CUPRA Born: die ­Schärfe des Moments

Das präzise Timing. Die Konzentration auf den Augenblick. Den Horizont neu definieren. Daily Business für Phil Freybott, der mit seinen Drohnenflügen die Welt des Bewegtbilds neu definiert. Mit 200 km/h über die Chinesische Mauer. Oder eben im CUPRA Born von München bis zu den Passstraßen des Kaunertals.
Text Nadine Hanfstein
Bild Matthias Mederer · ramp.pictures

Eine Fahrt von München ins Kaunertal. Am Steuer des CUPRA Born sitzt Philipp Freybott, Spezialist für elektrifizierte Performance und Geschwindigkeit, wenn man so will. Zusammen mit seinem Freund Angelo Felchle gründete er die Firma CINEQUADS, die zwei Drohnen-Piloten lernten sich als Konkurrenten bei Weltmeisterschaftsrennen kennen. Eine ziemlich folgenreiche Begegnung, wie man sagen muss, denn ihre Firma ist heute weltweit für Werbespots und Filme tätig und setzt permanent durch ihre spektakulären Flugmanöver und technischen Eigenentwicklungen von leichten Kamera-Drohnen neue Impulse. Oder anders gesagt: Mit neuen Antriebstechnologien unter sich verändernden Vorzeichen kennt sich Philipp Freybott bestens aus. Daher passt es gut, dass die Tour mit dem elektrischen CUPRA Born in der Münchner Innenstadt mit einer neuen Form von Agilität startet und auf einer Bergstraße mit einem hohen Maß an Sicherheit und Kontrolle endet.

Herr Freybott, wann haben Sie das letzte Mal etwas zum ersten Mal gemacht? Das passiert ziemlich oft, weil unsere Kunden mit immer wilderen Ideen zu uns kommen. Gefühlt sind wir erst letzte Woche an das Limit der technischen Möglichkeiten gegangen.

Was war die Aufgabe?
Momentan ist die Challenge, größere Kinokameras genauso agil mit einer Drohne zu bewegen wie eine kleine GoPro. Das hört sich erst einmal nicht so spannend an, aber wenn Sie mal so eine Kamera in der Hand hatten und mit einer GoPro vergleichen, wird es sehr deutlich.

Können Sie uns ein Beispiel nennen?
Stellen Sie sich eine Szene vor, bei der Sie mit der Drohne durch ein Auto fliegen, ganz nah am Fahrer und Beifahrer vorbei. Das funktioniert gut mit einer GoPro und einer kleinen Drohne. Aber um eine Kinokamera mit dem zigfachen Gewicht zu fliegen, brauchen Sie eine größere, leistungsstärkere Drohne. Das ist in etwa so, als ob Sie mit einem CUPRA Born eine kurvige Strecke am Limit fahren und anschließend das Ganze in der gleichen Zeit mit einem vollbeladenen Kleinbus machen sollen. Eigentlich nicht möglich, aber genau das wird erwartet.

»Momentan ist die Challenge, größere Kinokameras genauso agil mit einer Drohne zu bewegen wie eine kleine GoPro.«

Philipp Freybott

Und wie machen Sie das Unmögliche möglich?
Wir haben in jedem Fall das Glück, dass wir innovativ immer mit vorne an der Spitze sind. Wie jetzt mit den Kinokameras. Diese Idee kam vor circa einem Jahr auf und war absolutes Neuland. Wir mussten überlegen, wie wir das bewältigen, nahmen dann die Kameras auseinander, um das Gewicht zu reduzieren, sodass im Prinzip nur noch der Chip und der Sensor übrig blieben. Dreihundert Gramm statt einem Kilo. Somit kann ich kleinere Drohnen bauen, habe die gleiche Qualität und bin viel agiler unterwegs.

Wie eignet man sich das Wissen dazu an?
Wer die Drohnen fliegt, ist automatisch auch gut im Basteln, es passiert ja auch öfter mal was …

Klingt nach Crash. Wie viele?
(lacht) Das werde ich oft gefragt. So zwei- bis dreihundert in acht Jahren.

Oh.
Bitte nicht falsch verstehen: Diese hohe Zahl stammt aus der Zeit, in der wir Rennen flogen. Wenn da acht Leute gegeneinander antreten, alle die Ideallinie anstreben und Vollgas geben, passiert das einfach. Am Filmset aber, wenn vierzig Leute hinter einem stehen und auf ihre nächste Szene warten, kann man sich keinen Fehler erlauben – mal ganz abgesehen von den Kosten. Das ist ein superstraffes Programm.

