Wrongly dressed: Mit BOSS ins Sportstudio

Der dreifache Formel 1-Weltmeister Jackie Stewart hat einmal gesagt, dass man als Sportler nicht immer so aussehen müsse, als ob man ins Fitness-Studio geht. Nun sind wir genau dort, im Fitness-Studio »Berlin Strength«. Aber das Quartett der Formel E-Piloten Daniel Abt, Jérôme D’Ambrosio, Lucas di Grassi und Oliver Turvey sieht aus wie auf dem Weg zum Opernball. Im Interview reden die Rennfahrer über Gefahr, Fashion und Vorbilder.
Text Wiebke Brauer
Bild Peter Schreiber

Warum diese Racer Rennen fahren? Daniel Abt: »Weil ich in einer Motorsportfamilie aufgewachsen bin.« Jérôme D’Ambrosio: »Weil es ein herausfordernder Sport ist, bei dem man ständig all sein Können einsetzen muss.« Lucas die Grassi: »Weil ich den Wettkampf mag und gerne gewinne.« Das Idol des 34 Jahre alten Brasilianers kennt jeder: Ayrton Senna. »Als er starb, war ich neun. Sein Tod zeigte mir, dass man ein ganzes Land durch einen Sport motivieren und beeinflussen kann. Das war der Moment, in dem ich mich entschied, Profisportler zu werden.«

Oliver Turvey studierte in Cambridge Ingenieurwesen, »weil es im Motorsport nur bedingt viele Möglichkeiten gibt, professionell zu fahren. Also strengte ich mich in der Schule an.« Er beschreibt den Unterschied zwischen Formel 1 und Formel E so: »In der Formel E geht es natürlich auch um Geschwindigkeit. Aber das Fahren ist generell etwas anders, weil man mit der Energie haushalten muss. Der Austausch mit dem Team ist wichtig, weil es vornehmlich um die Taktik geht.« Daniel Abt sagt über die Formel E: »Es ist gar nicht so wichtig, alteingesessene Motorsportfans zu überzeugen. Die können weiter Formel 1 schauen. Entscheidender ist es, neue Leute für den Motorsport zu gewinnen.«

Wie ein Rennfahrer von heute mit der Gefahr umgeht, beschreibt Lucas die Grassi: »Niki Lauda war mutig in seiner Zeit, weil man damals bei einem Unfall ums Leben kommen konnte – aber heute? Heute sind Rennfahrer nicht mutig!«

Und endlich das Thema Mode. »Ich bin schon jemand, der sich über Mode ausdrückt. Ich finde, es ist ein sehr guter Weg, um seine Persönlichkeit – ja – darzustellen«, sagt Daniel Abt. Jérôme D’Ambrosio stuft sich als ein bisschen altmodisch ein: »Ich mag es, elegant auszusehen, präsentabel. Es hat etwas mit Respekt zu tun, den man seinem Gegenüber zollt.« Für Oliver Turvey ist eines besonders wichtig. »Hauptsache, es ist bequem.«

Das ganze Interview und noch viel mehr Bilder sind in der rampstyle #18 – La pensée sauvage zu finden.


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