Earth Mission: Cupra bei der Extreme E

Natürlich kann man sich immer nur im Kreis bewegen. Oder in die Zukunft denken und einen radikal anderen Ansatz wählen – wie die neue Offroad-Rennserie Extreme E.
Text Jana Doe
Bild Presse

»Eine neue Art des Denkens ist unerlässlich, wenn die Menschheit überleben und sich auf ein höheres Niveau bewegen will.« Der Satz von Albert Einstein stammt aus dem Jahr 1946. Selten erschien er dringlicher als heute. Und vermutlich deswegen wird man besonders hellhörig, wenn tatsächlich einmal etwas Neues geschieht, ein Umdenken stattfindet oder – wie in diesem Fall – Natur und Technik ineinandergreifen. Wie alles begann? Ende 2018 traf sich ein Mann namens Alejandro Agag mit seinem Freund Gil de Ferran zum Frühstück – und dann hatten die beiden einen ziemlich guten Einfall, der ein spektakuläres Abenteuer mit dem Bewusstsein für die Auswirkungen des Klimawandels verbinden sollte. Genauer gesagt: eine Rennserie mit elektrischen Boliden, die an entlegenen Orten dieser Erde gegeneinander antreten.

Exakt diese Idee hat nun eine konkrete Form angenommen. In diesem Jahr startet die erste Saison der Extreme E, mit zehn Teams und an fünf außergewöhnlichen Rennschauplätzen. Dabei fußt die Rennserie auf drei Grundgedanken: Elektrifizierung, Nachhaltigkeit und Gleichberechtigung.

CUPRA ist der einzige europäische Automobilhersteller, der in die Rennserie eingestiegen ist. Wobei das vielleicht nicht ganz sauber formuliert ist. Es ist der vorerst einzige. Aber einer muss ja immer der Erste sein.

Was die Elektrifizierung angeht, heißt das SUV für die Extreme E 2021 »Odyssey 21«. Die ersten beiden Saisons der Extreme E sollen noch mit diesem Einheitsauto gefahren werden, später sind auch Eigenentwicklungen möglich. »Odyssey 21« verfügt über einen batterieelektrischen Antrieb mit 550 PS, verbunden mit einem Drehmoment von 920 Newtonmetern beschleunigt das SUV in 4,5 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 200 km/h, dazu kann das Auto Steigungen von bis zu 130 Prozent erklimmen. Technisch dürfen die Teams nichts am »Odyssey 21« ändern, nur Design und Karosserie sind individualisierbar.

»Odyssey 21« verfügt über einen batterieelektrischen Antrieb mit 550 PS, verbunden mit einem Drehmoment von 920 Newtonmetern beschleunigt das SUV in 4,5 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 200 km/h, dazu kann das Auto Steigungen von bis zu 130 Prozent erklimmen.


Was das Thema Nachhaltigkeit angeht: Am Ende der ersten Saison soll die Rennserie klimaneutral werden, darum wird auch ein Schiff als Transportmittel für die Rennautos und als Fahrerlager genutzt: die St. Helena. Das ehemalige britische Postschiff wurde für den Einsatz aufwendig modernisiert, der Motor komplett überholt, um die Emission zu senken. Außerdem wird ein Team von vier Wissenschaftlern mit beratender Funktion mit an Bord sein, mit deren Hilfe die Extreme E plant, an allen fünf Rennorten mit lokalen Umwelt-Initiativen einen Beitrag zur Wiederherstellung beschädigter Ökosysteme zu leisten. Die Schauplätze der Extreme E sind Al'Ula in der Wüste von Saudi-Arabien, um auf die zunehmende Dürre hinzuweisen, als Zweites die Atlantik-Küste im Senegal, im Hinblick auf Plastikmüll und den steigenden Meeresspiegel, dann die grönländische Arktis, aufgrund schmelzender Polkappen, der bedrohte Amazonas-Regenwald in Brasilien und schließlich die Region Patagonien in Argentinien wegen der schwindenden Gletscher.

