Der Trackday als Traumtag

Zuletzt war es eher schwierig, seine Rennsport-Dosis zu bekommen. Egal ob als Fahrer, Fan oder Fotograf. Ein möglicher Ausweg ist da, sich am Wochenende bei einem Trackday mit Gleichgesinnten auszutauschen.
Text Marko Knab
Bild Christian Franke

Motorsport als Sport für Egoisten? Sicher nicht. Klar, auf der Strecke will jeder der Schnellste sein, das steckt schon in der DNA des Sports. Aber abseits der Ideallinie ist die Kameradschaft groß und jedes Paddock eine Familie. Zuletzt hat die soziale Komponente aber leider etwas gelitten: Rennen ohne Fans, Personenbeschränkungen im Fahrerlager oder aber komplett abgesagte Events. Frei nach dem alten Sprichwort muss man sich da helfen: »Selbst ist der Rennfahrer«. Womit dann eigentlich auch schon alles gesagt wäre und weshalb man einen Trackday unbedingt einmal selbst erleben sollte. Am besten dann auch auf dem BILSTER BERG.

Und wer immer noch nicht überzeugt ist, findet hier noch fünf weitere Gründe.

1) Man lernt sich selbst besser kennen

Das Fahren am Limit kann einem ganz neue Facetten zeigen – zunächst natürlich an einem selbst. Sagen wir es mal so: Was man tatsächlich kann, weiß man oft gar nicht. Und um das herauszufinden, gibt es keinen besseren Ort als hinter dem Lenkrad. Finden zumindest wir. Übrigens nimmt auch schon nach einer Fahrt die Tendenz ab, Fehler von professionellen Rennfahrern aus dem Sofa heraus zu kommentieren. Warum? Weil man selbst lernt, wie kompliziert das trotzdem alles noch sein kann.

2) Stars treffen & Taxifahrten

Und wo wir schon bei professionellen Rennfahrern sind: Natürlich trifft man auch sie an einer Rennstrecke. In unserem Fall ist das Lars Kern, offizieller Werksfahrer bei Porsche. Er ist Klassensieger beim 24-Stundenrennen auf dem Nürburgring, aber auch Rundenrekordhalter für so ziemlich jedes Serienfahrzeug aus Zuffenhausen, das auf der Nordschleife bewegt wurde. Näher kommt man seinen Idolen wahrscheinlich nie. Und wer freundlich fragt, der genießt vielleicht sogar eine unvergessliche Taxifahrt im persönlichen Traumauto – im besten Fall sogar neben dem ganz großen Vorbild.

Lars Kern ist offizieller Werksfahrer bei Porsche, Klassensieger beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring, aber auch Rundenrekordhalter für so ziemlich jedes Serienfahrzeug aus Zuffenhausen, das auf der Nordschleife bewegt wurde.

3) Netzwerken mit Gleichgesinnten

Auch wenn man schon öfters bei einem Trackday am BILSTER BERG dabei war und auch neben der Strecke die meisten Gesichter kennt: Es ist immer jemand Neues bei einem Trackday dabei. Und mit dem kann man sich für gewöhnlich auch ausgesprochen gut unterhalten. Schließlich haben hier alle Benzin im Blut und eigentlich nur das Fahren im Kopf. Und selbst, wenn einem nicht nach Gesprächen ist, hat man Unterhaltung: Dank Aussichtsplattformen und Tribünen kann man auch einfach mal die Track-Action genießen.

Es ist immer jemand Neues bei einem Trackday dabei. Und mit dem kann man sich für gewöhnlich auch ausgesprochen gut unterhalten.

Schließlich haben hier alle Benzin im Blut und eigentlich nur das Fahren im Kopf.

4) Car Spotting

Sind wir doch mal ehrlich: Egal wie alt wir sind, jede und jeder von uns ist nach wie vor von (Super-) Sportwagen beeindruckt. Denn: In uns allen steckt immer noch dieser kleine Car Spotter von früher. Und eine bessere Möglichkeit, um die persönlichen Traumautos auch mal in Action zu sehen, gibt es einfach nicht. Schließlich ist ein anderes Wort für Auto ja auch »Fahrzeug« und nicht »Stehzeug«.

5) Gute Laune und gutes Essen

Nach dem Trackday ist vor dem Dinner! Zu jeder guten Fahrveranstaltung gehört auch ein entsprechend guter Ausklang. Und der sollte sich durch beste Laune, aber auch gutes Essen auszeichnen. Ebenfalls dürfen natürlich kühle Getränke und gute Gesellschaft nicht fehlen. Aber für einen Trackday umgibt man sich ja sowieso mit guten Freunden und bekannten Gesichtern. Was am Ende des freien Fahrens ohne Sieger dann trotzdem für einen echten Gewinn sorgt.


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