Apple: der Apfel als Coolness-Tool

Egal ob in der Bibel, in Newtons Garten oder in der Hosentasche: Wenig hat uns so geprägt und verändert wie der Apfel. Eine kurze Fall-Besprechung – inklusive Sündenfall, Entdeckung der Gravitation, dem neuen iPhone14 von Apple – und irgendwas mit Tom Cruise und Michael Fassbender.
Text Alfred Rzyski
Bild Gregory Gilbert-Lodge

Cool isst man – oder eben nicht. Kein Schreibfehler. Denn es geht um den Biss in einen Apfel. Was das mit Coolness zu tun hat? Erklärt ramp-Kolumnist Philipp Tingler in der aktuellen rampstyle #24 und bezieht sich dabei unter anderem auf den Schauspieler Rob Lowe. Dieser erklärt in dem Netflix-Special »Attack of the Hollywood Clichés« dieses in der Traumfabrik gerne verwendete Motiv. Denn so ein kräftiger, keineswegs geräuscharmer Biss in den Apfel zum Beispiel auf dem Schlachtfeld oder in direkter Konfrontation mit dem Vorgesetzten ist: einfach cool. Siehe »Star Trek«, »300« oder »A Few Good Men«.

Der Apfel hat’s dem Menschen ohnehin angetan. Das beginnt schon im Paradies mit dem Baum der Erkenntnis und einer Schlange, der wir die Erfindung der Sünde verdanken. Ähnlich weltverändernd war der Apfel der Sorte »Flower of Kent«, der im Sommer 1665 vor den Augen des jungen Isaac Newton zu Boden donnerte, woraufhin dieser nichts Besseres zu tun hatte, als das damals gängige Weltbild mittels Entdeckung der universellen Gravitation umzukippen. Und irgendwann in den 1970ern bastelte ein gewisser Steve Jobs an technischem Krimskrams herum, aus dem vor ziemlich genau 15 Jahren ein Gerät namens iPhone hervorging – das seither die Welt auf seine Weise völlig umkrempelt. Der passende Markenname: Apple. Das dazugehörige Logo: ziemlich angebissen. Die Aura der Produkte mit der reduzierten Ästhetik: ziemlich cool.

Und diese Geschichte ist noch nicht zu Ende erzählt – denn Apple pflegt sein Kernprodukt wie kein zweites. Erwartet wird für dieses Jahr das neue Flaggschiff iPhone 14. Soll im September kommen, und zwar ohne eine sogenannte Notch für Frontkamera und Lautsprecher. Stattdessen wird es nur eine eingelassene »Pille« und ein »Loch« im Display geben. Sind sich zumindest Insider sicher. Wer dem Verlangen nach einem neuen iPhone nicht länger widerstehen kann, wird schon zwischen März und April befriedigt werden: dann steht wohl die dritte Generation des iPhone SE in den Startlöchern. Mit Upgrade auf 5G und modernen Prozessoren – aber ohne zu große Ausstattung. Und die Erkenntnis hier? Weniger kann auch mehr sein.

Und irgendwann bastelte ein gewisser Steve Jobs an technischem Krimskrams herum, aus dem vor ziemlich genau 15 Jahren ein Gerät namens iPhone hervorging – das seither die Welt auf seine Weise völlig umkrempelt.

Was wiederum irgendwie cool ist. Aber was ist nun genau diese »Coolness«? In jedem Fall keine leichte Aufgabe. Meint Philipp Tingler. Denn sonst könnte es ja jeder. Zum Beispiel auch Tom Cruise. Dieser, so Tingler, sei übrigens ziemlich uncool – auch wenn er in einen Apfel beißt. Was dann vielleicht auch erklärt, warum nicht wie einst kolportiert, Cruise die Hauptrolle in Danny Boyles Film »Steve Jobs« bekam, sondern Michael Fassbender. Und den finden wir ziemlich cool. Warum? Ein Argument dafür finden Sie in der aktuellen ramp#56.


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