Denn er wusste, was er tat

»Träume, als würdest du für immer leben ...« James Dean starb mit nur 24 Jahren an den Folgen eines Verkehrsunfalls. Was weiterlebt, ist der Mythos um seine Person und den 550 Spyder. Heute wäre die Ikone 90 Jahre alt geworden.
Text Roland Löwisch
Bild Marc Urbano

Vielleicht sollte ich mich beizeiten auf meinen geistigen Zustand untersuchen lassen. Nein, nicht wegen der Idee, mit einem Porsche 550 Spyder die letzte Reise von Hollywood-Legende James Dean aus dem Jahr 1955 nachzufahren. Sondern wegen des Beifahrers an meiner Seite.

Der lümmelt sich völlig unvermittelt auf dem Sitz neben mir, nachdem das Auto vom Trailer abgeladen wurde und ich mich in Zeitlupe, mit Verrenkungen und höchst vorsichtig von oben über den filigranen Plexiglaswindabweiser auf den kleinen Sitz habe rutschen lassen. So mache ich mich also auf, von Sherwood Oaks bei Hollywood bis kurz hinter den Polonio Pass, wo das junge Leben des begabten Schauspielers abrupt endete.

»Nu’ fahr schon, Alter.«
Wie bitte?
»Oder kannst du das nicht?«
Na hör mal, Fremder. Gas, Bremse, Kupplung, Viergang-Handschalter, das Lenkrad wirkt auch durchaus vertraut.
»Was ist denn nun?«

Es ist, dass wir hier in geschätzten mobilen zwei Millionen Dollar sitzen und der Wagen leider nicht mir gehört, sondern der amerikanischen Industriellen-Familie Dunkel. Restaurator Jim Ansite ist für das gute Stück verantwortlich und schaute mir schon im Vorfeld bei jedem Handgriff genau auf die Finger. 110 PS sind ja nun nicht die Welt, selbst wenn das Auto nur 550 Kilo wiegt. Da bin ich anderes gewohnt. Und jetzt ist da mein durchgeistigter Copilot.Er – also der Beifahrer – klappt den Kragen seiner Jacke hoch und gebietet mit einer Handbewegung, endlich zu starten. Was soll ich sagen? Neben mir sitzt ein transzendentaler James Dean. Und mit einem gleichwohl irritierten wie wissenden Schmunzeln komme ich seiner Bitte nach.

»If a man can bridge the gap between life and death, if he can live on after he's dead, then maybe he was a great man. Immortality is the only true success.« – James Dean

»Dean, James Dean«, sagt der Fremde neben mir und denkt gar nicht daran, die Hand zu reichen. Ist auch schwer möglich. Schließlich starb Dean an jenem 30. September 1955 in seinem 550 Spyder an der Straßenkreuzung 41 und 466 im San Luis Obispo County. Ein zugegeben tragisch kurzes Leben, allerdings ist der damalige Jungschauspieler mit nur drei Kinofilmen unsterblich geworden – das Gehirn muss es nur glauben. Ein bisschen Fantasie, und Dean fährt mit. Da macht es auch nichts, dass die Dunkels zur Verbesserung der Aerodynamik eine Platte über den Beifahrersitz geschraubt haben. Darauf kann man alle Rennerfolge des 550ers lesen, als der noch dem Rennfahrer Christian Goethals gehörte: Sieger beim GP des Frontieres Chimay, bei den 1.000 Kilometern von Paris und beim Coupe de Slan in Monthlery, steht da. Alles im Jahr 1956.

Dean scheinen solche Petitessen nicht zu stören. Wenn du also mit einer Abdeckplatte durch die Brust leben kannst, mein Staunen erträgst und mir die Freiheit lässt, dich so wiederzugeben, wie ich mir dich vorstelle: komm mit. Einen besseren Beifahrer kann ich mir schließlich nicht vorstellen. Aber nenn’ mich nicht mehr »Alter«.

Dean akzeptiert – auch wenn es seinem Image als Berufsrebell widerspricht. Und besinnt sich endlich aufs Wesentliche.

