Idris Elba und die Frage, ob Autos Seelen haben

Text
Alexander Morath

Fotos
Grand Basel

»What gives cars a soul?« Der britische Schauspieler Idris Elba präsentiert uns einen visuellen Vorgeschmack auf die Grand Basel.

»Mein Name ist Elba, Idris Elba«, schrieb der britische Schauspieler unlängst auf Twitter. Will Elba, der in verlässlicher Regelmäßigkeit mit der Rolle des Doppelnullagenten in Verbindung gebracht wird, uns damit etwa mitteilen, dass er Daniel Craig beerbt? Also wirklich jetzt und aller vehementen Dementi zum Trotz? Unwahrscheinlich. Denn nur wenig später schob er nach: »Don’t Believe The Hype«.

Schade. Das Zeug dazu hätte er allemal. Man denke da nur an seine Filmografie, die sich liest wie ein einziges Bewerbungsschreiben. Nicht zu vergessen: sein Gespür für guten Stil. Und dann ist da noch diese unverhohlene, bond-typische Begeisterung für die schönen Dinge des Lebens – wir meinen natürlich Autos. Gerne schnell. Immer exklusiv und wegweisend im Design. Im Bentley Continental GT stellte er 2015 einen neuen Flying Mile-Geschwindigkeitsrekord auf. Privat fährt er bevorzugt Rolls-Royce und Jaguar.

Für seinen neuen Kurzfilm für die Grand Basel, der ultimativen Show für automobile Meisterwerke, setzt Elba jetzt noch einen drauf. Und sich hinter das Steuer des von Giuseppe Aprile gestalteten Alfa Romeo 6C 1750 GS Zagato. Es folgen: heftige Gasstöße und ein sichtlich begeisterter Idris Elba. Das Auto als Emotionsbeschleuniger und Elba voll in seinem Element. So sehen wir das gerne.

Was wir in dem Kurzfilm unter der Regie von Elias Ressegatti noch so zu sehen bekommen: den Lancia Sibilo Bertone. Also jenen legendären Prototypen, der uns – von Marcello Gandini 1978 mit einem monolithischen Flügeldesign versehen  – heute wunderbar ansehnlich daran erinnert, wie man sich vor vier Jahrzehnten die Zukunft vorgestellt hat. Elba fragt sich: »How could this not be art?« und verweist damit subtil auf den Zusammenhang zwischen Auto, Kunst und Design – die zentrale Idee der Grand Basel Show, die vom 6. bis zum 9. September zu sehen ist.

Dann schaltet Elba einen Gang hoch, gibt weiter Gas. Und das ausgerechnet auf dem zur Teststrecke ausgebauten Dach des ehemaligen Fabrikgebäudes von Fiat an der Via Nizza in Turin. Fans des Filmklassikers »The Italian Job« erinnern sich sofort: Hier fand bereits 1969 eine ebenso legendäre wie hochfrequente Verfolgungsjagd statt. Eine, wie man sie sich auch gut im neuen Bond-Film vorstellen könnte.

Aber lassen wir das.

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