Unterwegs mit Allan McNish: Let the good times roll

Schwarzes Gold und gutes Essen: eine geschmackvolle Kombination. Und vor allem auch echte Tradition bei Michelin. Ein Roadtrip rund um Barcelona – und durch die Geschichte der französischen Marke. Mit dem dreifachen Le-Mans-Sieger Allan McNish.
Text Marko Knab
Bild Marko Knab • ramp.pictures & Michelin

Ein platter Reifen, der zum Rennsieg verhilft? Das ist eine echte Erfolgsstory. Es ist die von Michelin: Sie beginnt mit der Panne eines Radfahrers in Clermont-Ferrand, der sich in seiner Not an die Brüder Michelin wendet – und von diesen in kürzester Zeit einen neuartigen Fahrradreifen mit Schutzmantel bekommt. Der erweist sich als runde Sache. Denn kurze Zeit später zieht auch der Radrennfahrer Charles Terront eine weiterentwickelte Version dieses Reifens auf und gewinnt damit das Radrennen Paris-Brest – mit acht Stunden Vorsprung. Dieser Sieg inspirierte schließlich den Konditor Louis Durand zu einem Gebäck namens »Paris-Brest« – eine Art Windbeutel, gefüllt mit Pralinen-Buttercreme und garniert mit Mandeln. Spätestens hier wir klar: Perfekter Grip und kulinarischer Genuss gehören bei Michelin zusammen.

Und heute?

Zielsicher treffen wir jeden Kurvenscheitelpunkt hier im bergigen Hinterland von Barcelona. Rechts, dann links, und dann wieder rechts, vorbei an einem riesigen roten Felsblock der die Straße vor uns auftrennt. Am Steuer sitzt Allan McNish. Bei seinen drei Le-Mans-Siegen hatte er Michelin-Reifen aufgezogen. Heute testet er den neuen Pilot Sport 5 der Franzosen unterwegs – und der erweist sich auf den kurvigen und felsig gerahmten Straßen der Costa Brava als perfekte und vor allem trittsichere Wahl.

Zwischenhalt im »Quatre Vents 3.0« in Hostalric. Hier gibt es feinste Fisch- & Schinkenspezialitäten aus der Region. Für Allan McNish ist das eine Art Pflichtstopp. Bereits in seiner Zeit als Rennfahrer habe er nicht nur die Reifen von Michelin schätzen gelernt, sondern auch das Genießen. Er erzählt von einem Roadtrip, den er vor vor Kurzem mit seinem Sohn unternahm. Am Steuer seines Audi R8 und entlang der schottischen Küste. Dabei passierten sie auch die Kart-Strecke, auf der für Allan seine ersten Runden drehte. Wir wiederum passieren auf der Autobahn den Circuit de Catalunya-Barcelona, auf dem er in seiner einzigen Formel-1-Saison sein zweitbestes Ergebnis holte. Er fuhr damals für Toyota. Der Reifen? Französisch.

Wir halten vor der »Cocina Hermanos Torres«. Michelin hat das Restaurant mit zwei klassischen und einem grünen (und damit nachhaltigen) Stern ausgezeichnet. Gelegenheit, um auf die Ursprünge von Michelin zu sprechen zu kommen. Wie er es denn mit dem Fahrradfahren hält? McNish winkt ab. »Never been my thing. Lieber laufe ich«, grinst er – und läuft schnurstracks zum Restaurant. Genießen dagegen ist sehr wohl seine Sache!

→ Das gesamte Interview mit der Langstrecken-Legende und dem früheren Audi-Werksfahrer Allan McNish lesen Sie bald ebenfalls bei uns.


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