Wir sind Sportskanone

Immer wieder belegen Studien, dass man allein dadurch gesünder lebt, wenn man sich für einen aktiven Menschen hält. Was passiert dann erst, wenn man in einen Range Rover Sport steigt?
Text Jana Doe
Bild Matthias Mederer · ramp.pictures



In Deutschland glaubt man ja amüsanterweise sehr fest daran, dass Winston Churchill auf die Frage, warum er so alt geworden sei, »no sports« geantwortet haben soll. Erzählt man das einem Briten, wird der vermutlich eine Augenbraue hochziehen und dann dezent anmerken, dass der ehemalige britische Premierminister seines Wissens ein großer Sportsmann gewesen sei. So war er ein sehr guter Fechter, Schwimmer und Polo-Spieler, der bis in seine Fünfziger begeistert ritt. Danach verlegte Churchill sich auf die Zucht von Rennpferden. Von denen er eins Pol Roger nannte, aber das nur nebenbei bemerkt.

In Deutschland glaubt man fest daran, dass Churchill auf die Frage, warum er so alt geworden sei, »no sports« antwortete.

Wofür Churchill auch eine besondere Schwäche hatte: Autos. Das wusste man auch bei Land Rover, und zu Churchills 80. Geburtstag am 30. November 1954 schenkte Land Rover ihm einen brandneuen Series I. Churchill ließ den Wagen etwas modifizieren, ließ den Beifahrersitz vergrößern, schließlich war er ja »literally and figuratively« der »greatest statesman«, später kamen eine Fußheizung und ein Kabinendach dazu. Das Fahrzeug erhielt das Kennzeichen UKE 80, dabei handelte es sich um die Buchstabenfolge in der Grafschaft Kent, wo Churchill den Landsitz Chartwell besaß. Natürlich wurde das Kennzeichen trotzdem als Akronym für United Kingdom Empire und Fingerzeig auf den runden Geburtstag verstanden. Aber so ist das halt mit Überzeugungen.

Wir wollen jetzt nicht so weit gehen, dass man sich im Range Rover Sport automatisch wie ein Olympionike fühlt.

Wobei, wieso eigentlich nicht?

Nun möchten wir auf den Range Rover Sport zu sprechen kommen. Wir wollen jetzt nicht so weit gehen, dass man sich am Lenkrad eines solchen Fahrzeugs automatisch wie ein Olympionike fühlt. Wobei, wieso eigentlich nicht? Schließlich bat man zur Premiere des Autos die James Bond-Stuntfahrerin Jessica Hawkins, sich in einen Range Rover Sport zu setzen und damit einen 294 Meter langen Talsperrenablauf in Island hinaufzufahren. Eine beinahe senkrecht aufragende Mauer. Gegen die hinabdonnernden Wassermassen, klar.

Das haben wir jetzt nicht ausprobiert, interpretierten aber stattdessen die Stadt als multidisziplinären Sportplatz und den Range Rover Sport als Sparringspartner für Höchstleistungen im urbanen Umfeld. Dafür schlängelten wir durch engste Baustellen, wobei die neuerdings serienmäßige Allrad-Lenkung und die Hinterachslenkung für ein echt sportliches Handling sorgten. Anders gesagt: Der Wendekreis ist extrem klein. Dazu stürzten wir uns in unübersichtliche Verkehrssituationen, um seine Belastbarkeit zu testen, und überprüften beim Hechten durch Parkhäuser die Kondition und die Ruhe des Motorlaufs beim Stop-and-Go. Zusätzlich checkten wir seine Leistungen beim 400-Meter-Sprint auf der Stadtautobahn und seine Zielsicherheit beim Orientierungslauf im Stuttgarter S21-Gewusel.

Allein die mentale Einstellung zu Bewegung scheint physische Prozesse auszulösen.

Das Ergebnis: Der Range Rover Sport schlug sich in allen Disziplinen ganz wunderbar und absolvierte komplexe sportmotorische Fertigkeiten mit Bravour. Was auch an dem adaptiven Fahrwerk (Adaptive Dynamics) lag, das die Fahrzeug- und Lenkbewegungen mit bis zu 500 Messungen pro Sekunde checkt und eine optimale Kontrolle garantiert. Da wackelt also nichts.

Was den Fahrer angeht: Der Herzschlag erhöhte sich bei allen Beanspruchungsformen wie Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit und Koordination deutlich, auch der niedrige Blutdruck erhöhte sich, und wir sind auch fest davon überzeugt, dass sich die intramuskuläre Koordination und Knochendichte verbesserten und sich das biologische Alter durch das Fahren mit dem Range Rover Sport deutlich senkte.

Zumindest wurde das Gegenteil nie bewiesen.


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