Rolls-Royce Spectre: die elektrische Erscheinung

Mit Spannung wurde der erste elektrische Rolls-Royce erwartet, jetzt hat die britische Ultra-Luxusmarke den »Spectre« vorgestellt. Der Name folgt dabei dem bekannten, britischen Gespenster-Namensschema – doch sonst ist fast alles neu. Wir betrachten die neue Erscheinung und die Zukunft von Rolls-Royce genau.
Text Marko Knab
Bild Rolls-Royce

Das Design: Klar

Der Anspruch an den »Spectre« war klar: seine Linien müssen synonym zur neu ausgerufenen Fahrzeugklasse »Ultra-Luxus-Sportcoupé« sein. Dieses Ziel haben die Kunsthandwerker aus Goodwood mehr als erreicht. Geschickt wurden automobile, nautische und moderne Einflüsse kombiniert. Entstanden ist so ein gut fünfeinhalb Meter langer Wagen, der eine neue geschärfte Markenidentität zeigt und Effizienz lebt: Verschlankter Grill und klingenartige Tagfahrlichter in LED-Ausführung werden mit einer hochaerodynamischen Form und Verweisen auf die eigene Historie kombiniert. Der cW-Wert von 0,25 spricht hier für sich.

Das Auto: Digital

Der »Spectre« ist der am stärksten vernetzte Rolls-Royce aller Zeiten – womit eigentlich auch schon alles zum Thema Digitalisierung gesagt wäre. Es geht aber noch ein wenig genauer und ausführlicher: 141.200 Sender-Empfänger-Paare dokumentieren alle erdenklichen Parameter und sind die Basis für ein Novum im Automobilbau: die »dezentrale Intelligenz«, ein System, das den freien und direkten Austausch von Informationen zwischen mehr als 1.000 Fahrzeugfunktionen ermöglichen soll. Dass das Armaturenbrett nicht auf klassische Tachonadeln setzt, muss an dieser Stelle dann auch nicht mehr hervorgehoben werden.

Der Antrieb: Elektrisierend

»Das Elektroauto ist vollkommen geräuschlos und sauber. Es gibt keinen Geruch und keine Vibrationen. Sie sollten sehr nützlich werden, wenn feste Ladestationen eingerichtet werden können«, sagte Charles Stewart Rolls, Mitbegründer von Rolls-Royce im Jahr 1900. Diese Prophezeiung löst der Spectre nun ein. Und wie: Aller Voraussicht stößt der »Spectre« mit 584 PS, 900 Newtonmeter Drehmoment und einem Sprint von 0 auf 100 in 4,4 Sekunden in Sportwagensphären vor. Alles mit einer Reichweite von 520 Kilometern gepaart.

Der Luxus: Planar und unendlich

Das Fahrwerk eines Rolls-Royce gilt ohnehin schon als über jeden Zweifel erhaben. Mit dem neuen, »planaren Fahrwerk« aber will die Marke ein neues Level erreichen. Die aktiv gesteuerte Aufhängung greift dafür auf alle Räder, Dämpfer und anderen Komponenten einzeln zu. »Gelernt« hat der »Spectre« dabei auf den Straßen der französischen Riviera, seinem natürlichen Revier. Selbstredend können Kunden der Marke auch nahezu jedes Detail ihres »Spectre« anpassen. Wir reden hier schließlich nicht von gewöhnlichen Luxusmaßstäben – sondern von Rolls-Royce.


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