»Weißt du, wo wir hier sind?«
Klar weiß ich das, wir beginnen unsere Tour doch nicht rein zufällig in der Vine Street 1219, Hollywood, Los Angeles. Hier residierte der Autohändler John van Neumann mit seinem Laden Competition Motors, und hier nahm Dean sein Schicksalsauto mit der Chassis-Nummer 550-0055 für 7.000 Dollar in Empfang. Seinen Porsche 356 Speedster gab er in Zahlung. Rolf Wütherich, von Beruf Porsche-Mechaniker, hatte ihn schon vorher dazu überredet, den Kaufvertrag für einen Austin-Healey 100 zu stornieren. Wütherich, Berufsschrauber mit der Personal-Nummer 42, sollte ihn schließlich auch auf seine letzte Reise begleiten.

Heute macht sich an dieser Stelle ein Gebäude der Taglyan Cultural Complex mit der St. John Armenian Church breit – nichts erinnert an den magischen Ort. Nur weiter oben, vor Hausnummer 1719, prangt Deans Stern im Fußboden des »Hollywood Walk of Fame«. Mal anschauen?

»Nur kurz«, sagt Dean, »ich würde dann gerne schnell mal nach Sherwood Oaks.« Nach Hause, also.
Apropos Wohnort: Wie wahr ist eigentlich die Geschichte mit deiner Tour auf dem Mulholland Drive hier um die Ecke?
»Forget it«, sagt Dean abfällig, »angeblich soll ich am 29. September 1955 meinen ‚Little Bastard’ in den Straßengraben geschmissen haben, und Wütherich soll bei Competition Motors die Kiste wieder gerichtet haben …«
Und, stimmt’s?

»Hab ich übrigens schon erzählt, wieso mein 550er Little Bastard hieß?«
Du weichst aus.
»Also, mein Kumpel Bill Hickman hat mich immer ‚Little Bastard’ genannt, und ich ihn ‚Big Bastard’. Meinen Kosenamen wollte ich auch auf meinem Auto haben. Und die Nummer 130 auch. Hat man mir alles beim Customer George Barris draufgemalt. Stuntman Billy habe ich übrigens bei meinem ersten ernsthaften Dreh zu ‚Fixed Bayonets‛ im Jahr 1951 kennengelernt, falls es dich interessiert. Seitdem war er mein Dialogcoach und mein Fahrlehrer – was fummelst du da eigentlich immer am Wagen rum?«

Muss ich machen. Ansite hat gesagt, bitte immer wieder ein paar Sekunden den Benzinpumpenknopf ziehen, damit die zwei Solex-Vergaser optimal mit Sprit versorgt werden. Aber sonst läuft der Spyder wunderbar rund – die Gänge lassen sich schwer, aber exakt einlegen. Niedrige Drehzahlen sind nichts für den Vierzylinder-Boxer im Heck, der will jubeln. Das probieren wir, sobald wir aus der Stadt sind.

»Und was ist das für ein Gestänge hinter deinem Kopf?«
Wir nennen das Überrollbügel – vielleicht etwas zu modern für das Auto, aber gut im Falle eines Unfalles. Vielleicht hätte es auch dir …
»Reden wir nicht drüber.«

Ok. Noch nicht.

Wir sind in Sherwood Oakes, einem feinen Vorort von L.A., angekommen. Deans Haus in der Sutton Street 14611 war damals gemietet.
»Von dem Restaurantbesitzer Nicco Romanos«, fällt er mir in die Gedanken, »250 Dollar habe ich monatlich für das Blockhaus geblecht. Aber ich habe es gemocht – es war viel Platz für meine Bongos und die ganzen Bullfighter-Poster.«
Als wir in seine alte Wohnstraße einbiegen, erkennt er sogar noch das grobe Betonpflaster und die alten Straßenlampen. Nur das Haus steht nicht mehr.
»Lass uns raus aus dieser Stadt«, sagt Dean melancholisch, »die Freiheit ruft.«
Wir verlassen L.A. über die 5. Was heute eine ewig breite Ausfallstraße ist, war 1955 die kleine, beschauliche 99. Es geht über Hügel und durch Täler des Angeles National Forest, nur Wald ist weit und breit nicht zu sehen. Eine Menge Meilen amerikanischer Langeweile liegen vor uns, hinter uns der blubbernde Trailer-Truck, Ansites Van und noch ein paar andere Begleitfahrzeuge.

»Damals, am 30. September 1955, bin ich auch vorneweg gefahren«, erinnert sich Dean, »hinter mir und Wütherich fuhren Bill und Sandy Roth, ein ‚Life‛-Fotograf, in einer schwerfälligen fetten Limousine. Sandy hat sich damals geärgert, dass ich etwas zu schnell fuhr, jedenfalls kamen die beiden nicht richtig hinterher. Sandy sollte ein paar Schüsse von der Fahrt zum Flugplatzrennen in Salinas machen, und ich hab’s einfach genossen, den Porsche fliegen zu lassen. Ich war zwar ganz oben, aber ein bisschen Publicity nebenbei hat ja noch niemandem geschadet.«

Ganz oben – und das ziemlich schnell. Wie hat deine Kariere eigentlich angefangen?

