Text: Alexander Morath
Bild: syngs
1 min

Es werde Licht: die Rückkehr der Neonröhre

Während uns noch vor wenigen Jahren an jeder Ecke grelle Neonreklamen entgegenleuchteten, hat ihnen der rasante Aufstieg der LED-Technik mal kurzerhand das Licht ausgeknipst. Zeit für einen Abgesang also? Mitnichten. Denn die augenscheinlich aus der Mode gekommene Neonröhre strahlt in Berlin derzeit heller denn je. Und vor allem: schöner. Inspiriert von den Neon-Werken zeitgenössischer Künstler wie Olafur Eliasson oder Bruce Naumann haben sich in der deutschen Hauptstadt drei junge Männer zusammengetan, die mit ihrem Start-up »sygns« das klassische Handwerk der Neonglasbläserei wieder aufleben lassen. Und mit neuen, aufregenden Designs dem Zeitgeist anpassen. »Das Zusammenspiel der Themen Licht, Handwerk und Design ist aktuell deutlich unterrepräsentiert beziehungsweise wird oft unterschätzt. Aus diesem Grund kann man hier auch noch viel machen«, erklärt Anthony Genillard, einer der drei Gründer, in einem Interview mit dem Onlinemagazin »Edition F« die Nische, in der sich sygns seit 2014 zuhause fühlt. Aber kann man in Anbetracht eines Kundenstamms, zu dem der Sportartikelhersteller adidas ebenso gehört wie die Mercedes-Benz »Fashion Week« oder »Audi City Paris«, überhaupt noch von einer Nische sprechen? Sei’s drum. Fakt ist: Die Strahlkraft von syngs, sie nimmt zu. Stetig.

Und so entstehen in Zusammenarbeit mit Künstlern aus unterschiedlichen Bereichen wie Architektur oder Grafik-Design und im Kundenauftrag einzigartige Neon-Installationen, die das LED-Licht mal eben in den Schatten rücken. Insbesondere in ästhetischer Hinsicht.

sygns.de

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