Cigarettes After Sex: ein Gespräch mit Sänger Greg Gonzalez

Der typisch verträumte Klang der Band Cigarettes After Sex entstand eher zufällig, als Greg Gonzalez im Treppenhaus der Universität von Texas mit seinen Songs experimentierte. Dann ging der Song »Nothing’s Gonna Hurt You Baby« auf YouTube viral. Ein Gespräch mit dem Sänger über planbare Erfolge, die Zigarette danach und ob er auch mal bunte Klamotten trägt.
Text Iris Soltau
Bild Presse

Mister Gonzalez, in diesem Heft geht es oft um Strategien und glückliche oder unglückliche Zufälle. Was meinen Sie: Kann man das Leben planen?
Vieles, was mir im Leben passiert ist, habe ich mir vorher genau so gewünscht und aufgeschrieben. Ich weiß, das klingt seltsam, ein bisschen wie Hexerei oder so.

Manche Menschen bestellen einen Parkplatz beim Universum – steckt dahinter ein ähnliches Prinzip?
Ich denke schon, dass Dinge passieren, wenn man sie stark manifestiert. Aber das klappt nicht sofort, ich schrieb meine Wünsche über Jahre auf. Bis heute notiere ich alles, was ich mir wünsche, in ein schwarzes Notizbuch, sei es musikalisch oder einfach nur, weil ich meinen Freunden oder meiner Familie etwas Gutes tun möchte.

Würden Sie das jedem empfehlen?
Ja, Sie sollten es auch mal versuchen. Die Schwierigkeit ist, wirklich dranzubleiben.

Halten Sie sich für einen strategischen Menschen?
Ich denke schon. Auch wenn ich den Begriff spontan nie auf mich beziehen würde, passt er ganz gut: Mein Leben lang habe ich Platten und Songs geplant, Album-Veröffentlichungen und Konzerte. Ich plane mein Leben ungefähr ein Jahr im Voraus.

Das klingt so gar nicht nach lässigem Künstler-Lifestyle…
Ja, es widerspricht ein bisschen dem Wesen eines Künstlersa, wenn er sagt: Ich weiß, wo ich nächstes Jahr um diese Zeit sein werde. Aber für mich funktioniert es, weil es mir Ruhe schenkt. Tourneen und Auftritte sind für mich wahnsinnig aufregend. Wenn ich aber alles geplant habe, gibt mir das Raum zum Denken.

Ein Konzert ist ein sehr spontanes und interaktives Ereignis. Wie kommen Sie damit zurecht?
Ich liebe es! Und ich bin wirklich dankbar für unser Publikum. Es reagiert ganz anders, als man erwarten würde. Wir spielen die sanfteste Musik, die man sich vorstellen kann, aber alle schreien die Texte so laut mit, dass ich manchmal gar nicht mehr höre, was wir da machen.

Als Musiker kann man sich doch gar nicht mehr wünschen…?
Absolut. Ich mag die Vorstellung, dass wir diese sehr sanften Liebeslieder über Romantik und Sexualität spielen und das Publikum beinahe hysterisch darauf reagiert. Das ist ein toller Kontrast. Ich möchte keine Konzerte geben, bei denen jeder nur brav auf seinem Stuhl sitzt. Wir wollen echtes Rockshow-Feeling. Die ersten Konzerte, die ich als Kind besucht habe, waren Metal-Shows, die haben mir gefallen.

→ Das komplette Interview lesen Sie in der rampstyle #27 »By the Way«.


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