Labello, Kaugummi und Kartoffelchips

Für unsere ramp #49 – Higgledy Piggledy sind wir zum Launch-Event des neuen Jeep Gladiator nach Neuseeland geflogen. Es wurde ein echtes Offroad-Abenteuer, das ein Paar Sneakers nicht überlebt haben und das uns mit der Frage zurückließ: Wie überlebt man im Extremfall eigentlich in der Wildnis?
Text Matthias Mederer
Bild Matthias Mederer & Maximilián Balázs · ramp.pictures

Zwischenstopp, irgendwo in der Wildnis der Südinsel Neuseelands. Routinierte Offroad- und Automobiljournalisten stehen zusammen bei strömendem Regen. Gerade wurden mit Jeep Gladiator-Fahrzeugen erste unterspülte Wege und überschwemmte Straßen durchquert. Einhelliger Tenor: Kein anderer Hersteller außer Jeep wäre imstande, bei diesen Bedingungen einen Launch-Event zu fahren. Jeder andere hätte hier absagen müssen.

In unserem Fall kam es nicht zum Äußersten. Doch die Frage, was es im Extremfall eigentlich wirklich zum Überleben in der Natur braucht, haben wir uns dann schon gestellt. Einprägsam ist in solchen Fällen die sogenannte Dreier-Regel: Du kannst im Notfall: 3 Minuten ohne Luft, 3 Stunden ohne Schutz, 3 Tage ohne Wasser und 3 Wochen ohne Essen auskommen.

Nun gibt es zahlreiche Survival-Ratgeber für Menschen, die in der rauen Natur überleben wollen. Der Outdoor-Experte Creek Stewart hat in seinem Buch »Survival Hacks« mit dem Untertitel »Draußen Überleben mit Alltagsgegenständen« mal zusammengetragen, was uns im Notfall wirklich helfen kann. Hier mal unsere fünf Favoriten:

- Labello als Versiegelung: Viele Reißverschlüsse an Jacken und Rücksäcken sind zwar wasserabweisend, aber nicht wasserdicht. Tipp: einen Labello mit ein bisschen Druck über den Reißverschluss ziehen. Das Wachs aus dem Pflegestift wird in die Zwischenräume gepresst und versiegelt den Reißverschluss.

- Kondom als Wasserbehälter: Bis zu ein Liter Wasser lässt sich in einem Kondom transportieren. Dieses sollte allerdings unbeschichtet sein. Ein Bambusröhrchen kann als Strohhalm dienen, ein geschnitzter Ast als Stöpsel.

- Kaninchenkot als Zunder: Die getrockneten Ausscheidungen von Rehen, Elchen, Kaninchen, Ziegen und Kühen eignen sich laut Stewart besonders gut, um sie mit Sonnenstrahlen zu entzünden. Zudem lassen sich die getrockneten Kügelchen von Rehen, Kaninchen oder Elchen gut verstauen und transportieren.

- Kartoffelchips als Brandbeschleuniger: Kartoffelchips sind ein idealer Brandbeschleuniger, da sie meistens in Fett frittiert und gut brennbar sind.

- Kaugummi und Batterie als Feuerzeug: Ein metallbeschichtetes Papier (z.B. von einem Kaugummi) und eine Batterie werden kinderleicht zum Feuerzeug. Faltet man das Papier zu einer Sanduhrform und hält es gleichzeitig an den positiven und negativen Pol der Batterie, entzündet sich das Papier sofort.

»Einprägsam ist die sogenannte Dreier-Regel: Du kannst im Notfall: 3 Minuten ohne Luft, 3 Stunden ohne Schutz, 3 Tage ohne Wasser und 3 Wochen ohne Essen auskommen.«


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