Die Schönheit der richtigen Dinge

Seit den 90ern prägt Christoph Ingenhoven die Städte dieser Welt mit seinen Bauten, in denen er Nachhaltigkeit und Ästhetik miteinander verbindet. Im Gespräch erzählt uns der Stararchitekt unter anderem, was er an Hochhäusern kritisch sieht und dass man die Menschheit in Nest- und Höhlenbewohner einteilen kann. Er selbst zieht übrigens ein Nest vor.
Text Michael Köckritz
Bild ingenhoven architects / HGEsch

Die meisten Menschen bringen den Namen Ingenhoven mit dem Bahnhofsumbau Stuttgart 21 in Verbindung, über den er mal sagte, dass er fünf Kinder großgezogen habe, »während dieses Projekt nicht aus der Pubertät kam«. Die Kritik an Stuttgart 21 nimmt der Düsseldorfer mehr als gelassen hin. Kein Wunder, seine zahlreichen anderen internationalen Großprojekte gelten heute als wegweisend für ökologische Architektur. Ingenhovens Nachhaltigkeitskonzept trägt den Namen »supergreen«, ein gutes Beispiel ist der Kö-Bogen II in Düsseldorf. Aufgabe war nur, ein Shopping-Center zu bauen, Ingenhoven begrünte sein Gebäude dann mit 30.000 Heckenpflanzen und sagt dazu: »Wir haben viele Dinge getan, die niemand von uns verlangt hat.« Inzwischen hat er »supergreen« patentieren lassen, auch deswegen fragten wir ihn als Erstes nach der Marke Ingenhoven.




Herr Ingenhoven, man kennt Sie als Stararchitekten. Wofür steht die Marke Ingenhoven?
Das habe ich mich natürlich auch immer mal wieder gefragt. Nicht, weil ich keine Antwort darauf wüsste, sondern weil man sich immer vergewissern will, was man erreichen kann und wofür man angesehen werden möchte. Das, was den meisten Leuten zu uns einfällt und auch von uns unterstützt wird, ließe sich im weitesten Sinne mit Green Building umschreiben, also nachhaltiges, ressourcengerechtes Bauen. Das ist tatsächlich eine Sache, die uns ausmacht. Es gibt aber auch einen zweiten Punkt, der nicht minder wichtig ist. Und zwar die Form des Herangehens an Architekturprojekte. Wir pflegen keinen Stil. Wenn Büros oder Architekten immer schräge oder weiße Häuser bauen, legen sie sich Selbstbeschränkungen auf. Das tun wir nicht. Vielmehr glaube ich, dass sich aus der Analyse der Gegebenheiten, des Briefings, der Wünsche, also aus allen Begleitumständen eines Projektes eine spezifische Lösung ergibt. Einer meiner früheren Mitarbeiter sagte: »Die Lösung sehr komplexer Projekte oder sehr komplexer Themenstellungen auf eine scheinbar einfache Art und Weise.« Wir neigen nicht zur ästhetischen Vereinfachung. Aber wir möchten einen Beitrag dazu leisten, dass es auf dieser Welt besser zugeht. Und da sind uns, ich will nicht sagen alle, aber viele Mittel recht.

Welche Rolle spielt bei dieser Lösung der Mensch oder das, was ihn antreibt?
Das ist eine der zentralen Fragen. Man muss vorwegschicken, dass es bei dem, was wir tun, eine Menge von technischen Aspekten gibt, die vielen einfacher fallen, weil sie sich berechnen lassen. Aber es gibt natürlich auch einen psychologischen Aspekt. Ganz evident bei einem Einfamilienhaus oder bei Wohnhäusern, aber auch bei von der Öffentlichkeit genutzten Gebäuden. Da spielen unsere Empfindungen sowie räumliche Bedürfnisse eine große Rolle. Ein Beispiel ist das menschliche Schutzbedürfnis. Architektur – das ist meiner Ansicht nach wichtig – ist in ihrem Grundsatz eigentlich Schutz. Wenn wir uns die evolutionäre Entwicklung ansehen, haben die Menschen ihr Fell verloren, weil sie Kleidung und eine Behausung hatten. Es gibt im Amazonas-Gebiet nach wie vor indigene Stämme, die wahrscheinlich mit der Zivilisation noch nie in Berührung gekommen sind. Vielleicht erinnern Sie sich an das Luftbild, das mal durch die Presse gegangen ist?

