfügbar. Der Grund für die Öffnung des etwas anderen Auto-Archivs ist das 50. Jubiläum des Kulturengagements der BMW Group.

Dank der VR-Technologie der tauchen die Art Cars tauchen so an unerwarteten, unpassenden oder ganz ungewöhnlichen Orten auf. Was ja auch wieder eine Art Neukombination und damit Kunst ist. Zum Auftakt der ständig wachsenden 3D-Werkschau haben wir uns deshalb auch unsere drei Favoriten aus dem Angebot von BMW und Acute Art herausgepickt – inklusive einem Bonus aus unserem Freundeskreis.

BMW 3.0 CSL von Alexander Calder (1975)

Eine echte Pionierarbeit: Angestoßen vom französischen Rennfahrer und Kunstliebhaber Hervé Poulain und dank des damaligen BMW Motorsport Direktors Jochen Neerpasch kommt es zum ersten Art Car überhaupt. Der technologisch interessierte Künstler Alexander Calder nimmt sich 1975 dabei dem Topmodell BMW 3.0 CSL an. Kräftige Farben verlaufen deshalb in geschwungenen Formen über Haube und Flügel des auch als »Batmobil« bekannten Rennwagens, der in Le Mans startet – und legen die Basis für alle anderen Art Cars.

Credit: BMW Art Car von Alexander Calder, BMW 3.0 CSL, 1975, Augmented Reality. Bildrechte mit freundlicher Genehmigung des Künstlers und Acute Art in Zusammenarbeit mit BMW Group Culture. © 2021 Calder Foundation, New York / DACS, London.


BMW M3 GT2 von Jeff Koons (2010)

Koons kanns – auch auf Autos. Im Jahr 2010 gestaltet der gefeierte Künstler statt Ballonskulpturen einen knallbunten BMW M3 GT2, der im Pariser Centre Pompidou vorgestellt wird. Wie das erste Art Car startet der M3 GT2 dann auch bei den 24 Stunden von Le Mans und erleidet dasselbe Schicksal wie der Pionier: schnell ist er der Favorit der Fans, aber scheidet auch ähnlich früh aus. Wie den 3.0 CSL holen auch ihn technische Probleme ein. Die kräftigen Farben, die schon im Stand ein hohes Tempo und viel Energie vermitteln, strahlen aber bis heute.

Credit: BMW Art Car von Jeff Koons, BMW M3 GT2, 2010, Augmented Reality. Bildrechte mit freundlicher Genehmigung des Künstlers und Acute Art in Zusammenarbeit mit BMW Group Culture.


BMW 525i von Esther Mahlangu

Sicher, jedes Art Car ist etwas ganz Besonderes – aber der BMW 525i von Esther Mahlangu ist selbst unter den anderen fahrenden Kunstwerken noch etwas spezieller. 1991 entstanden, ist er nämlich das erste Art Car, das von einer Künstlerin gestaltet wird. Und im Gegensatz zu vielen seiner Vorgänger sieht die Limousine auch nie den Asphalt einer Rennstrecke. Vielmehr steht der Wagen als Kunstwerk aus geometrischen Mustern und lebhaften Farben für sich selbst – und natürlich auch für die sogenannte »Ndebele Kunst«, die Kunst Esther Mahlangus Volk aus Südafrika.

Credit: BMW Art Car von Esther Mahlangu, BMW 525i, 1991, Augmented Reality. Bildrechte mit freundlicher Genehmigung des Künstlers und Acute Art in Zusammenarbeit mit BMW Group Culture.


BMW E3 New Horizon von Heiner Meier und Christian Zschocke

Die Wirkung und Faszination der Art Cars reicht bis heute: Neben den beiden offiziellen M6 GTLM die Ende der 2010er-Jahre bei BMW entstanden, betritt kürzlich ein echtes Wundercar die Bühne. Die Rede ist von Christian Zschockes BMW E3 »New Horizon«. Er war zwar nicht wie die BMW Art Cars im Renneinsatz oder entstand im Auftrag der Marke, wurde aber dafür von Pop-Art-Künstler Heiner Meyer entworfen. Ach ja – lackiert wurde das »Wundercar« aber von Walter Maurer, seines Zeichens selbst ein Art-Car-Profi. Die Mission des besonderen E3? Als anregender Impuls frische Neugier, Offenheit und Zukunftslust in ein wieder gut gelauntes Spiel zu bringen. Auch ohne Auftritt in der offiziellen VR-Kollektion von BMW.

Credit: Matthias Mederer · ramp.pictures



Die Acute Art App verwendet modernste Technologie, die auf High-End-Telefonen mit der neuesten Software am besten funktioniert. Die unterstützten Geräte sind iPhone X oder neuere und Samsung Galaxy S8 oder gleichwertige Modelle. Die App erfordert ein Telefon mit mindestens 4 GB Arbeitsspeicher und das Betriebssystem Apple iOS 11 oder Android 8.0 Oreo (API 24). In der App wählt man anschließend die Option „BMW Art Cars“.

Weitere Informationen unter: acuteart.com


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