Homo Ludens: eine gedankliche Annäherung an den Menschen und das Spiel

Leben heißt Improvisation und Risiko. Es zählt die Kunst, aus allem das Beste zu machen. Die Fähigkeiten dazu kann man trainieren. Die Freude am Spiel ist hier eine wesentliche Facette. Eine gedankliche Annäherung an den Menschen und das Spiel. Von Michael Köckritz.
Text Michael Köckritz
Bild Matthias Mederer · ramp.pictures

Wir spielen. Nähern uns spielerisch dem, was uns neugierig gemacht hat – und spielen mit den Dingen, die wir hier für uns als Optionen entdecken. Ob die jetzt wollen oder nicht. So ein Spiel lebt ja auch immer von Herausforderung.

Wie das echte Leben eben – wobei eine Trennlinie hier als kognitives Hilfskonstrukt für intellektuell eher verunsichert-verbiesterte Sichtweisen verstanden werden darf. Eine spielerische Grund­haltung und Ernsthaftigkeit schließen sich ja mit einem von Lebensfreude geprägten, größeren Blick nie aus. Im Gegenteil.

»Leben heißt Improvisation und Risiko. Es zählt die Kunst, aus allem das Beste zu machen.«

Michael Köckritz

Leben heißt Improvisation und Risiko. Es zählt die Kunst, aus allem das Beste zu machen. Die Fähigkeiten dazu kann man trainieren. Die Freude am Spiel ist hier eine wesentliche Facette. Das Leben ein attraktives Rätsel, das durch Denken und mit Kreativität gelöst werden darf. Das Leben als wunderbares Spiel.

Wikipedia erklärt uns »Spiel« als eine Tätigkeitsform, die zum Vergnügen, zur Entspannung, allein aus Freude an ihrer Ausübung, aber auch als Beruf ausgeführt werden kann. Das Phänomen »Flow«. Bevor der Glücksforscher Mihály Csíkszentmihályi diesen Begriff im psychologischen Sinne markant prägte, war das Ereignis dann auch bezeichnenderweise längst ein gut fokussiertes Thema der Spielwissenschaft.

So formulierte etwa der Spieltheoretiker Hans Scheuerl bereits in den 1950er-Jahren seine berühmten Kriterien für das Wesen des Spiels, bei denen er unter anderem »das Entrücktsein vom aktuellen Tagesgeschehen«, »das völlige Aufgehen in der momentanen Tätigkeit« oder »das Verweilen in einem Zustand des glücklichen Unendlichkeitsgefühls« hervorhebt, in dem man für immer oder immer wieder verharren möchte.

Mit dieser Steilvorlage bekommen wir dann jede Kurve. Spielerisch.

Mehr dazu lesen Sie jetzt in der ramp #58 »Hot Wheels«.


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