Alpine: Die Freude am Abstand zum Ego

Da steht sie, die Alpine. Aber nur kurz. Denn natürlich schießt man gleich los mit ihr. Eine sehr schnelle Beweisführung dafür, wie rasant man durch ein französisches Kulturgut in einen willenlosen Rausch ohne Sinn und Verstand verfällt.
Text Matthias Mederer
Bild Matthias Mederer · ramp.pictures

Es ist diese eine Geschichte über die erste echte Liebe, über animalische Leidenschaft, über echtes Begehren und über sehnsüchtige Träume, die einem fast jeder Franzose von Paris bis Marseille, von Strasbourg bis Le Mans erzählen kann. Und diese Geschichte beginnt in etwa so: »Zum ersten Mal habe ich eine Alpine gesehen, als ich ein kleiner Junge war. Mein Nachbar besaß eine.« Je nach Geschichte – immer ein bisschen abhängig vom Alter des jeweils Erzählenden – handelte es sich bei der Alpine um eine A106, eine A108, eine A110 oder in manchen Fällen auch um eine A310 oder eine V6 Turbo.

Der französische Rennfahrer Vincent Capillaire brachte es mal so auf den Punkt: »Alpine und Le Mans stehen für mich auf einer Ebene.« Dieser Satz wirkt umso nachdrücklicher, wenn man weiß, dass Capillaire in Le Mans geboren wurde und direkt neben der Rennstrecke aufwuchs.

Immer aber war es eine blaue Alpine. Mit dieser Begegnung ist es dann auch um den Jungen geschehen. Stunden, Tage, ganze Monate bringt er anschließend damit zu, das Auto des Nachbarn zu bestaunen; er beginnt damit, ihm zu helfen, »die Alpine zu waschen«. Mit den ersten Berührungen knüpft er auch das emotionale Band, das ein Leben lang halten wird. Weitere Höhepunkte sind das Starten des Motors, die erste Mitfahrt, das Spüren der Beschleunigung. Und dann ist da noch dieser ganz besondere Tag im Leben dieses Jungen, der Tag, kurz nachdem er seinen Führerschein gemacht hat. »Da bekam ich den Schlüssel in die Hand. Und dann durfte ich zum ersten Mal selbst fahren.«

Die komplette Geschichte lest Ihr ab Freitag in der neuen ramp #50

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