Le Mans 2021: Lang, legendär … und live!

Morgen beginnt eines der größten Rennen in der Motorsportwelt: die 24 Stunden von Le Mans. Die Zahlen und Fakten rund um den Klassiker sind dabei beinahe so zahlreich wie die möglichen Szenarien am Ende des Rennens – und die Fans an der Strecke. Ein Guide für alle Interessierten, inklusive Infos zur TV-Übertragung.
Text Marko Knab
Bild Toyota Gazoo Racing

Die Strecke

13,6 Kilometer und 38 Kurven: das ist der »Circuit des 24 Heures«. Auch unter dem Namen »Circuit de la Sarthe« bekannt, führt die Piste dabei vor allem über französische Landstraßen. Allein die Zielschikane und die ersten drei Kurven teilt sich die Langstreckenvariante dabei mit dem nationalen Kurs, der auf den Namen »Circuit de Bugatti« hört. Ähnlich legendär wie das Rennen selbst sind auch einige der Passagen des Kurses: einmal natürlich die Hunadieres-Geraden, auf der einst Geschwindigkeiten von 400 Kilometer pro Stunde erreicht wurden – aber auch die Porsche Kurven, die schon vor dem 19. Gesamtsieg der deutschen Marke im Jahr 2017 so hießen.

Das Rennen

Beim 24-Stunden-Rennen des Jahres 2021 handelt es sich bereits um die 89. Ausgabe des Klassikers, die erste fand 1923 statt. Traditionell wird die Marathondistanz dabei am Samstagnachmittag mit der französische Nationalflagge gestartet und endet genau einen Tag später am Sonntag mit dem Fallen der karierten Flagge. Dieses Jahr beginnt der Langstreckenklassiker um 16 Uhr. Dabei wird die Nacht bereits zum zweiten Mal länger als gewohnt ausfallen, weil das Rennen nach der coronabedingten Verschiebung 2020 erneut nicht Mitte Juni stattfindet. Allerdings bleibt es nicht so lange dunkel wie vergangenes Jahr, als erst im September gefahren wurde.

»Le Mans kann man nicht gewinnen, Le Mans lässt dich gewinnen«, heißt es. Die heißesten Favoriten auf das begehrte Geschenk finden sich auch dieses Jahr in der Topklasse, die der »Hypercars«.

Die Ausgangssituation

»Le Mans kann man nicht gewinnen, Le Mans lässt dich gewinnen«, heißt es. Die heißesten Favoriten auf das ausgesprochen begehrte Geschenk finden sich auch dieses Jahr in der Topklasse, die der »Hypercars«. Dort am Start: Automobilgigant Toyota mit zwei pfeilschnellen GR010, die amerikanische Scuderia Cameron Glickenhaus mit zwei historisch-inspirierten SCG007 LMH und die französische Sportwagenschmiede Alpine mit einem auf das neue Reglement angepassten LMP-1-Boliden namens A480 LMH. Nach dem Qualifying scheint der Fall klar: Toyota hat den Alpine im Griff, während Glickenhaus knapp dahinter folgt.

Im extrem engen LMP2-Feld der kleineren Prototypen lässt sich wenig voraussagen – genauso wie auch in den GT-Klassen (GTE-PRO und GTE-AM). Sicher ist nur: Die dort von Pole startenden Porsche 911 RSR zählen hier zu den Favoriten. Neben den Ferrari 488 GTB und Chevrolet Corvette C8.R. In Sachen Wetter erwarten die Experten übrigens milde Bedingungen mit bis zu 20 Grad tagsüber, Regen bleibt in bester Tradition trotzdem nicht ausgeschlossen. Sicher ist aber: In 24 Stunden und bei insgesamt 62 Startern ist viel möglich.

Die Live-Übertragung

Was für die Autos und ihre Technik auf der Rennstrecke gilt, lässt sich auch über die Live-Übertragung des Langstreckenklassikers sagen: Doppelt hält besser. Zuschauer in Deutschland können dabei aus einem doppelten Angebot bei Eurosport und dem RTL-Ableger NITRO wählen. Beide Sender übertragen die gesamte Renndistanz im klassischen TV ohne Unterbrechung, Werbepausen ausgenommen. Wer das Rennen im Online-Stream verfolgen möchte, benötigt entweder den kostenpflichtigen Eurosport Player oder verfolgt die Marathon-Sendung auf dem RTL-Portal TVNow. Dort wird das ikonische Rennen kostenlos gezeigt – sofern man einen Probemonat für das Angebot abschließt.


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