Text: Bernd Haase
Bild: Automuseum Prototyp
1 min

Klassenkampf der Systeme auf der Rennstrecke

ES LIEGT IN DER NATUR DER SACHE, DASS ES AUF DER RENNSTRECKE KLASSENKÄMPFE GIBT. DIESER HIER WAR DANN ABER DOCH EIN WENIG ANDERS ALS GEDACHT.

Klassenkampf? Business as usual im Motorsport. In den Nachkriegsjahren bis 1961 hatte der Begriff aber noch eine tiefere Bedeutung. Die Politik trat aufs Gaspedal. In Ost und West.Für die Funktionäre und Politiker galten damals Autorennen als Propaganda-Kampf der Systeme. Die meisten der Rennfahrer sahen darin jedoch in erster Linie ein Kräftemessen unter konkurrierenden Kollegen oder sogar Freunden. Sie hatten ein gemeinsames Ziel – und wollten es als erster erreichen.Dabei gab es für die Rennfahrer ein paar besondere Schikanen zu meistern: Die hießen Schwarzmarkt und DDR-Restriktionen, bevor das Gaspedal durchgetreten werden konnte, galt es mit Improvisations- und Organisationstalent das Fahrzeug auf die Räder zu stellen. Da gab es also Formel 2 Eigenbauten, High-Tech wie einen Porsche Spyder oder Fahrzeuge der Formel Junior Monoposti. Aktuell zu sehen im Hamburger Automuseum Prototyp. Ebenfalls mit dabei sind Fahrzeuge der Marken Veritas, AFM, Holbein, Melkus und ein AWE R3-Renn- sportwagen des damaligen staatlichen Rennkollektivs der DDR.Alle Fotos stammen aus der Sonderausstellung GEMEINSAM GEGENEINANDER, die im Automuseum Prototyp Hamburg im Frühjahr 2015 stattfand. www.prototyp-hamburg.de

    Related Stories

    Spiel auf Zeit

    MAZDA CX-5 2019 – double trouble in Lapland

    Das Custom Car und sein Bedeutungswandel

    Zeitlose Sportwagen-Faszination für die Elektro-Zukunft