1/4Die erste Station der Extreme E führt am 4. April nach Al’Ula in Saudi-Arabien, genauer gesagt in die größte zusammenhängende Sandwüste der Welt. Ziel der Etappe: auf die zunehmende Dürre und die drohende Wasserknappheit hinzuweisen. Danach geht es am 30. Mai an die Atlantikküste zum Lac Rose in Senegal, Thema ist hier der Zustand der Meere. Im August heißt der Austragungsort Kangerlussuaq, in Grönland wird auf die schmelzenden Polkappen hingewiesen. Die vorletzte Etappe führt im Herbst in den brasilianischen Bundesstaat Pará zum Schutz des Amazonas – und im Winter geht es schließlich nach Feuerland wegen der schwindenden Gletscher. Credit: iStock / Alamy Stock Photo / Shutterstock
2/4Die erste Station der Extreme E führt am 4. April nach Al’Ula in Saudi-Arabien, genauer gesagt in die größte zusammenhängende Sandwüste der Welt. Ziel der Etappe: auf die zunehmende Dürre und die drohende Wasserknappheit hinzuweisen. Danach geht es am 30. Mai an die Atlantikküste zum Lac Rose in Senegal, Thema ist hier der Zustand der Meere. Im August heißt der Austragungsort Kangerlussuaq, in Grönland wird auf die schmelzenden Polkappen hingewiesen. Die vorletzte Etappe führt im Herbst in den brasilianischen Bundesstaat Pará zum Schutz des Amazonas – und im Winter geht es schließlich nach Feuerland wegen der schwindenden Gletscher. Credit: iStock / Alamy Stock Photo / Shutterstock
3/4Die erste Station der Extreme E führt am 4. April nach Al’Ula in Saudi-Arabien, genauer gesagt in die größte zusammenhängende Sandwüste der Welt. Ziel der Etappe: auf die zunehmende Dürre und die drohende Wasserknappheit hinzuweisen. Danach geht es am 30. Mai an die Atlantikküste zum Lac Rose in Senegal, Thema ist hier der Zustand der Meere. Im August heißt der Austragungsort Kangerlussuaq, in Grönland wird auf die schmelzenden Polkappen hingewiesen. Die vorletzte Etappe führt im Herbst in den brasilianischen Bundesstaat Pará zum Schutz des Amazonas – und im Winter geht es schließlich nach Feuerland wegen der schwindenden Gletscher. Credit: iStock / Alamy Stock Photo / Shutterstock
4/4Die erste Station der Extreme E führt am 4. April nach Al’Ula in Saudi-Arabien, genauer gesagt in die größte zusammenhängende Sandwüste der Welt. Ziel der Etappe: auf die zunehmende Dürre und die drohende Wasserknappheit hinzuweisen. Danach geht es am 30. Mai an die Atlantikküste zum Lac Rose in Senegal, Thema ist hier der Zustand der Meere. Im August heißt der Austragungsort Kangerlussuaq, in Grönland wird auf die schmelzenden Polkappen hingewiesen. Die vorletzte Etappe führt im Herbst in den brasilianischen Bundesstaat Pará zum Schutz des Amazonas – und im Winter geht es schließlich nach Feuerland wegen der schwindenden Gletscher. Credit: iStock / Alamy Stock Photo / Shutterstock

Fehlt noch der letzte Punkt, die Gleichberechtigung. Tatsächlich wird die Extreme E von gemischten Teams gefahren. Um nur ein paar vorzustellen: Rennlegende Mattias Ekström steigt beispielsweise mit Claudia Hürtgen für ABT CUPRA XE ins Cockpit. Christine Giampaoli Zonca und Oliver Bennett fahren für Hispano Suiza Xite Energy, Molly Taylor und Johan Kristoffersson für Rosberg Xtreme Racing. Cristina Gutierrez und Sébastien Loeb treten für Lewis Hamiltons X44 an.

Noch ein sehr wichtiger Punkt: CUPRA hat eine absolute Pionierrolle bei dem neuen Rennformat eingenommen und ist der einzige europäische Automobilhersteller, der in die Rennserie eingestiegen ist. Wobei das vielleicht nicht ganz sauber formuliert ist. Es ist der vorerst einzige. Aber einer muss ja immer der Erste sein.

Die FahrerInnen

Claudia Hürtgen ist eine der erfolgreichsten deutschen Motorsportlerinnen, so gewann sie unter anderem zwei Mal die Meisterschaft in der Deutschen Tourenwagen Challenge. Außerdem nahm sie vier Mal am 24h-Rennen in Le Mans teil. Der Schwede Mattias Ekström ist zweimaliger DTM-Champion und Rallycross-Weltmeister.


Letzte Beiträge

Seen: Der Porsche 904 Living Legend erwacht zum Leben

Unter dem Titel »Porsche Unseen« verankerte Porsche erst kürzlich bislang geheime Designstudien in unserem Bewusstsein. Für die rampstyle #22 träumten wir die Angelegenheit dann munter weiter und verankerten unsere Unseen-Favoriten wiederum erstmals in Geschichten und im echten Leben. Hier zeigen wir euch exklusives Making-of-Material des Porsche 904 Living Legend.

Another Day in Paradise: Till Brönner fotografiert Alvaro Soler

Ein Studio, zwei außergewöhnliche Musiker, einer davon ein richtig guter Fotograf. Und dann entdeckten Alvaro Soler und Till Brönner auch noch diesen Porsche 911 Targa in diesem Orange.

rampstyle #22 - Ich für mich

Was uns ausmacht? Letztlich ist es immer unsere Persönlichkeit. Dieses wunderbar schillernde und einzigartige Ich, mit dem wir uns und der Welt begegnen. So weit, so gut – aus der Sicht der anderen. Aber bleiben wir lieber bei uns selbst und widmen uns in dieser Ausgebe des Magazins den Fragen: »Wer will ich sein?« und »Wofür lohnt es sich zu leben?«

A Bigger Splash

David Hockney malte ihn, Regisseure wie François Ozon widmeten ihm ganze Filme – und auch viele Motive von Fotograf Tony Kelly entstanden am Swimming Pool. Aber nicht nur in der Popkultur ist der künstliche Ort der Ablühlung gefragt - auch an Tagen wie heute. Eine kleine Fallbetrachtung.