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Automotive Brand Contest 2020: Design first

Die gesamte Autoindustrie befindet sich gerade im Wandel – soweit nichts Neues. Umso spannender die Erkenntnis, dass das Thema Design in diesem Zusammenhang immer wichtiger wird. Doch was ist gutes Design und wer bewertet das eigentlich? Ein Indikator dafür ist der Automotive Brand Contest, der auch in diesem Jahr wieder herausragende Designleistungen gekürt hat.

Die Erwartungen an die Mobilität von Morgen sind so hoch wie ungewiss. Autohersteller und Beratungsfirmen bezeichnen die künftigen Anforderungen mit griffigen Abkürzungen wie »CASE« oder »ACES«. Die Buchstaben stehen für die Zukunftsfelder Autonomes Fahren, Konnektivität, Elektromobilität und Sharing-Konzepte. Kein Wunder also, dass die Technologien in den Fahrzeugen immer komplexer werden.

Umso essentieller ist es, dass die Automarken ihren Kunden in diesen Zeiten eine Orientierung geben, mit ihnen eine Beziehung aufnehmen. Das geht am besten mit Design. Design weckt Gefühle, erzählt Geschichten, es regt und zieht uns an. Zudem ist Design das Mittel, hochkomplexe Technologien in eine klare und leichtverständliche Benutzerführung zu übersetzen. Gutes Design macht den Unterschied und wird zum Wettbewerbsvorteil.

Der Automotive Brand Contest ist ein internationaler Marken- und Designwettbewerb, der jedes Jahr die besten Marken und Hersteller im Hinblick auf außergewöhnlich gutes Produkt- und Kommunikationsdesign kürt. In diesem Jahr erhielt beispielsweise Porsche den Titel »Brand of the Year«, die Designabteilung von Continental Automotive wurde als »Team of the Year« ausgezeichnet.

Die Mercedes-Benz Studie Urbanetic wurde zur »Innovation of the Year« ernannt, den Titel »Brand Manager of the Year« dürfen sich Maria-Elisabeth Schaeffler-Thumann und Georg F.W. Schaeffler teilen. »Mit Marke transportieren Sie Werte und zwar nach innen und nach außen«, sagte Georg F.W. Schaeffler, Shareholder und Chairman of the Supervisory Board Schaeffler.

Neben anderen Gewinnern erhielt unter anderem Volkswagen den Hauptpreis »Best of Best« in den Kategorien »Concepts« (ID Roomzz), »Interior« (Passat) und »Exterior Volume Brand« (T-Cross). Im Rahmen der Preisvergabe nahm Klaus Bischoff sich und seine Designerkollegen in die Pflicht: »Man muss verstehen, dass seit 110 Jahren der Verbrennungsmotor das dominierende Element bei der Gestaltung von Fahrzeugen war. E-Motoren sind viel kleiner und jetzt können ganz neue Proportionen, ganz neue Formen, ganz neue Angebote entstehen. Es liegt in unserer Verantwortung, da das Richtige zu tun.«

Wie genau ihnen das gelingt, bleibt abzuwarten. Fest steht aber, dass der Vierklang aus Ästhetik, Einfachheit, Innovation und Benutzerfreundlichkeit zu einer Erfolgsformel moderner Unternehmen wird, ganz nach dem Motto: Design first.

Aktuell können sich Automobilhersteller, Zulieferer und Agenturen mit ihren Produkt- und Kommunikationsdesigns zum Automotive Brand Contest 2020 anmelden. Weitere Informationen zum Wettbewerb und zur Anmeldung finden Sie hier: anmelden.automotive-brand-contest.de

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