Stay Home? Stay Cool!

Im Moment hilft vor allem eins: cool bleiben. Inspiration dabei ist für uns Steve McQueen. Der Schauspieler hätte heute seinen 90. Geburtstag gefeiert. Anlass genug, auf sechs mehr oder weniger bekannte Fakten rund um den »King of Cool« zu blicken.
Text Thomas Crown
Bild Presse

Die 36 Minuten von Le Mans
Richtig gelesen: Ganze 36 Minuten lässt Produzent und Schauspieler Steve McQueen in seinem Epochalwerk »Le Mans« nur die Bilder sprechen. Neben dem Motorensound und den Erzählungen des Streckensprechers natürlich. Dialoge sind im Film über den Langstreckenklassiker dagegen Fehlanzeige. Zumindest bis McQueen in der Rolle des Michael Delaney nach gut 36 Minuten das erste Mal mit seinem Porsche 917 die Box ansteuert.

Kein bisschen abgehoben
Neben seiner Schwäche für Motorräder, Sport- und Rennwagen schwärmt der Draufgänger auch für die Fliegerei. Und legt sich deshalb später im Leben einige Flugzeuge zu. Darunter auch eine Boeing PT-40 Stearman. Mit besagtem Flugzeug, so manchem Motorrad und seiner dritten Ehefrau Barbara zieht er kurzerhand in einen Hangar in Santa Paula ein. In seiner Freizeit fliegt er dabei gerne verschiedenste Flughafencafés an – Kuchen und Eis haben es ihm dort besonders angetan. Eine coolere und bodenständigere Wohngemeinschaft? Gibt es einfach nicht.

I would rather wake up in the middle of nowhere than in any city on earth.«

(Un-)gerne vor der Kamera
Ein Schauspieler steht immer gerne vor der Kamera? Nicht ganz. Zumindest so der Fall bei Steve McQueen. Im Film und am Set um keine Aufnahme verlegen, meidet der »King of Cool« privat Kameras. Erst seiner dritten Frau Barbara erlaubt er, im privaten Rahmen Bilder von ihm zu schießen. Die sind dafür umso authentischer. Denn einen ganz privaten McQueen mit Vollbart hätte die Welt sonst wohl nicht gesehen.

»My influences come from real life. I'm not interested in cinema for cinema's sake. I'm interested in life—what one does and how one interacts.«

Stuntuhr für den Stuntman
Ein U-Boot ist vielleicht das einzige Vehikel, das McQueen nie selbst bewegt hat. Zwei »Submariner« von Rolex besitzt die Ikone zu Lebzeiten trotzdem. Während er die eine Uhr selbst gerne trägt, schenkt er den zweiten Chronometer seinem Stuntdouble und langjährigen Freund Loren James. Mit ziemlich individueller Widmung auf der Rückseite: »To Loren, The Best Damn Stuntman In The World. Steve«.Dass James’ Rolex später einen katastrophalen Hausbrand quasi unversehrt übersteht, versteht sich von selbst. Ist ja auch die verdammt beste Stuntuhr.

Der King of Cool bleibt cool
1973 nehmen die Rolling Stones für ihr Album »Goats Head Soup« den nicht gerade jugendfreien Song »Star Star« auf. Und lassen im Text über Lust und Liebe auch Steve McQueens Namen fallen. Ihre Plattenfirma »Atlantic Records« bekommt kalte Füße und drängt die Musiker deshalb dazu, unbedingt davon abzusehen. Sie ist sich sicher, dass der »King of Cool« ob des delikaten Themas gegen die Nennung klagen wird. Die Stones aber fragen direkt bei McQueen nach. Und der? Bleibt wenig überraschend cool und gibt, nachdem er den Song auf Band gehört hat, sein »Ok«.

Freigeist bis zuletzt
Auch nach seinem Leben will McQueen nicht auf die gewohnte Freiheit verzichten. Er trägt seiner Frau und Familie deshalb auf, seine Asche nicht gewöhnlich zu beerdigen, sondern stilecht im Pazifischen Ozean zu verstreuen. Einmal Freigeist, immer Freigeist.

»The world is as good as you are. You've got to learn to like yourself first.«


Letzte Beiträge

When I met you in the summer

Ob wir diesen Sommer noch ein Festival erleben dürfen, ist alles andere als sicher. Ein guter Grund, sich an diesen einen Roadtrip im vergangenen Sommer zurückzuerinnern. Und natürlich auch an das Ziel der ganzen Reise im KIA ProCeed: den »Summerburst« im alten Olympiastadion von Stockholm.

Leaving Las Vegas

Nein, sie sind nicht gefährlich. Sondern verdammt gut. Und vor allem bald zurück. Denn am 29. Mai veröffentlichen »The Killers« ihr sechstes Studioalbum »Imploding the Mirage«. Und gehen, wenn es denn klappt, diesen Sommer auch wieder auf Tour.

Top-5-Designunfälle: Aprilscherze auf Rädern

Es ist immer wieder spannend, was sich Designer so einfallen lassen. Besonders Autodesigner. Damit meinen wir jetzt nicht die dramatischen Proportionen eines 911 Turbo oder die zeitlose Eleganz der »Göttin« DS 21 von Citroën, sondern jene Entwürfe, die man getrost in die Kategorie »Aprilscherz« einsortieren kann.

Bentley Bacalar: the resting tiger

Eine konventionelle Waschanlage stand nie zur Debatte. Viel zu exklusiv ist der auf zwölf Stück limitierte Bentley Bacalar. Für das ramp CarWash mit Chefdesigner Stefan Sielaff kam somit ausschließlich die feine Handwäsche zum Einsatz.