Text: Alexander Morath
Bild: Matthias Mederer
6 min

Night Rider: mit dem Lambo durch Raum und Zeit

Stellen Sie sich vor, Sie schmeißen eine Party und keiner taucht auf. Traurige Vorstellung, nicht wahr?

Doch genau das ist Stephen Hawking im Jahr 2009 passiert. Was die einen allerdings zum Anlass nehmen würden, den vermeintlichen Freundeskreis einmal ernsthaft zu hinterfragen, das bekräftigte den mittlerweile verstorbenen Astrophysiker in seiner Annahme, dass eine Reise in die Vergangenheit unmöglich scheint. Quod erat demonstrandum, sozusagen.

Denn Hawking verschickte die Einladungen zu der von ihm veranstalteten Party an der Universität Cambridge erst dann, als sie bereits vorüber war. Die Idee dahinter: »Sollten Menschen irgendwann, in ferner Zukunft, durch die Zeit reisen können, könnten sie sich entscheiden, der Einladung zu folgen. Sie könnten zurück in die Vergangenheit reisen und die Party stürmen.« Aufgetaucht ist dann trotz Catering und Sektempfang niemand außer Hawking selbst.

Aber wie verhält es sich umgekehrt, also mit einer Reise in die Zukunft? Das wiederum hielt Hawking vor dem Hintergrund von Einsteins Relativitätstheorie für durchaus möglich. Und auch Andreas Müller, Astro-Physiker an der TU München, ist da ähnlicher Meinung und sagt: »Wenn wir so schnell werden könnten wie das Licht, dann ist das wirklich so, wie es in den Science Fiction-Filmen dargestellt wird.«

Weil wir das jetzt etwas genauer wissen wollten, haben wir uns der Verifizierung wegen einem Selbstversuch unterzogen. Die Zeitmaschine unserer Wahl: der Lamborghini Aventador S. Die 140 Sachen, die Marty McFly in der »Zurück in die Zukunft«-Trilogie mit seinem DeLorean für eine Reise durch Zeit und Raum benötigt, schüttelt der 740-PS starke Allrad-Lamborghini mal eben in unter 5 Sekunden aus dem Antriebsstrang. Bis zur Lichtgeschwindigkeit fehlt dann gefühlt auch nicht mehr viel.

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