Polestar Design: Stellt euch das mal vor

Die Zukunft. Als Zeitmarke sehr konkret. Als Vorstellung eher so: alles kann, nichts muss. Jetzt hat Polestar die Gewinner seines zweiten, weltweiten Designwettbewerbs bekannt gegeben. Und wenn es nach uns ginge, dann müsste der ein oder andere Entwurf eigentlich schon in Zukunft ... naja sie wissen schon.
Text Jack Weil
Bild Polestar

Die Vorgabe für die Nachwuchs-Designer 2021 lautete schlicht: »Progressiv«. Das schließt jetzt erst mal wenig aus. Selbst für Retro bekommt man da mit einer halbwegs vernünftigen Argumentationskette noch die Kurve. Doch damit wollten sich die Jung- und Nachwuchs-Designer nicht zufriedengeben, zumal bei einer Marke wie Polestar, die für so vieles, nur nicht für Retro steht.

Viel wichtiger war dann ohnehin, Überlegungen zur Bewältigung der gegenwärtigen Klimakrise mit einzuschließen. Die Designvision musste dabei nicht zwangsläufig ein Auto sein, aber sie sollte den Geist von Polestar verkörpern und zeigen, dass Design die treibende Kraft für positive Veränderungen sein kann. „Es war sowohl inspirierend als auch beeindruckend, mit so vielen aufstrebenden und erfahrenen Talenten zu interagieren. Wir haben gesehen, wie sich die Designs von kreativen Skizzen zu 3D-Modellen entwickelt haben, und dass die Designwelt ein Schmelztiegel außergewöhnlicher Persönlichkeiten ist“, sagt Maximilian Missoni, Head of Design bei Polestar.

Hunderte Einsendungen, entworfen von einer wahrhaft internationalen Mischung von Designern, gingen schließlich ein. Die Ideen umfassten Gebäude, Flugzeuge, Autos, fahrerlose Lieferfahrzeuge und Elektrofahrräder.

Sieger in der Kategorie „Professional“ ist David Vultaggio aus Frankreich mit seinem Designkonzept »H _ UB« – einem neuen Garagenkonzept für das 21. Jahrhundert als Kombination aus Marken-Experience und einem »place to be« während des Ladens eines Fahrzeugs. Das Design umfasst ein Polestar Wasserstoff-Wasserflugzeug, ein Polestar Elektrofahrrad und den im Jahr 2020 angekündigten Polestar Precept. »H _ UB« greift die Tatsache auf, dass Automarken sich von der reinen Entwicklung und Herstellung von Fahrzeugen wegbewegen und ein komplettes Ökosystem von Mobilitätslösungen und verschiedenen Zugangsmöglichkeiten zu Energie anbieten.

Beispiele aus der Praxis dafür sind Polestar-Kooperationen aus dem vergangenen Jahr wie Re:Move, eine Lieferlösung für die sogenannte »letzte Meile«, und die Makka – Polestar Edition, ein zusammen mit dem schwedischen Elektromotorradunternehmen CAKE entwickeltes Elektromotorrad.

In der Studentenkategorie gewann Mingwei Liu aus China mit seinem Design »Glad to be dirty» – einem Auto, das mit bordeigenen, von außen sichtbaren Luftfiltern gegen die lokale Umweltverschmutzung vorgeht. Das Fahrzeug hat eine zentrale Seitenwand, die den zunehmend verschmutzten Luftfilter anzeigt und verdeutlicht, wie stark das Auto die Umwelt während der Fahrt gereinigt hat. Es ermöglicht dem Benutzer, stolz darauf zu sein, ein »schmutziges Auto« zu fahren.

Lob ging an Kristian Talvitie aus Finnland für seine Architekturidee »KOJA«. KOJA ist in einer Baumkrone untergebracht, was ein echtes Eintauchen in eine natürliche Umgebung ermöglicht. Dies macht die Wildnis für Menschen zugänglicher, die andernfalls weit reisen müssten, um sie zu erleben. Das Design maximiert die Aussicht auf die Baumkronen mit einer Panorama-Glasfassade und minimiert die ökologischen Auswirkungen durch ein raumeffizientes Design mit geringer Ressourcenintensität.

KOJA ist in einer Baumkrone untergebracht, was ein echtes Eintauchen in eine natürliche Umgebung ermöglicht. Dies macht die Wildnis für Menschen zugänglicher, die andernfalls weit reisen müssten, um sie zu erleben.

Ein exklusives Feature des weltweiten Polestar Design Contest ist das persönliche Coaching und die Unterstützung durch das Polestar Designteam. Die Teilnehmer reichten zunächst Skizzen ein, die von Head of Design Maximilian Missoni und einer Jury aus Polestar-Designern bewertet wurden. Die Finalisten wurden dann zu digitalen Coaching- und Beratungssitzungen eingeladen, um bei der Entwicklung ihrer Ideen zu helfen.

Die Siegerentwürfe jeder Kategorie werden als Modelle im Maßstab 1:5 realisiert und als Wanderausstellung Polestar Spaces weltweit ausgestellt. Die Gewinner erhalten einen Pokal und eine Reise zum Polestar Headquarter in Schweden, um sowohl die Marke als auch die Autos hautnah zu erleben sowie auf dem Prüfgelände Hällered zu testen.

Mehr Informationen:

polestar.com


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