Cotton’s Cars: Jaguar E-Type

Vor sechzig Jahren feiert der legendäre E-Type Premiere auf dem Genfer Automobilsalon – nach einer ziemlich verrückten Fahrt vom britischen Coventry bis in die Schweiz. Am Ende kommt er zwanzig Minuten vor Beginn an. Steht einem Thriller in Sachen Dramatik in nichts nach, finden wir. Und erinnert an den vielleicht bekanntesten E-Type-Piloten: G-Man Jerry Cotton.
Text Jack Weil
Bild Steffen Jahn

Irgendwo gibt es sicher ein Verbrechen aufzuklären. Irgendwo wurde sicher erst vor wenigen Augenblicken ein Auto geknackt, eine Bank ausgeraubt, ein Juweliergeschäft überfallen oder ein Mord begangen. Und wer macht den bösen Jungs das Leben schwer? Na klar, FBI-Agent Jerry Cotton.

Ebenso legendär wie die kleinen Krimiheftchen ist Cottons kirschrotes Auto, dieser Jaguar E-Type. Wow! Schneller als der flüchtende oder verfolgende Rest war er damit sowieso, was erfreulicherweise auch immer im Sinne des Happy Ends von deutlichem Vorteil war. Der „Sportwagen des Jahrhunderts“, der als schönstes Auto der Welt galt, hat sich uns immer als der treue Partner des FBI-Agenten ins kollektive Gestaltverständnis und in unser Männerunterbewusstsein eingebrannt – bis der Wagen irgendwann im Dienst der Gerechtigkeit das Zeitliche segnete.

Und jetzt? Jetzt darf sich G-man Cotton freuen! Jaguar bietet nämlich Ersatz für den verlorenen Sportwagen. Mit der E-Type 60 Collection, die sechs neu interpretierte Pärchen aus Cabrio und Coupé umfasst. Bedeutet konkret: sowohl ein graues Coupé, als auch ein grüner Roadster werden mit 265-PS starkem 3,8-Liter-XK-Motor und neu konstruiertem Fünfganggetriebe in den Verkauf gehen. Und auf Wunsch mit den Besitzern die Strecke vom damaligen Stammwerk in Coventry nach Genf unter die Räder nehmen - genau die Route, die auch die beiden ersten E-Type 1961 auf dem Weg zum Automobilsalon fuhren.

Und dann wäre da ja auch noch die Hertitage 60 Edition des legitimen Nachfolgers F-Type: die rollt mit einem 575 PS starken V8 vor. Jaguar verspricht hier klassischen Stil, gepaart mit den Leistungen der bekannten, allradgetrieben R-Variante – und eine, jetzt kommt’s, durchatmen, Jerry! – Cabrioversion.

Mehr Informationen:

jaguar.com


Letzte Beiträge

Mister Nice Guy: ein Gespräch mit Matt Damon

Kein anderer spielt so virtuos den Biedermann und kaum einer ist in Hollywood erfolgreicher. Außerdem gilt Matt Damon als einer der nettesten Kerle der Welt. Im Interview sprechen wir mit dem 49-Jährigen über Rückschläge, echte Tränen und die Frauen in seinem Leben.

Siegertyp: »Red Dot Award« für den CUPRA Formentor

Streng genommen ist es ja so, dass man laut Straßenverkehrsordnung links überholen muss. Trotzdem gibt es die, die einfach mal so rechts überholen. Wie der CUPRA Formentor.

Polestar: Big Air mit Caja Schöpf

Rebellion kann politisch sein, persönlich – oder aber sportlich motiviert. Immer bewegt man sich im Grenzbereich, bricht Grenzen auf. Neuland. Caja Schöpf, eine der bekanntesten deutschen Ex-Profi-Freestyle-Skifahrinnen, betreut heute als Sportpsychologin andere Athleten. Weil Gewinnen immer im Kopf beginnt. Neues sowieso.

Hans Küng: Rebell aus Überzeugung

Hans Küng war Theologe – und Rebell. Mit seinen bisweilen provokanten Thesen hatte er sich die Versöhnung der gespaltenen Kirche seit der Reformation zur Lebensaufgabe gemacht. Dann gab es da noch seine Affinität zu Autos, konkret: seine Begeisterung für die Giulia aus dem Hause Alfa Romeo. Am 6. April ist Hans Küng im Alter von 93 Jahren in Tübingen verstorben.