Director’s? Cut! Das ramp.bundle für den Sommer

An einem langen Wochenende bleibt Zeit, sich den Dingen in Ruhe zu widmen. Zum Beispiel einem Director’s Cut. Oder sich mal wieder von intelligenter Unterhaltung anregen zu lassen. Weshalb wir ihnen hier gleich zwei Variationen unseres Kreativchefs Michael Köckritz vorstellen möchten: das ramp Director’s Cut Bundle aus ramp #57 und rampstyle #25.
Text Alfred Rzyski
Bild David Bailey / Marko Knab • ramp.pictures

Zwei coole Typen, zwei Director’s Cuts, ein Bundle: Das ist unsere persönliche Sommer-Kombination aus ramp #57 und rampstyle #25. Während das Titelbild der rampstyle #25 die Designerlegende Tom Ford schmückt, bekommt in der ramp #57 unser Wiener Kult-Autor Kurt Molzer sein eigenes Cover. Fanden wir jetzt einfach mal logisch, unsere beiden Fixpunkte Mode und Motor zusammen in ein einzigartiges Bundle zu packen. Und passend. Denn Designerin Diane von Furstenberg fasste es einmal treffend zusammen: Tom Ford sei eine Mischung zwischen einem »Rolls-Royce und dem Marlboro Man«. Für die Frauen entwarf er tiefe Ausschnitte – für das Dekolleté wie für den Rücken – und minimale Tops, die wie über den Oberkörper gebundene Streifen aussehen.

Für die Männer Samthosen und aufgeknöpfte Hemden, ein radikal lässiger Look. Nicht zu vergessen seine provokanten Werbekampagnen, mit denen er die Welt schockierte. Aber wie groß diese Anziehungskraft des Neuen war! In den ersten Saisons soll der Umsatz von Gucci um neunzig Prozent pro Jahr gestiegen sein. Was man auch erwähnen muss: Als Tom Ford in Europa arbeitete – zuerst bei Gucci, später bei Yves Saint Laurent –, hielten ihn die Amerikaner für zu europäisch. Auf dem alten Kontinent fand man ihn hingegen zu offensiv. Und wir hielten es am Ende einfach nur angebracht, der Mode-Macher und Kreativ-Genie dann auch ein eigenes Style-Cover bei der rampstyle #25 »Keep it Simple and Smart« zu widmen.

Und Kurt? Ist einfach Kult! Was dann auch schon einfach Grund genug war, unserem Wiener Autor in der ramp #57 »Geht’s noch?« gleich ein ganzes Cover zu widmen. Darauf zu sehen: der Schrecken, der unseren Autor bei seiner Autobahnfahrt mit einer Citroën 2CV, landläufig auch als »Ente« bekannt, durchfährt. Diese Geschichte lesen Sie in aller Ausführlichkeit im Inneren des Heftes. So viel können wir aus Kurts Panik-Protokoll aber schon verraten:

»Mit der Ente kannst du nämlich nicht mal kurz auf die Tube drücken und dich in der nächsten Lücke einordnen, du bist einfach nur ziemlich im Arsch und fragst dich: Hält sich auch nur einer von den Truckern an die für ihn vorgeschriebenen 80 km/h Höchstgeschwindigkeit? Es brauchte seine Zeit, bis ich meinen Platz gefunden hatte in diesem Mahlstrom des Wahnsinns, auf der rechten Spur, wo sonst. Ich war auf der A81, bei Ludwigsburg, kein Tempolimit. Auftragsgemäß begann ich also daran zu denken, wie es wäre, wenn ich hier in einem Supersportwagen dahinfliegen würde. Es gelang mir nicht, ich musste an einen andern denken: Radim Passer, 58 Jahre alt, kugelblanker Schädel, angeblich tiefgläubiger Christ. Im vergangenen Sommer raste der tschechische Unternehmer und Multimillionär in seinem 1.500 PS starken Bugatti Chiron mit 417 km/h frühmorgens in Sachsen-Anhalt über einen unlimitierten Streckenabschnitt der A2. Er filmte die Fahrt und stellte das Video Anfang des Jahres online. Seitdem ist er weltberühmt.«

So wie spätestens jetzt auch unser geschätzter Kurt.

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