Zeit für Russendisko: Wladimir Kaminer wird 54!

Das Auto hat Wladimir Kaminer erst spät für sich entdeckt. Genau genommen: mit ramp. Nach sechs Geschichten hatte der Bestseller-Autor dann seinen Führerschein, nach 53 Ausgaben kam der eigene ramp Podcast hinzu. Und jetzt? Wird Wladimir 54 Jahre alt! Zu seinem Geburtstag blicken wir auf seine besten ramp Momente zurück.
Text Thomas Crown
Bild Kirill Kirsanov · ramp.pictures

Im Jahr 2002 ist es noch weit vor der ramp Zeitrechnung, Wladimir Kaminer ist auch gerade einmal 12 Jahre in Berlin ansässig. Aber die Geschichte beginnt hier – und zwar mit Wladimirs kleinen Geschichten aus dem Alltag. Richtig: Die Rede ist von »Russendisko«, seinem ersten Bestseller, der den Autor auf einen Schlag berühmt macht. Kurze Zeit später folgt Kaminers erste Kolumne im Auto.Kultur.Magazin ramp.

»Selbst in Moskau konnte man an jeder Kreuzung mit geschlossenen Augen bei Rot über die Straße gehen. Die Chance, überfahren zu werden war nicht größer, als ein Auto im Lotto zu gewinnen.«
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Wladimir Kaminer

Erster Beitrag von Wladimir in ramp #3

Was macht einen Helden aus? Dieser Frage geht Wladimir in seinem ersten Text für ramp nach. Und gelangt über Juri Gagarin und so manchen frustrierenden Stau zur Erkenntnis: »Selbst in Moskau konnte man an jeder Kreuzung mit geschlossenen Augen bei Rot über die Straße gehen. Die Chance, überfahren zu werden war nicht größer, als ein Auto im Lotto zu gewinnen.« Na denn.

Wladimirs Führerschein

Das verflixte siebte Mal wollten wir nicht herausfordern. Oder besser gesagt Wladimir. Zum sechsten Text in der ramp wollte er nämlich auch mal selbst fahren. Wie es sich anfühlt, mit 43 den Führerschein zu machen? Zur Auswahl wären da »Fühlt sich gut an«, »könnte leichter sein«, »schwierig schwierig« und »richtig gruselig«. Für welche Antwort sich Wladimir da entschieden hat, liest man in der ramp #9. So viel sei verraten: Es ist unterhaltsam. Und was eine Natter in der heißen Pfanne damit zu tun hat, erfährt man auch.

Der ramp Podcast

Nach 53 Ausgaben ramp dann der nächste Meilenstein: Wladimir bekommt seinen eigenen ramp Podcast: »UNTERWEGS mit Kaminer«. In der Pilotfolge der neuen Reihe erzählt er dabei nicht nur um was es in dem Podcast geht, sondern auch, wie das Ganze mit ihm und uns angefangen hat. Und dann ist da auch noch der dazu passende Supersupersupertest in der ramp #53 - mit vielen BMW, aber auch Einhörnern.


Modische Erkenntnisse in der rampstyle #22

Dass Wladimir gut schreiben kann ist kein Geheimnis. In der aktuellen Ausgabe der rampstyle #22 beweist er dann aber auch echte Modelqualitäten. Und zwar beim Shooting mit Fashion-Fotografin Katja Hentschel. Das Ganze ist dabei aber nicht nur Spaßveranstaltung, sondern auch fotografische Beweisführung. Denn im Text geht es um Mode und Identität. Was dann auch die Frage aufwirft: »Wer bin ich – und wenn ja, wie viele?«

Credit: Katja Hentschel

54 und 54

»It never rains in southern California …«, heißt es in einem bekannten Song von Albert Hammond. In Berlin kann das dann aber schon mal der Fall sein. Und genau das erfährt Wladimir zusammen mit Herausgeber und Chefredakteur Michael Köckritz. Kreative Wirkbeschleuninger sind da zwei Schwaben mit Boxermotor. Am Ende steht dann auch fest, dass man den Sonnenschein am besten im Herzen trägt und den Regenschirm im Kofferraum durch die Hauptstadt fährt. Mehr dazu in der bald erscheinenden ramp #54.





Wladimir Kaminer wurde am 19. Juli 1967 in Moskau geboren, seit 1990 lebt der Schriftsteller und Autor in Deutschland. In einem Interview fasste er sein Leben einmal so zusammen: »Ich war ein Hippie und Dissident in einer kommunistischen Diktatur, ich war Soldat in einer sehr merkwürdigen Armee, ich war ein Geflüchteter in einem Ausländerwohnheim, dann lesereisender Geschichtenerzähler.« Sein neuer Bestseller heißt »Der verlorene Sommer. Deutschland raucht auf dem Balkon« und ist bei Goldmann erschienen.


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