»Wir pflegen keinen Stil. Wenn Büros oder Architekten immer schräge oder weiße Häuser bauen, legen sie sich Selbstbeschränkungen auf. Das tun wir nicht.«
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Christoph Ingenhoven

Auf dem man das Dorf von oben sieht?
Genau. Und das war sehr interessant. Die Menschen hatten sich mit relativ einfachen Mitteln, also Ästen und Blättern, eine wunderschöne gemeinschaftliche Behausung errichtet. Ein runder Bau, der mit geflochtenen Palmenblättern gedeckt war. Überall, wo auf der Welt eine zivilisatorische Anstrengung unternommen wurde, standen am Anfang die Fragen, wie man sich ernährt und schützt. Vor Wetter, vor Tieren, vor Feinden. Und da spielt Architektur eine Riesenrolle.

Und das steckt noch in uns?
Ja, viel stärker, als uns manchmal bewusst ist. Und dem müssen sich Architekten stellen. Wie man seinen Stuhl platziert, den Arbeitsplatz, eine Küche oder das Bett – in all diese Überlegungen spielt hinein, von wo ein Feind kommen könnte. Selbst wenn es den heute nicht mehr gibt, fällt es uns schwer, uns in einer Situation zu Hause zu fühlen, die eine frühzeitige Verteidigung erschwert. Übrigens heißt es, dass man Menschen in Höhlen- und Nestbewohner einteilen kann.

Wirklich?
Ja, interessanter Gedanke, oder? Schimpansen jedenfalls bauen jeden Abend ein Nest im Baum, in dem sie wohnen. Kleine Konstruktionen aus Zweigen. Menschen haben das sicherlich noch im Kopf. Man sagt immer: within the heights of the trees. Das bedeutet, dass man sich im Allgemeinen auf der Höhe von Bäumen, also zehn bis zwanzig Meter, sicher und zu Hause fühlt.



Christoph Ingenhoven wurde 1960 in Düsseldorf geboren, studierte Architektur und Kunstgeschichte an der RWTH Aachen und an der Kunstakademie Düsseldorf. Weltweite Bekanntheit erlangten ingenhoven architects 1997 mit dem ersten ökologischen Hochhaus, dem RWE-Turm (jetzt Westenergie-Turm) in Essen. Zuletzt stellten sie Marina One fertig, ein Hochhauskomplex in Singapur, und der Kö-Bogen II in Düsseldorf, ein Geschäfts- und Bürohausensemble mit Europas größter Grünfassade. Der Hauptbahnhof in Stuttgart ist noch im Bau. Ingenhoven ist Gründungsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) sowie der Bundesstiftung Baukultur, außerdem Mitglied der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste.



Und die Höhlen?
Die wurden relevant, als man den Erdboden betrat und des aufrechten Ganges fähig wurde. Für mich repräsentieren Höhlen ein bisschen den mangelnden Überblick. Wenn der Säbelzahntiger zur Höhlenöffnung hereinkommt, hast du ein Problem. Und solche Gedanken spielen in unserer Architektur natürlich eine Rolle.

Fragt sich nur, ob ein Kunde sich seiner Evolutionsbiologie so bewusst ist wie ein Architekt.
Nun darf man nicht vergessen, dass wir fast ausschließlich für professionelle Bauherren bauen, also Menschen, die nicht nur ein Mal bauen. Bei einem Einfamilienhaus ergibt sich eine andere Fragestellung. Es geht dann vor allem um das Leben und die Möglichkeiten, die die Architektur in dieser Hinsicht bietet. Was erwartet eine Familie in den nächsten zwanzig Jahren vom Leben? Also nicht so sehr vom Haus, sondern vom Leben.

Wie viele Einfamilienhäuser haben Sie gebaut?
Weil ich es nur für jemanden entwerfen würde, den ich aushalte und der mich aushält, habe ich es nur für einen sehr guten Freund und zwei Mal für mich gemacht. Es ist ein sehr intensiver Prozess. Das ist das Tolle daran, aber auch anstrengend und schwierig.

Und mit professionellen Bauherren ist es einfacher?
Das sind Menschen, die immer wieder Hotels bauen oder Institutionen, die für sich ein Headquarter errichten. Und die nehmen wir außergewöhnlich ernst. Das sieht man daran, dass wir bislang fast jeden Wettbewerb gewonnen haben, den wir präsentieren durften. Direktaufträge sind ja eher selten, also bemüht man sich bei einem Wettbewerb darum. Dann gibt es oft eine zweite Stufe, bei der nur noch drei oder vier von vielleicht zehn Teilnehmern eingeladen werden. Wenn wir diese zweite Präsentation machen durften, haben wir praktisch immer gewonnen.

