Maserati MC20: Emotion trifft Innovation

Der Dreizack sticht wieder: Nach mehr als einem Jahrzehnt ohne echten Supersportwagen zeigt Maserati den MC20. Und führt mit dem scharfen Coupé nicht nur die eigene und große Historie ins Jahr 2020, sondern bringt auch italienische Emotion und technische Innovation in Einklang.
Text Marko Knab
Bild Matthias Mederer · ramp.pictures

Die Erwartungen, die eine große Historie mit sich bringt? Können schwer wiegen. Sie können die Arbeit an einem würdigen Erben berühmter Renn- und Sportwagen aber auch erleichtern. Letzteres beweist Maserati jetzt mit dem MC20. Das neue Hochleistungscoupé der Traditionsmarke aus Modena bringt bei einer Leistung von gut 630 PS nämlich nicht einmal 1.500 Kilogramm auf die Waage. Sein moderner und hochdrehender V6-Biturbo-Motor mit dem wohlklingenden Namen »Nettuno« ist wie der Wagen selbst eine komplette Neuentwicklung: Hinter dem leichten Carbon-Monocoque platziert, nutzt er mit Vorkammer-Zündung und Turboaufladung echte Formel 1-Technik. Kombiniert wird die mit einem Achtgang-Doppelkupplungsgetriebe von Getrag, das die Leistung in traditioneller Manier auf die Hinterräder abgibt.

»Weniger ist mehr« gilt aber nicht nur beim Fahrzeuggewicht und den Antriebsachsen, sondern auch beim Design: Modern und italienisch interpretiert führt die Losung zu eleganten Linien mit einem Maserati-typischen Kühlergrill und Flügeltüren, die man in Modena mit einer weißen Farbgebung kombiniert. Das passende Kontrastprogramm dazu ist der vornehmlich schwarz gehaltene Innenraum: Mit viel Sichtcarbon ausgestattet, verweist er ebenfalls auf die Motorsport-Wurzeln der MC20-Technik. Hinzu kommen Details wie die Felgen und eine Carbon-Motorabdeckung, die beide den ikonischen Dreizack zeichnen. Was so ein agiles Coupé mit emotionalem Antrieb jetzt kosten soll? Wissen wir noch nicht. Den Preis hat Maserati nämlich noch nicht verraten.

Credit: Maserati

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