Einfach schön? Schön einfach!

Eine Design-Ikone braucht so wenig Design wie möglich. Dazu eine Philosophie, die neben Ästhetik auch Nutzerfreundlichkeit und Innovation fokussiert. Dann wird’s im besten Falle einfach schön – eben ein echter Klassiker. Anlässlich des »National Simplicity Day« präsentieren wir Ihnen fünf absolute Design-Ikonen.
Text Lutz Fügener
Bild WE! shoot it

Weltempfänger Braun T1000 von Dieter Rams. Visionen, die Wirklichkeit wurden, erscheinen aus heutiger Sicht wenig spektakulär – völlig zu Unrecht. Rams befreit eine ganze Generation elektronischer Geräte von ihrer Datierbarkeit. Auch heute wären sie in der Ausstellung eines Elektronikmarktes völlig unauffällig.

Die Afri-Cola-Flasche von Jupp Ernst. Funktionalität und Ästhetik in spielerischer Symbiose – gestaltet vor dem Hintergrund des omnipräsenten und übermächtigen Vorbilds und Konkurrenten Coca-Cola. Gekrönt durch ein Grafikdesign, das in Sachen Zeitlosigkeit und Wiedererkennbarkeit locker mit dem amerikanischen Platzhirsch mithalten kann.

KleinbildKamera Leica M10. Sie schüttelt mit Leichtigkeit alles Retrospektive ab – besser kann man den Unterschied zwischen modern und modisch kaum vergegenständlichen. Die noch durch Filmrollen bedingte Gehäuseform hat sich dank ihrer ergonomischen Qualitäten längst von der alten Technologie emanzipiert.

Der erste iPod von Jonathan Ive – einem erklärten Bewunderer der Arbeit von Rams.
Seine Formen sind nicht mehr vorgegeben vom Inhalt – sie sind reines Interface. Damit steht der Ur-iPod exemplarisch für eine ganze noch junge Kategorie von Produkten. Apropos jung: Ives Entwurf altert ausschließlich am rasanten Fortschritt der Display-Technologien.

Plastic Chair von Charles und Ray Eames. Früher Versuch mit einem neuen Material – und ein Volltreffer: Dem Ehepaar Eames ist ein überragend gutes Sitzmöbel gelungen, gänzlich unabhängig von Zeit und Ort. Der Begriff Design-Klassiker ist hier beinahe zu retrospektiv – der Entwurf ist so zeitlos, er könnte erst gestern entstanden sein.


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