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Stephan Winkelmann: ein CarWash im Maßanzug

Interview
Michael Köckritz

Fotos
Dominik Gigler

Der Lifestyle von Stephan Winkelmann, so heißt es, entspreche höchsten Hedonismusstandards der Mailänder, ohne die deutschen Sekundärtugenden zu vernachlässigen. Das funktionierte prima bei Lamborghini. Aber passt das auch bei Audi Sport? Ein CarWash im italienischen Maßanzug.

Herr Winkelmann, aus Audi Quattro wird Audi Sport. Warum?
Die Umbenennung ist für mich ein wichtiges Signal, aber gleichzeitig auch nur der logische Anfang eines langfristigen Prozesses. Unsere DNA kommt aus dem Motorsport, angefangen bei den Silberpfeilen in den 30er-Jahren, den Rallye-Erfolgen aus den 80ern, DTM, Le Mans, GT3 und natürlich dem Kundensport. Darüber hinaus gibt es bereits die Marke Audi Sport mit der roten Raute. Das haben wir jetzt zusammengeführt und übernommen, auch um für den Kunden transparenter zu werden. Motorsport, die RS-Modelle und der R8, unsere Kollektion sowie exklusive Fahrerlebnisse, all das ist jetzt Audi Sport.

Und noch eine persönliche Veränderung kommt hinzu: Aus dem langjährigen Lamborghini-Frontmann Winkelmann ist jetzt der Markenchef Audi Sport geworden …
… was für mich persönlich zwei völlig unterschiedliche Welten sind. Lamborghini war nach so langer Zeit ein zweites Zuhause für mich geworden. Ich habe aber bei Audi Sport sehr viele hoch motivierte und professionelle Leute erlebt, was die neue Aufgabe äußerst reizvoll macht. Wir haben hier viel mehr Produkte als bei Lamborghini, und wir wollen hier eine Marke schaffen, wie wir es mit Lamborghini geschafft haben. Das ist eine riesige Aufgabe, und aus meiner Erfahrung weiß ich, dass so etwas Zeit braucht. Wir wollen, wie bei Lamborghini auch, einen Gleichklang schaffen zwischen Markenauftritt, den Produkten und ihren Inhalten. Wir wollen dahin kommen, dass man eines Tages einen Audi Sport kauft und nicht mehr sagt: Ich kaufe mir einen RS6 oder einen R8.

Sie wollen Audi Sport also gezielt als Submarke positionieren?
Richtig. Wir sind eine Submarke der Audi AG, und das umfasst zweierlei Aufgaben, die es zum einen interessant, zum anderen aber auch sehr komplex macht. Wir müssen uns zum einen als eigene Marke pushen und als sportlicher Premium-
Hersteller positionieren, zum anderen aber müssen wir auch in der Lage sein, als Zugmarke hin und wieder mit einem Hallo-­Produkt Ausrufezeichen zu setzen, die die ganze AG mitziehen.

Wie der R8?
Wie zum Beispiel der R8, ja, oder, um ganz präzise zu sein, wie der erste R8 es war. Doch warum ist dieses Feld so komplex und schwierig? Eben weil es nicht einfach damit getan ist, ein sportliches Auto zu bauen, sondern weil es darum geht, ein Produkt zu entwickeln, das für die gesamte Branche ein Zug­pferd ist.

Wird es den R8 weiter geben?
Er ist ja noch recht jung. Wir haben zwei Coupés und zwei Spyder mit verschiedenen PS-Versionen. In Kürze wird eine weitere Version vorgestellt. Wir haben noch nicht mal die Hälfte des Lebenszyklus erreicht.

Das gesamte Interview finden Sie in der ramp #39

Busy working on the new ramp issue Verstanden

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