Function Follows Form: Lamborghini bei der Autostyle 2021

Am 7. Oktober startet die Autostyle Design Comeptition – als digitales Event mit exklusiven Livestreams und Workshops, für die man sich ab sofort registrieren kann. Ebenfalls dabei: Lamborghini Chefdesigner Mitja Borkert, der am 25. November für die italienische Marke auftritt.
Text Alfred Rzyski
Bild Lamborghini


Die Autostyle 2021 mit Lamborghini, Volvo, Ford, Ferrari, Bulgari und Maserati.

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Ferruccio Lamborghini war ein Mann einfacher Prinzipien. Konsequent in seinen Entscheidungen. Kompromisslos bisweilen. Und was das Aussehen eines Lamborghini betraf, so hatte er hierfür eine simple, aber ebenso überzeugende Methode entwickelt: Immer wenn er mit einem seiner Autos herumfuhr, beobachtete er die Menschen am Straßenrand. Wenn sie sich nicht umdrehten und die Augen aufrissen, war der Stil nicht gut. Wir erinnern uns: Mit diesem Stil, einer Mischung aus neuartigem Design und technischer Innovation, trat Ferruccio Lamborghini den renommierten Sportwagenbauern der 1960er-Jahre ordentlich in den Hintern. Allen voran dem Nachbarn aus Maranello natürlich. Mitja Borkert, seit Mai 2016 Designchef in Santa’Agata, zieht da einen populären Vergleich: »Ferruccio Lamborghini war für mich der Elon Musk der Sportwagenbauer der 1960er-Jahre.«

Autostyle begann als Wettbewerb für Studenten von europäischen Designschulen – und wurde ein echter Erfolg: inzwischen gehören neben dem Kolloquium eine Ausstellung von Fahrzeugen und zahlreiche Workshops zum Angebot. Die 2021-Edition findet virtuell statt und ist über exklusive Livestreams offen für Publikum – jetzt registrieren!


Und Borkert fühlt sich dieser Tradition verpflichtet. Für ihn gipfelte der Stil von Ferruccio Lamborghini im Countach, seinerzeit gezeichnet von Marcello Gandini. »Der Countach ist für mich die reine Skulptur, die unverwässerte Essenz dessen, was einen Lamborghini ausmacht.« Von ihm leitet Borkert die Gandini-Linie ab, die sich wie ein einzigartiger DNA-Baustein in jedem Lamborghini – vom Countach über den Diablo, den Murciélago, den Gallardo bis hin zu Aventador, Huracán und jetzt sogar den Urus und natürlich den Terzo Millennio  – ziehen muss. Eine Linie, so einfach und einprägsam, dass sie selbst ein Kleinkind mit einem Lamborghini zusammenbringt.

»Immer wenn ich die Gandini-Linie zeichne freut sich mein Sohn und ruft: Lamborghini!«

Mitja Borkert

Lamborghini war und bleibt laut. Bleibt noch die Frage nach der Zukunft? Die wird im Terzo Millennio angedeutet. Und einem Beschluss der Firmenleitung nach elektrsich. Vorher holt Lamborghini aber noch Schwung – und lässt sich mit dem Countach LP800-4 von der eigenen Historie, der Gandini-Linie und einem mildhybridisierten V12 inspirieren. Und über nichts weniger spricht Mitja Borkert dann wahrscheinlich auch im Verlauf der Autostyle. Wobei uns der Absolvent der Pforzheimer Design-Hochschule uns schon öfters überrascht hat.


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