Porsche 911 GT3: des Walters neue Kleider

Der Porsche 911 GT3 ist nun noch schärfer und sportlicher. Und das bedeutet im Umkehrschluss: Walter Röhrl läuft Gefahr, in Zukunft nicht nur einen Helm zu tragen. Warum? Weil der neue Top-Elfer inzwischen sogar die sieben Minuten knackt.
Text Alfred Rzyski
Bild Porsche

Für ihn zieht sogar Walter Röhrl einen Helm an: der Porsche 911 GT3. Seit seiner Vorstellung 1999 hat der nämlich stets die Anforderungen des Großmeisters für einen Kopfschutz erfüllt. Die wären? Unter acht Minuten auf der Nürburgring-Nordschleife. Und der heute vorgestellte GT3 der Modellgeneration 992 ist da keine Ausnahme. Bei 510 PS und gerade einmal 1.418 Kilogramm Leergewicht wäre alles andere mehr als verwunderlich gewesen – wie die gerade einmal 3,4 Sekunden beim Sprint auf 100-Kilometer-Marke.

Die Nordschleife des Nürburgrings umrundet er mehr als 17 Sekunden schneller als sein Vorgänger.

Auch in den Kurven geht es voran: die überarbeitete Aerodynamik an der Front und der neue Heckspoiler mit hängender Aufnahme sorgen für mehr Abtrieb als je zuvor, gleichzeitig zitieren sie optisch den ersten GT3. Beim Motorkonzept bleibt dagegen alles beim Alten. Heißt: auch im Jahr 2021 brüllt ein hochdrehender Sechszylinder-Boxer als Sauger, der quasi unverändert im neuen Cup-Modell des GT3 zum Einsatz kommt. Das Ergebnis: 6:59,927 Minuten für die 20,8 Kilometer der Nordschleife. Wir gehen mal davon aus, dass Walter Röhrl jetzt zu seinem Helm auch noch seinen Rennanzug herausholt.

Porsche 911 GT3 (992)
Motor: Sechszylinder-Boxer-Saugmotor
Hubraum: 3.996 ccm
Leistung: 510 PS (427 kW) bei 8.400 U/min
Drehmoment: 470 Nm bei 6.100 U/min
0–100 km/h: 3,4 s
Vmax: 318 km/h
Preis: 167.518 Euro


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