Hideaways: Summer Slowlife

Wo es diesen Sommer noch hingehen könnte? Wir helfen gerne aus. Und fassen kurz zusammen: in den Wald, in den Luxus-Zug, auf die Insel und in heiße Quellen.
Text Wiebke Brauer
Bild Presse

Waldfrieden: Treehotel, Schweden

Wohin zieht man als moderner Städter, wenn man den Überblick verloren hat? Am besten in ein Baumhaus. Gleich sieben davon stehen in Harads in Schweden, sechzig Kilometer südlich des Polarkreises. Gegründet wurde das Treehotel von der ehemaligen Krankenschwester Britta Jonsson-Lindvall und ihrem Mann Kent, die einfach in ihrer Gegend leben und arbeiten wollten. Jedes Baumhaus ist ein Kunstwerk, das von einem anderen Architekten entworfen wurde. Das »Bird’s Nest« sieht aus wie ein überdimensionaler Adlerhorst und bietet Platz für eine vierköpfige Familie, »The Ufo« schwebt wie eine Untertasse zwischen den Baumstämmen, der »Mirror Cube« ist mit Spiegeln verkleidet, dann gibt es noch »The Cabin«, »The Dragonfly« und »The Blue Cone«. Das siebte Luxus-Baumhaus des Hotels trägt den Namen »The 7th Room« und thront ungefähr zehn Meter über dem Boden. Bis zu fünf Gäste finden in der 75 Quadratmeter großen Unterkunft Platz, Mutige übernachten im Sommer auf dem in der Mitte gespannten Netz, eine Art Terrasse. Das Baumhaus hat – wie das »Dragonfly« – auch ein Badezimmer mit Dusche, ein bisschen (umweltfreundlicher) Luxus schadet ja nie.






Rosige Aussichten: Orient-Express, Italien

Wenn wir eine Sache inzwischen richtig gut beherrschen, dann ist es ja wohl die Vorfreude. In diesem Sinne möchten wir an dieser Stelle die bevorstehende Rückkehr des Orient-Express nach Italien vermelden. Ab 2023 sollen sechs Züge unter dem Namen »Orient-Express La Dolce Vita« durch 14 italienische Regionen unterwegs sein. Für das Interieur der zwölf De-luxe-Kabinen, 18 Suiten, der Honor-Suite und des Restaurants ist das Mailänder Designstudio Dimorestudio verantwortlich, das Design ist eine Hommage an das römische »La Dolce Vita« der 1960er-Jahre. Stichwort Rom: Dort soll 2024 das Hotel Orient-Express Minerva eröffnet werden. Natürlich nicht in irgendeinem Gebäude, sondern in dem ehemaligen Palazzo Fonseca aus dem 17. Jahrhundert. Das Hotel mit 93 Zimmern und 24 Suiten wird das Erste der Marke sein, geplant sind weitere Eröffnungen in London, Paris, Mailand und Florenz.






Maximal minimal: Naustet, Norwegen

»Abgeschieden« und »exklusiv« beschreiben diese gediegene Unterkunft wohl am treffendsten. Sie heißt Naustet, was übersetzt »Bootshaus« heißt, und steht auf der Insel Stokkøya. Die findet sich wiederum in der Provinz Trøndelag an der Westküste Mittelnorwegens. Auf der Insel angekommen, sollte man erst mal Angeln gehen, denn das Haus hat ein eigenes Boot plus Angelausrüstung. Sowieso ist die Nahrung– vom spektakulären Design einmal abgesehen – das Hauptthema von Naustet. Das Haus verfügt über zwei Küchen: eine Gourmet-Innenküche, die von dem privaten Koch bedient werden kann, den man bei Bedarf mitbucht, und eine spektakuläre Außenküche für das Barbecue. Aus dem kristallklaren Wasser können Jakobsmuscheln gefischt werden, nach der ganzen Anstrengung geht es dann in den Whirlpool oder in die Sauna. Mehr weniger geht nicht.






Heißer Tipp: Ginzan Hot Spring Fujiya Inn, Japan

Sicherlich kann man sich fragen, warum man in ein klitzekleines Dorf fahren sollte, das etwa sechs Stunden nördlich von Tokio liegt. Die Antwort lautet: Der Name des Ortes ist Ginzan Onsen,was wörtlich »Heiße Quelle in den Silberbergen« bedeutet, es ist also ein recht berühmter Thermalquellort. Und man findet hier ein 350 Jahre altes Badehaus und »Ryokan«, ein Reisegasthaus. 2006 wurde es von dem berühmten Architekten Kengo Kuma vollständig restauriert und beweist heute, wie zeitlos schön minimalistisches Design sein kann. Gäste können den ganzen Tag vom einen zum nächsten Onsen wandern, jeder private Whirlpool ist anders gestaltet. Planen Sie jetzt die Reise und fahren Sie im Winter, dann können Sie im heißen Wasser sitzen und sich die Schneeflocken ins Gesicht wehen lassen.


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