Ich höre, also bin ich: Till Brönners Playlist

Kommende Woche tritt Till Brönner beim Jazzfest in Bonn auf – und wir sind gespannt, was der virtuose Jazztrompeter und Fotograf dort spielen wird. Mindestens genauso interessant ist aber auch, was der Musiker selbst hört. Und das hat er uns exklusiv verraten.
Text Alfred Rzyski
Bild Alex Waltl 
c/o Kathrin Hohberg

»Musik ist vor allen Dingen eines: pure Emotion«, sagt Jazz-Trompeter Till Brönner. Und seine Definition zu schlechter Musik, die daran quasi anschließt. Sie ist nämlich »Musik, die offenkundig Trends nachhängt oder eine schlechte Kopie des Originals ist – da bekomme ich immer stumpfe Zähne.« Zum Glück beweist der selbstbewusste Musiker nicht nur bei seinen Alben Biss und Originalität, sondern auch bei seiner persönlichen Playlist. Und obwohl er laut eigner Aussage ganz unterschiedliche Genres hört, kann er seine Heimat im Jazz nicht leugnen. Seine Favoriten? Führen uns originelle Werke aus der Feder von großen Musikern vor die Ohren. Darunter: Al Jarreau, Tony Bennett und Chet Baker. Bleibt eigentlich nur noch die Frage, auf was Brönner dabei hört.

»Musik ist vor allen Dingen eines: pure Emotion.«

Till Brönner

»Den Theorieanteil in Musik kann ich nur sehr schwer ausblenden. Irgendwann wurde mir das klar und ich begann, mich innerlich von all den Dingen zu befreien, die ich in der Lage bin zu hören, damit ich Musik wirklich nur auf ihre Wirkung hin prüfe«, sagt er. Oder um es kurz zusammenzufassen: er hört nur noch die Musik – und wir schließen uns da einfach mal an.


ramp shop


Letzte Beiträge

Goodwood Forever

Bilder vom legendären Goodwood Revival füllen gerade wieder die sozialen Medien. Mit neu entdeckten alten Autos, bekannten Akteuren und ganz viel Style. Und wir? Zeigen die Historie des einzigartigen Treffens in ungesehener Weise - nämlich als Comic.

Goodwood Revival – Der ramp Style Guide

Jedes Jahr im September trifft sich die Elite der Vintage-Car-Fans auf der Spielwiese des Earls of March zum “Goodwood Revival”. Beim Festival an der historischen Rennstrecke gehört es zum guten Ton, dass man sich im zeitgenössisch entsprechenden Stil des mitgebrachten Fahrzeugs kleidet. Unser Style-Guide zum Event am Wochenende.

Tief im Westen

Natürlich hätten wir über diese Geschichte auch »Hömma« schreiben können. Weil sie uns ins Ruhrgebiet führt, eine Region, die sich komplett neu erfand, ohne ihre Historie zu verleugnen. Aber natürlich auch, weil das Motorrad eine Harley-Davidson Sportster S war.

Der Columbo-Effekt

Am Montag erscheint die rampstyle #23 am Kiosk. Der Titel: »Ich. Mal wieder.« Stellt sich dann eigentlich nur noch die Frage, wie man sich diesem »Ich« überhaupt und ideal annähert. Wir empfehlen grundsätzlich eine entspannte Kombination aus zwei Strategien.