Kaffeefahrt: unsere Top-5-Cafés

Es gibt Orte auf dieser Welt, wo sich alles um Koffein, Benzin, aber auch guten (Mode-) Geschmack dreht. Unsere fünf Top-Spots, um am Welttag des Kaffees – oder auch sonst – eine Tasse mit Stil zu genießen.
Text Alfred Rzyski
Bild Amy Shore

Mit Milch, geeist oder gleich koffeinfrei: Die Geschmäcker beim Kaffee sind so zahlreich wie die Varianten des beliebten Getränks – und die Orte an denen man die gerösteten und gemahlenen Kakaobohnen aufbrüht. Wo dabei die Kaffeehauskultur unter Modeeinfluss und Motorensound, aber auch einfach so aufblüht? Zeigen wir in unserem Guide.





Le Café V, Osaka

Dass sich Mode und Gastronomie sehr gut vertragen, merkt man daran, dass Armani diverse Cafés besitzt. Oder dass Gucci sowohl in Florenz als auch in Beverly Hills die Osteria da Massimo Bottura betreibt. Nun gibt es seit etwas mehr als einem Jahr in Osaka das Maison Osaka Midosuji, und damit auch das allererste Café von Louis Vuitton: Im obersten Stock befindet sich das Le Café V und das Restaurant Sugalabo V. Hinter beiden Konzepten steht der japanische Koch Yosuke Suga, für das Interieur ist »Objets Nomades«-Designer Tokujin Yoshioka verantwortlich.

Nun gibt es seit etwas mehr als einem Jahr in Osaka das Maison Osaka Midosuji, und damit auch das allererste Café von Louis Vuitton: Im obersten Stock befindet sich das Le Café V und das Restaurant Sugalabo V.






DEUS »The Foundry of Fortuity«, Hongdae, Seoul

Der neue Tempel der Ölverschmierten befindet sich in Hongdae, einem Vorort von Seoul, Hotspot für urbane Kunst, Indie-Musik und Menschen, die etwas aus dem Rahmen fallen. Hier öffnete The Foundry of Fortuity, neuester Shop der Deus Ex Machina-Family mit ihrer Expertise für Custombikes und anderen Genüsse. Im neuen Flagship-Store in Südkorea dominieren offene Räumlichkeiten mit hohen Glaswänden, Betonböden und einer industriellen Fassade aus Ziegeln und Metall. Herzstück ist übrigens eine Fünf-Sterne-Bäckerei. Und da ist bekanntermaßen guter Kaffee auch nicht weit.

La Rascasse, Monaco

Zugegeben, dieser Kaffee ist nicht gerade günstig. Dafür gibt es aber wahrscheinlich keinen besseren Spot, wenn man das Formel-1-Rennwochenende in Monaco mit Leidenschaft für das Handwerk der Baristas verbinden möchte. Die Rede ist vom ikonischen Club und Café »La Rascasse« am Ende der Grand-Prix-Strecke. Auch wenn man dort rein hypothetisch zu viel Koffein zu sich nehmen sollte, ist für Abhilfe gesorgt: mindestens genauso legendär wie die Location sind auch Partys, die hier schon mal die ganze Nacht dauern können. Das nennt man dann mal All-inclusive.

Natürlich kann man auch am Schwimmbad zuschauen. Aber eigentlich gibt es keinen besseren Spot als das »La Rascasse«, wenn man das (historische) Rennwochenende in Monaco mit Leidenschaft für das Handwerk der Baristas verbinden möchte.






Rösterei Kaffeesack in Baden-Baden

»Respect the Bean«: so lautet das Motto der Spezialitätenkaffee-Rösterei in Baden-Baden. Die Jungs setzen auf die traditionelle Trommelröstung, die als sehr magenschonend und verträglich gilt. Ihre Bohnen stammen meist von Kleinbauern aus Honduras und Peru. Kaffeesack achtet nach eigener Aussage auf eine transparente Handelskette und faire Löhne. Die Bohnen werden auf der Plantage von Hand geerntet, wodurch praktisch keine Fehlerbohnen (auch »Stinker« genannt) in die Säcke geraten – ein großer Unterschied zum Industriekaffee. Und in Baden-Baden entsteht dann auch schon mal Espresso auf Eis, aufgegossen mit Tonic Water und einem Schuss Gin, erfuhren wir in der rampstyle #18.

Alfa Romeo Tipo 3, London und überall

»Coffee to go« war gestern. Dann doch lieber »Coffee to drive«. Und das passt auch ganz gut, denn für manche ist das Getränk aus den magischen Bohnen ja so essentiell wie Sprit für den Motor. Übrigens: Je geschmackvoller dabei das Auto ist, desto besser kommt auch das Aroma des eigenen Getränks zur Geltung. Wie gut der Kaffee von der Motorhaube des Alfa Romeo Tipo 3 geschmeckt hat, können Sie sich ja vorstellen. Und das, obwohl wir in London unterwegs waren – der mutmaßlichen Hochburg der Teetrinker. Entstanden sind Amy Shores Bilder übrigens für die ramp #37 mit dem Titel »Basic Instincts«. Was uns dann zugegebenermaßen auch wieder gleich zum Kaffee bringt.

Wie gut der Kaffee von der Motorhaube des Alfa Romeo Tipo 3 geschmeckt hat, können Sie sich ja vorstellen. Und das, obwohl wir in London unterwegs waren – der mutmaßlichen Hochburg der Teetrinker.


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