Die Raum-Zeit-Kapsel: Hyundai Ioniq 5

Keine auf- oder überregte Welt weit und breit. Outdoor-Homeoffice in Schweden mit dem Hyundai Ioniq 5. Und der skandinavische Stil als feine Coolness-Note obendrauf. Schön kalt ist es dort oben ja ohnehin.
Text Jack Weil
Bild Kirill Kirsanov · ramp.pictures

»Um Wissen produktiv zu machen, müssen wir lernen, sowohl den Wald als auch den einzelnen Baum zu sehen.« Wo ginge das besser als direkt in der Natur? Wenngleich diese einleitende Erkenntnis des US-Ökonoms Peter Drucker natürlich keine bildliche Handlungsanweisung ist, die uns auffordert, direkt in die unberührte Natur zu ziehen.

Dennoch darf in diesem Fall die bildliche Brücke geschlagen werden, denn die Natur bietet sich heute mehr denn je als idealer und inspirierender Rückzugsort für die kreative Selbstreflexion beim Arbeiten in einer Gesellschaft an, die sich vor lauter gehetzter Gleichzeitigkeiten offenbar immer öfter und schneller nur noch im Kreis dreht. Für die guten Ideen aber brauchen wir den gesunden Rückzugsort, einen Raum, der einerseits die nötige Sicherheit, anderseits die Weite bietet, damit Ideen wachsen können. Die natürliche Blaupause für so einen Raum bietet – natürlich – die skandinavische Wildnis.

»Um Wissen produktiv zu machen, müssen wir lernen, sowohl den Wald als auch den einzelnen Baum zu sehen.«

Paul Drucker

Hyundai hat das erkannt. Der Gedanke an eine Flucht aus der Stadt in die Natur hat seinen Reiz. Wir brauchen hierzu nur gewisse Rahmenbedingungen. Und genau diese schafft Hyundai mit einem transportablen Today’s Office des skandinavischen Studio Puisto Architects mitten in der Natur, rund 30 Fahrminuten außerhalb von Stockholm und jenseits jeglicher Erschließung durch Menschen. Heißt: Es gibt dort keine Infrastruktur. Der Clou: Damit die Holzkabine vollauf funktioniert, braucht es einen Ioniq 5, der dient einerseits als Designinspiration, ist andererseits aber vor allem stabile Versorgungsstation mit seinem integrierten Convenience Feature Vehicle-to-Load (V2L): Per bordeigener 230-Volt-Steckdose und einer Stromleistung von 3,6 Kilowatt können auch größere elektrische Geräte wie zum Beispiel ein E-Bike über das Auto aufgeladen werden. Somit gibt es dann eine Heizung, Wi-Fi, Licht, TV, Musik, einen Kühlschrank – und was es eben sonst noch so braucht für einen inspirierenden Homeoffice-Outdoor-Tag. Maximal zwei Personen können sich so vollauf dem Stadtrummel und der Alltagshektik in die skandinavische Natur entziehen.

Ein Hauptaugenmerk bei der Entwicklung lag natürlich auf dem Thema Nachhaltigkeit. Hier tragen die Erkenntnisse von Micro Housing und die Tatsache, dass die Kabine in einem Stück entfernt werden kann, dazu bei, dass nahezu keinerlei Auswirkungen auf die Natur bleiben.

Bei so idealen Rahmenbedingungen lässt sich die Arbeit natürlich weit kreativer, inspirierter und effizienter erledigen. Das bedeutet aber auch, dass am Ende des Tages vermutlich ziemlich viel Zeit übrig bleibt, um sich anderen Dingen zu widmen. Da die Hütte für zwei Personen ausgelegt ist, empfehlen wir freilich das Naheliegende – eine gute Partie Schach.

Sollte man sich tatsächlich in die vollkommene Einsamkeit alleine zurückziehen, halten wir es mit Bill Gates, der genau das ein Mal pro Jahr für eine Woche tut, um Bücher zu lesen. So erlange er das nötige Verständnis und den Durchblick für die wahrlich großen Zusammenhänge. Falls Sie sich jetzt fragen, welche Bücher Sie lesen sollten, hier unsere Liste der top fünf Bücher, die Bill Gates nachhaltig beeindruckt haben.





Bills Leseliste:
· »Bad Blood – Die wahre Geschichte des größten Betrugs im Silicon Valley« von John Carreyrou
· »21 Lektionen für das 21. Jahrhundert« von Yuval Harari
· »Army of None«, nur auf Englisch erhältlich, von Paul Scharre
· »Befreit – Wie Bildung mir die Welt erschloss« von Tara Westover
· »Mach mal Platz im Kopf – Meditation bringt’s!« von Andy 

→ Lesen Sie diese und zahlreiche weitere Geschichten in der rampstyle #24.


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