Wie der Motorsport der Zukunft aussehen könnte

Motorsport fasziniert die Menschen heute wie damals an den Rennstrecken dieser Welt – und ist fest in unserer DNA verankert. Doch wie kann das Ganze in 100 Jahren aussehen? Genau mit dieser Frage haben sich die Designer von Automobilist beschäftigt. Auf dem Mond, dem Mars und in der futuristischen Mega-City Le Mans. Zeit zum Träumen.
Text Natalie Diedrichs
Bild Automobilist

Normalerweise stellen Pavel Turek und Jan Rambusek vom Designbüro Automobilist mithilfe von CGI und viel Recherche historische Motorsport-Momente realitätsgetreu nach. Nun fertigten sie eine exklusive Serie hochwertiger Poster, die nicht nur die Motorsport-Erfolge von Porsche konservieren, sondern auch jene in der Zukunft skizzieren. Klingt auf den ersten Blick ein wenig verrückt, sieht aber ziemlich spektakulär aus.

So zeigen sie zum Beispiel den 917 KH, der 1970 auf der Start-Ziel-Geraden von Le Mans auf dem Weg zu Platz 1 ist. Gleichzeitig verorten sie das Rennauto in ein fiktives Le Mans im Jahr 2054 – die französische Ortschaft hat sich inzwischen zu einer neonfarbenen Mega-City entwickelt.





Alles ist relativ: der 917 KH im futuristischen Le Mans

Alles geschieht auf dem Grid. Und alles ist möglich. Fiktion und Realität verschmelzen, wenn es darum geht, das beste Rennteam aller Zeiten zu ermitteln. 24 Stunden. Volle Konzentration, bis an die Grenze der Belastbarkeit. Le Mans ist eine digitale Millionen-Metropole, geschaffen von Programmierern – den modernen Schöpfern der Welten. Mit über 500 Sachen heizen die Hochleistungs-Prototypen quer durch die Stadt. Die bunten Leuchtreklamen verschwimmen für die Fahrer zu grellen Linien. 1000 Autos fahren mit.

Credit: Porsche

Ein Porsche Teamchef brieft sein junges Team:

»Wir planen aktuell 29 Stints. Ihr kommt alle 50 Minuten in die Box, so sieht es die Simulation vor. So originalgetreu wie möglich. Deshalb steht auch alle vier Stunden ein Fahrerwechsel an.«

»Mit welchem Auto fahren wir eigentlich?«

»Weil wir in Pre-Races genügend Coins sammeln konnten, wurde uns nun der 917 KH freigeschaltet. Die Software lädt gerade die Konfiguration von 1970. Das heißt, wir tanken Benzin und fahren mit Gummireifen und Handschaltung. Kann damit jeder etwas anfangen?«

»‘Gute Fahrer haben die Fliegenreste auf den Seitenscheiben‘, hat doch dieser Walter Röhrl damals gesagt.«

»Das lässt sich bestimmt Programmieren.«




Keine Frage, die Werke des Designstudios regen zum Träumen an. Wie Motorsport in der fernen Zukunft wohl sein wird? Wie erleben ihn die Fahrer, die Zuschauer, die Teams? Pavel Turek und Jan Rambusek ihre Vision auch für andere ikonische Porsche-Modelle auf dem Porsche Motorsport Hub:


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