Reite den Wind: Das Race of Gentlemen

Warum heute der »Reite-den-Wind-Tag« begangen wird? Ursprünglich, um den Flug mit menschlicher Muskelkraft zu feiern. Inzwischen sind die Menschen aber nicht mehr so abgehoben wie früher - und begehen ihn mit sonst jeder Aktivität, die den Wind ehrt. Und natürlich die eigene Einstellung zur Freiheit feiert. Wir entscheiden uns da für eine Harley - inklusive Rennen am Strand.
Text Tom M. Muir
Bild Götz Göppert

Aller Augen richten sich auf das Flag Girl. Bekleidet mit einem Harley-Davidson-Service-Overall, entscheidet die blonde Dame über den richtigen Zeitpunkt des Starts. Die beiden antiken Motorräder brüllen laut auf, als die Flagge zu Boden fliegt. Die Hinterräder wirbeln meterhohe Sandfontänen auf, es riecht nach Motoröl und verbrannten Kupplungsbelägen. Für einen Augenblick fühlen sich die Zuschauer in die wilden Zwanzigerjahre zurückversetzt.

Ganz im Stil der US-amerikanischen Hot-Rod-Tradition treffen sich einmal im Jahr über 100 Vintage-Cars bis Baujahr 1934 und klassische Motorräder, die vor 1947 gebaut wurden, zum Race of Gentlemen East. Die Fahrer stilecht gekleidet, die Live-Musik historisch korrekt, die Sprintrennen eisenhart. Am Strand von Wildwood im US-Bundesstaat New Jersey wird Geschichte lebendig.

Die Hinterräder wirbeln meterhohe Sandfontänen auf, es riecht nach Motoröl und verbrannten Kupplungsbelägen.

Und für alle, die es nicht weit bis zur gegenüberliegenden Seite des amerikanischen Kontinents haben, findet im kalifornischen Pismo Beach das Race of Gentlemen West statt – auf feinem weißem Sand und kombiniert mit locker-leichtem West-Coast-Lebensgefühl.


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