Text: Ulrich Lössl
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"Hugh Jackman hat mich unter seine Fittiche genommen."

Ryan Reynolds ist Deadpool. In rampstyle No. 14 spricht er unter anderem über seine Beziehung zu Wolverine Hugh Jackman.

Ryan Reynolds hat mit dieser ultra-brutalen und zum Schreien komischen Superhelden-Persiflage dem ausgelutschten Comicfilm-Genre 2016 den dringend benötigten Mega-Kick gegeben. Der neue Wolverine-Film »Logan« oder »Guardians of the Galaxy Vol. 2« sähen ohne »Deadpool« bestimmt ganz anders aus. Apropos: Schon 2009 hatte Ryan Reynolds in »X-Men Origins: Wolverine« ein mickriges Gastspiel als Deadpool. Im Internet macht er sich im Teaser »Deadpool Sneak Peek« darüber lustig. Überhaupt hat der 40-jährige Hollywoodstar einen rabenschwarzen, oft erfrischend sarkastischen Humor. Er ist ein begnadeter Prankster, ein Schelm, der Freunde und Kollegen sehr gern heftig veralbert. Kleiner Tipp: Schaut euch das Fake-Interview mit Hugh Jackman zu dem Film »Eddie the Eagle« auf YouTube an.

Wie hat Hugh Jackman – den Sie in »Deadpool« so böse durch den Kakao ziehen – auf den Film reagiert?

Fantastisch. Hugh ist ja nicht nur ein großartiger Schauspieler, er hat auch jede Menge Humor. Über meine Wolverine-Pappmaske hat er sich vor Lachen fast nicht mehr eingekriegt. Natürlich habe ich ihn vor den Dreharbeiten angerufen und gefragt, ob er etwas dagegen hätte, wenn wir ihn uns in »Deadpool« etwas zur Brust nähmen. Er hat uns ohne großes Nachfragen sein Okay gegeben. Hugh ist ein sehr generöser Kollege. Er hat mich damals bei den Dreharbeiten zu »X-Men Origins:Wolverine« sogar etwas unter seine Fittiche genommen und mich gefördert.

Das hat nicht viel genutzt – man hat Sie trotzdem rausgeschrieben.

(Lacht) Allerdings! Ehrlich gesagt war ich damals wirklich ein bisschen beleidigt, dass man mich aus dem »X-Men«-Franchise so sang- und klanglos abserviert hat. Aber wie heißt es so richtig: Alles Schlechte ist auch zu etwas gut! Ohne meinen Rauswurf gäbe es diesen abendfüllenden »Deadpool«-Film ganz sicher nicht. Und das wäre sehr schade. Denn ich bin mächtig stolz auf ihn. Eine Fortsetzung ist übrigens schon in Arbeit. Sie kommt nächstes Jahr ins Kino.

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