Ihrer Zeit voraus: Rolex Daytona

Erst 1962 startete Rolex sein Engagement als offizieller Zeitnehmer des prestigeträchtigen Rennens auf dem Daytona International Speedway. Ein Jahr später erschien der Cosmograph Referenz 6239 und erhielt den Beinamen »Daytona«. Die Uhr war für Rennfahrer konzipiert. Heute ist sie ein absoluter Klassiker.
Text Wiebke Brauer
Bild Steffen Jahn

»Gestern beim Rekordversuch Rolex-Uhr getragen, läuft trotz harter Beanspruchung immer noch prächtig.« Das ist der Inhalt eines Telegramms, das Sir Malcolm Campbell 1935 an Rolex schickte. Campbell nur als erfolgreichen Rennfahrer zu bezeichnen, wäre etwas untertrieben, zumal er zwischen 1924 und 1935 mit seinem »Bluebird« neun Mal den Geschwindigkeitsrekord brach, zuletzt am 3. September 1935 mit einem Tempo von 484,62 km.

Aber zurück zur Uhr: Erst 1962 startete Rolex sein Engagement als offizieller Zeitnehmer des prestigeträchtigen Rennens auf dem Daytona International Speedway, ein Jahr später erschien der Cosmograph Referenz 6239 und erhielt den Beinamen »Daytona«. Die Uhr war für Rennfahrer konzipiert, die Tachymeterskala auf der Lünette deutlich größer als bei anderen Herstellern. Ende der 60er war die Uhr dann am Handgelenk von Paul Newman zu finden – und tauchte im Frühsommer 2017 wieder auf. Am 26. Oktober 2017 wurde sie in New York versteigert, mit einem Rekordpreis von 17.752.500 US-Dollar. Paul Newman hatte die Uhr einst von seiner Frau geschenkt bekommen, auf dem Gehäuseboden findet sich der eingravierte Schriftzug »Drive Carefully«.

Rolex Oyster Perpetual Cosmograph Daytona
Aufgrund seiner Lünette aus Hightech-Keramik mit eingespritzter Tachymeterskala lassen sich mit der Uhr Geschwindigkeiten von bis zu 400 Einheiten(mph oder km/h)messen. Die schwarze Lünette erinnert mit seiner schwarzen Plexiglas-Zahlenscheibe an das Modell von 1965.

→ Weitere Klassiker der Uhrengeschichte finden Sie in der rampstyle #21


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