»Ganz unten. Es war so um 1950, ich war 19 Jahre alt, da fragten sie mich, ob ich in einem Werbespot mitmachen wolle. Das war mein erster Dreh: Ich steh während einer sterbenslangweiligen Party an so einem automatischen Klavier, aus dem nur schräge Töne kullern. Ich hau mit der flachen Hand drauf, das Ding spielt plötzlich Jazz, alle sind glücklich und trinken Pepsi. Ziemlich albern. Aber mir hat es dreißig Dollar eingebracht.«

Jeder fängt mal klein an. Kommt aber längst nicht so groß raus wie Dean: Am 21. September 1955 hat »Jenseits von Eden« Kinopremiere. Sein erster großer Kinofilm – ein Hammer. Über Nacht wird der lässige Cowboyhutträger fürs Publikum zum sanften, nachdenklichen Rebellen. Zwei weitere Filme sind bereits abgedreht: »… denn sie wissen nicht, was sie tun« und »Giganten«. Gigantisch auch Deans Gage – der Shootingstar kann sich locker Autos vom Schlage eines 550 Spyder leisten. Einziger Wermutstropfen: Für die Zeiten der Dreharbeiten musste er vertraglich auf seine Passion, das Racen, verzichten.
»Klar war das Mist«, bemächtigt er sich wieder meiner Synapsen und seiner heute gewollt klingenden Rebellensprache, »aber was macht man nicht alles für sein Hobby. Filme fertig, Vertrag ungültig, ab nach Salinas. Endlich wieder Rennen fahren. Waren ja bloß 300 Meilen.«

Die Fahrt zieht sich, selbst mit einem Beifahrer wie dem surrealen Dean. Der qualmt eine nach der anderen, hängt wie ein Schluck Wasser im Sitz und tut so, als wäre er nicht im Hier und Jetzt. Da ist ja auch was dran. Trotzdem, Zeit, ihn mit der Realität zu konfrontieren: Erzähl’ doch mal die Episode mit Gig Young.

»Also«, gräbt Dean in meinem Gedächtnis, »es ging um einen Werbespot für das National Safety Council in einer ‚Giganten’-Drehpause. War so ein gespieltes Interview. Mein Schauspielerkollege Young fragt mich gestelzt: ’Was sagen Sie zum Fahren auf dem Highway?’ Okay, eine selten blöde Frage, aber so schrieb es das Drehbuch vor. Und ich antworte: ‚Früher bin ich auch ganz schön gerast und habe unnötig viel riskiert. Aber seit ich Rennen fahre, bin ich auf der Straße ganz besonders vorsichtig geworden. Die Leute haben ja oft keine Ahnung, was für einen gefährlichen Mist sie bauen … ich habe überhaupt keine Lust mehr, zu rasen …’ Und beim Abgang, schon halb in der Tür: ‚Fahrt vorsichtig – vielleicht bin ich es, dem ihr damit das Leben rettet!’ Boah, was für’n Shit-Text. Keine Ahnung, ob das irgendwelche Kids vom Gasfuß geheilt hat …«

Mir fällt kein schlauer Kommentar dazu ein. Inzwischen haben wir die Berge verlassen, entern Kern County zwischen L.A., dem Central Valley und den kalifornischen Wüsten und nähern uns der Hauptstadt Bakersfield. Der Grund und Boden gehört zur Tejon-Ranch, das ist die größte Ranch in Kalifornien. Als wir in die Grapevine Road einbiegen, erwacht Dean aus seiner Nachdenklichkeit.