»Wir sehen die Herausforderung darin, die Kamera so in der Luft zu bewegen, dass daraus Choreografien entstehen.«

Philipp Freybott

Inwiefern hilft da Ihre Rennerfahrung?
Immens. Der Druck war zwar ein anderer, aber auch im Rennen fliegt man einen festgelegten Parcours mit höchster Geschwindigkeit ab. Am Filmset geht es darum, die Vorstellungen des Regisseurs perfekt umzusetzen. Da kann man nicht einfach wie auf einer freien Wiese um einen Baum herumfliegen, sondern muss über Grashalm vier und fünf langsamer machen, bei Ast drei etwas höher fliegen und dann eine Drehung um die eigene Achse hinlegen.

Könnte man sagen, dass Ihre Arbeit die Art zu filmen neu definiert?
Es ist uns wichtiger, als Spezialisten für ausgefallene Kamerafahrten zu gelten als ein eingetragenes Drohnen-Team zu sein. Klar ist das okay, wenn man irgendwas von oben zeigt. Aber wir sehen die Herausforderung eher darin, die Kamera so in der Luft zu bewegen, dass daraus Choreografien oder artistische Flüge entstehen. Bei einem Shot von uns, der viral ging und weltweit von der Filmszene anerkannt wurde, fliegen wir so mit 60, 70 km/h parallel zu einem fahrenden Auto durch den Wald. Das an sich ist schon cool und lässt sich mit einer Cable Cam gut bewerkstelligen. Aber dann geht halt das Bild auf die Straße, ganz nah ans Auto und darüber. Das war vor eineinhalb Jahren sensationell, steigerte aber natürlich auch die Erwartungshaltung.

CUPRA Born // Motor: Elektromotor (Permanenterregter Synchronmotor) / Batteriekapazität: 58 kWh (netto) / Leistung: 204 PS (150 kW) / Drehmoment: 310 Nm / Reichweite: 424 km (WLTP) / 0–100 km/h: 7,3 s

Der neue CUPRA Born. Schön. Kraftvoll. 100% Elektrisch. Gebaut für eine neue Welt des elektrischen Autofahrens voller Leidenschaft. Der Born wird als erstes Fahrzeug der Marke CO2-neutral produziert und ausgeliefert. Und die serienmäßigen Sportschalensitze wurden mit SEAQUAL®-Fasern aus recyceltem Meeresplastik hergestellt. Ein echter »Gamechanger« eben.

Stromverbrauch kombiniert (nach WLTP): 16,8 kWh/100 km; CO₂-Emissionen: 0 g/km. CO₂-Effizienzklasse: A+++

Ihr Job führt Sie um die halbe Welt …
Es ist ein absoluter Traumjob. Wir lernen jeden Tag neue Leute kennen, und die Locations sind spektakulär: Es gab ein Rennen auf der Chinesischen Mauer, das nächste fand in der Mojave-­Wüste statt, dort, wo die Flugzeugwracks stehen. Allerdings muss man auch zugeben, dass das Reisen sehr herausfordernd ist. Wir fahren pro Jahr circa 60.000 Kilometer mit dem Auto, dazu kommen die Flugreisen. Und trotzdem muss man am Set voll konzentriert sein, damit man nicht eine bis zu 15.000 Euro teure Drohne gegen die Wand setzt.

In der Automobilwelt gibt es eine ähnlich rasante Entwicklung wie bei Drohnen, wie nehmen Sie das wahr?
Für uns ist die Elektrifizierung von Autos extrem interessant, weil sich die Technologie ähnlich schnell wie bei Drohnen ändert. Drohnen werden als Flugtaxis benutzt, in der Agrarwirtschaft eingesetzt … oder eben für atemberaubende Filmaufnahmen. Da gibt es viele Parallelen.

»Mir geht es nicht darum, der Beste zu sein, mir geht es darum, das Maximum herauszuholen.«

Philipp Freybott

Interessieren Sie sich auch privat für Autos?
Ja, ich war schon immer sehr auf Speed und Adrenalin fixiert, fliege jetzt die schnellen Drohnen, und Autos lassen einen auch Geschwindigkeit und Power spüren.

Letzte Frage: Was oder wer treibt Sie an?
»Wenn du was machst, dann mach es richtig.« Das ist mein Motto. Nicht unbedingt, um der Beste zu sein, sondern um das Maximum herauszuholen. Das war in der Vergangenheit auch schon so. Ich fuhr BMX und startete in eine professionelle Karriere. Ich entdeckte das Drohnenfliegen – und fing irgendwann mit den Drohnen-Rennen an. Das ist harte Arbeit, aber wenn man es wirklich will, schafft man es auch.


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