Text: Wiebke Brauer
Bild: Dirk Behlau
6 min

Dirt Track Races: Nichts für Hipster

Eine Schotterpiste, Autos und Mopeds, die bis 1959 gebaut worden sind – und ein Haufen Irrer.

Schon der Anfang ließ sich seltsam an. Eigentlich ging es ja nur darum, eine Geschichte über die Hindenberg Dirt Track Races zu schreiben. Einfache Sache? Von wegen! Gaaaanz sensibles Thema. Meinte Dirk Behlau. Das ist der Fotograf. Der kennt seine Gemeinde schon seit Jahren. Er machte klare Ansagen: Hackordnung beachten. Und vor allem die richtigen Begriffe verwenden. Da sei man sehr pingelig.

Das Telefonat mit Stefan Immke, dem Gewinner der Dirt Track Races 2017, wurde entsprechend behutsam geführt. Immke befand sich während des Interviews gerade auf dem Weg ins Flugzeug, erzählte, dass sein Ford Sedan von 1940 nicht geradeaus fährt, dass sein „Sidewinder Racing Team“ deswegen so heißt, weil er lange Giftschlangen züchtete und die Sidewinder-Klapperschlange immer sein Liebling war, dass sein Daily Driver ein Shelby GT 500 sei, er auch einen Hummer hätte – aber jetzt mal kurz nach China einchecken müsste.

Ein extremer Typ? Findet Immke selbst nicht. „Wenn ich einen Motorcross-Fahrer oder einen Unfallchirurg sehe, denke ich, dass der extrem ist und er selber findet es normal.“ Kann man natürlich so sehen. Was er sonst noch so zu berichten hatte – und überhaupt die ganze Geschichte über die Hindenberg Dirt Track Races – findet sich jetzt im neuen Jubiläumsheft.

Das Buch zum Event: „Sidewinder Racing“ by Dirk Behlau

Ein 100-Seiten-Fotoband in Kleinauflage. Fotografiert an einem Wochenende auf dem Hindenberg Speedway, 104 Seiten plus DVD, 39,95€ + Versand.

Bestellbar unter: www.thepixeleye-shop.com

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