»Being an actor is the loneliest thing in the world. You are all alone with your concentration and imagination, and that's all you have.«

James Dean

»Ha. Hier hat er mich erwischt, der Kerl.«
Wer?
»Na, O t i e V. H u n t e r.« Dean scheint jeden Buchstaben zu betonen. »Der Cop der Gegend. War hauptsächlich scharf auf Raser. Okay, ich hatte 70 Meilen pro Stunde statt der erlaubten 55 drauf, aber dramatisch war das nicht. Außerdem war ich viel zu guter Laune, um mich über das Ticket zu ärgern.«

Während er danach versonnen wegdöst, passieren wir riesige Ölfelder, Mandelfelder, Weinfelder. Das war früher vielleicht alles etwas eine Nummer kleiner, aber viel aufregender als heute kann die Tour nicht gewesen sein. Erst als ich den Porsche mithilfe der immer noch zuverlässigen Trommelbremsen verlangsame, wacht er auf. Und erschrickt fast: Ein mehrere Meter hoher Papp-James-Dean blickt auf uns hinab. „Habt ihr noch alle an der Marmel?“ fragt mein merkwürdiger Beifahrer halb entsetzt, halb gebauchpinselt. Ach Jamie, du musst endlich einsehen, dass du auch im Jahr 2013 noch Kult bist.
Wir sind an der Kreuzung der Highways 33 und 46, genannt Blackwells Corner. »James Deans last stopp« verkünden die Schilder, und Erkennen spiegelt sich in Deans Augen wider.

»Na klar, hier haben wir Pause gemacht«, sagt er. Na ja, die alte Tankstelle ist 1967 abgebrannt, die neue Texaco-Anlage kann er nicht kennen, und auch sonst steht kein Gebäude mehr von damals – aber der Ort stimmt wenigstens. Lass uns reingehen – ist bestimmt interessant. By the way: Die Legende sagt, du hast hier zum letzten Mal etwas zu dir genommen. Einen Apfel? Eine Coke? Einen Kaffee? Die Meinungen gehen da auseinander …
»Aber sonst habt ihr keine Probleme, oder? Let’s go.«

Besitzer des Mini-Mart ist Kossie Dethloff, und der hat seine Bude zum Wallfahrtsort ausgebaut. Dean auf Spiegeln, Dean auf Postern, Dean auf Nummernschildern, Dean auf Kinderzeichnungen. Und selbst auf den Mandelpackungen steht was mit Dean. »Hi Marilyn, hi Humphrey«, grüßt Dean seine Schauspieler-Kollegen, die hier ebenso auf Bildern verewigt sind, wenn auch nicht in gleicher Quantität und Qualität.

Wir verlassen den Laden langsam, nachdenklich ein paar Mandeln kauend. Damals tat Dean hier seine letzten Schritte auf der Erde als quicklebendiges Idol, Roth schoss die letzten Bilder des lebenshungrigen Tempo-Freaks. Wir halten aber noch einmal vor der Unglückskreuzung, okay?
„Okay.“

Mir ist nicht nach Denken zumute, ihm nicht nach Reden.
Wir stoppen auf dem Highway 46 oben am Polonio Pass im San Luis Obispo County. Von hier ist im Tal die Schicksalskreuzung der 41 und 466, die heute 46 heißt, mit guten Augen noch zu sehen. Ich steige aus, Dean auch. Lange stehen wir da, einfach nur so.
»Da unten?« fragt Dean schließlich.
Dass ich nicke, merkt außer ihm niemand.
»Erzähl«, sagt er kurz und trocken.

Okay – vorab: Du fährst ausnahmsweise mal nicht zu schnell. Du weißt genau, was du tust, und Wütherich döst neben dir. Die Straße ist frei – bis auf den zweifarbigen 50er Ford Tudor, der aus Süden die 466 hinaufkommt. Um 17.45 Uhr nähert ihr euch ungefähr gleichzeitig der Kreuzung. Der 23 Jahre alte Ford-Fahrer Donald Turnupseed will wohl in die 41 abbiegen. Du sagst noch so was wie »Der Typ wird anhalten. Der sieht uns …«. Just in dem Moment rollt er auf eure Straßenseite. Ihr habt keine Chance: Der linke vordere Kotflügel des Ford erwischt deinen Porsche und hebelt ihn aus. Du, Wütherich und der Porsche fliegen 50 Fuß durch die Luft. Kannst du mir mal sagen, warum ihr die Gurte nicht benutzt habt, die du extra hast einbauen lassen? Egal, vielleicht war es für deinen Beifahrer ein Glück. Denn der fliegt aus dem Wagen, wird zwar schwer verletzt, aber überlebt.

Pause.

»Und ich?« fragt Dean mit seinen stets traurig wirkenden Augen.
Ich atme einmal tief durch, denke mit Scheuklappen, um Deans Reaktion nicht zu sehen, wenn ich versuche, die folgenden Sekunden so nüchtern wie möglich zu beschreiben: Dein Auto begräbt dich. Es zerschmettert dir Kiefer, Becken und Wirbelsäule. So finden dich Hickman und Roth, die etwa drei Minuten später an der Kreuzung eintreffen. Roth macht Fotos an der Unfallstelle, aber keine Sorge, er veröffentlicht nur die von den Wracks. Die von dir, hilflos im Staub unter Trümmern liegend, vernichtet er – er ist ein echter Freund. Genauso wie Hickman, der dich in den Armen hält, bis ein Rettungswagen dich ins Hospital von Paso Robles bringt. Da wirst du um 17.59 Uhr für tot erklärt.

»Racing is the only time I feel whole.«

James Dean

Ich rede einfach weiter, mich nicht drum kümmernd, ob Dean noch zuhören kann: Turnupseed erleidet nur einen Schock und leichtere Verletzungen. Lange wirst du für den Unfall verantwortlich gemacht, weil du eigentlich immer zu schnell gefahren bist. Ist vielleicht nur ein kleiner Trost, aber mit modernen Mess- und Berechnungsmethoden ist heute klar, dass Turnupseed einen Fehler machte. Für den ist er allerdings nie verurteilt worden.

Mit starrem Blick nach vorne starte ich den kleinen, wunderschönen Wagen. Der Mund ist trocken, was nicht an der Kraft der tief stehenden Sonne liegt. Ich stoppe vor dem Schild »James Dean Memorial Junction«. Nicht weit von hier, an Jacks Ranch Cafe bei Cholame, hat ein Japaner vor einigen Jahren eine Gedenkstätte eingerichtet. Mit großem Stein, Inschrift, Unendlichkeitszeichen. An der Kreuzung selber haben Dean-Fans im Jahr 2005 – zu Deans 50. Todestag – Artefakte an den Zaun gehängt, die bis heute niemand zu entfernen wagte: zum Beispiel eine Sonnenbrille; ein paar Cent; eine Halskette; drei verblasste Bilder, die Sanford Roth an dieser Stelle vor mehr als 57 Jahren aufnahm. Sie zeigen die damals kleine Provinz-Kreuzung, die Weite drumherum, die einsamen zerstörten Autos. Kein Verkehr, keine Schaulustigen, keine Reporter. Nur Schrott und eine Ambulanz.
Was für ein unglaubliches Schicksal, dass sich hier die Wege eines jungen Studenten und eines jungen Schauspielers auf so tragische Weise kreuzten. Nicht wahr, James?
James? J a m e s?

James Byron Dean ist nicht mehr da.
Wahrscheinlich hat sich der Unsterbliche in irgendeinen anderen Porsche gesetzt …


Letzte Beiträge

Leo Plank: Eine Welt größer als zu Hause

Leo Plank hat als Stuntman nicht nur in Filmen wie »Resident Evil«, »Die Tribute von Panem« oder dem neuen »Matrix«-Film mitgearbeitet. Sondern ganz nebenbei auch noch das Snowboard miterfunden. Darüber wollten wir dann natürlich etwas mehr erfahren.

Cool down: die ramp Ice Experience Party am Bilster Berg

Schnee, Schnee und noch mehr Schnee. Dazu Eiseskälte. Und diesen Bilderbuchwinterwettersonnenschein. Perfekte Bedingungen also für eine spontane Runde Skijöring am Bilster Berg. Mit von der (Rutsch-) Partie: Skisportler Christoph Friedel, Hyundai Motorsport Customer Racing Driver Luca Engstler sowie der neue Hyundai Tucson und das i20 Coupé WRC.

LeRoy Grannis: Surfin' USA

Der perfekte Tag? Sah dann so aus: Du hast dir das Surfboard geschnappt, das Auto gestartet und bist von Strand zu Strand gefahren. Immer dem Ruf von Sommer, Sonne, Wind und Wellen hinterher. Immer auf der Suche nach der perfekten Welle. Eine Hommage an Surf-Fotograf LeRoy Grannis.

Gelebte Geschichte: Gordon Murray T.50s

Niki Lauda kann man einfach nicht vergessen. Der Konstrukteur Gordon Murray geht trotzdem auf Nummer sicher und erinnert mit dem neuen »T.50s Niki Lauda« an seinen langjährigen Freund. Für ein unvergessliches Fahrerlebnis nutzt der Sportwagen dabei einen hochdrehenden V12-Motor, ausgefeilte Aerodynamik und einige historische Anleihen.