Wagen Bauherren, Ihnen zu widersprechen?
Es gibt mit dem Alter einen zunehmenden Respekt, allerdings muss man aufpassen, dass ein Bauherr nicht aus diesem Respekt heraus etwas Falsches akzeptiert. Ich möchte offen kritisiert werden. Und das funktioniert auch. Ich bin nicht der Architekt, der unter einem Apfelbaum sitzt, eine Skizze macht und diese dann im Büro abgibt, damit jemand die Idee ausführt. Das mache ich auch nicht mit Bauherren. Oft setze ich mich mit denen an den Küchentisch und zeichne. Oder ich habe gezeichnet und sie haben gesprochen, das kommt vor. Das gemeinsame Arbeiten schätze ich sehr.

»Wie man seinen Stuhl platziert, den Arbeitsplatz, eine Küche oder das Bett – in all diese Überlegungen spielt hinein, von wo ein Feind kommen könnte.«

Christoph Ingenhoven

Sie sagten, dass Green Building ein Markenzeichen von Ihnen ist. Wo beginnt Nachhaltigkeit?
Der Begriff der Nachhaltigkeit, das wissen Sie sicher, stammt ja aus der Forstwirtschaft und beschreibt, dass man einem Wald nicht mehr Holz entnehmen sollte als dauerhaft nachwächst. Das ist eine Grundregel des Lebens. Ein berühmtes Beispiel findet man bei den Inuit, deren Jagdmöglichkeiten sehr begrenzt waren. Aber selbst wenn die Saison gut war, haben sie nicht mehr gejagt oder etwas weggeschmissen. Und das Tier wurde immer vollständig verwertet: als Kleidung, Nahrung, Baumaterial, Medizin. Diese Art von nachhaltiger, dauerhafter Bewirtschaftung eines Lebensraumes ist uns abhandengekommen. Wenn jemand Rohstoffe in Afrika abbaut, die in einem Computer verbaut werden, bekommen wir das nicht mehr unmittelbar zu spüren. Das ist ganz grob gesprochen die Erklärung für viele unserer Probleme. Wir haben eine derart partikulare Gesellschaft und Wirtschaft, dass wir die Wirkung unseres Tuns nicht mehr spüren. Insofern ist das, was wir unter nachhaltigem Bauen verstehen, der Versuch, auf intelligente Art und Weise diese Dinge in unser Handeln einzubeziehen.

Fühlt man sich als Architekt besonders verantwortlich?
Ja, es ist eine ungeheure Verantwortung, weil das Errichten und Betreiben von Gebäuden irgendwas zwischen vierzig und sechzig Prozent des Ressourcenverbrauchs ausmachen. So gesehen ist das Bauen ein viel größeres Problem als der Verkehr. Und damit müssen wir uns auseinandersetzen. Es ist auch nur machbar, wenn Bauherren, Ingenieure, Behörden und Städte an einem Strang ziehen.

»Ich bin nicht der Architekt, der unter einem Apfelbaum sitzt, eine Skizze macht und diese dann im Büro abgibt, damit jemand die Idee ausführt.«

Christoph Ingenhoven

Wie entwickelt sich aus Ihrer Sicht die Architektur der Moderne?
Das ist ein schwieriger Begriff, »die Moderne«.

Weil?
Weil es viele Menschen gibt, die das Wort als eine Art Stil benutzen, als ob der beschreibbar wäre. Es gibt auch keinen Bauhaus-Stil. Ich halte uns für zeitgenössische und moderne Architekten. Und Modernität ist für mich ein permanenter Erkenntnisprozess, der immer falsifiziert werden kann. Moderne bedeutet, dass man in sehr kontemporärer Form die richtigsten Erkenntnisse aus der Jetzt-Zeit in Projekten verarbeitet und ihnen dadurch eine Form gibt. Und wenn Sie mich fragen, wie sich das entwickelt, würde ich mit dem Positiven anfangen und sagen, dass ich jetzt eine Chance auf eine Architektur sehe, die weniger eitel und weniger formal ist. Die inhaltlicher, sozialer und menschlicher ist. Im besten Fall recycelbar, essbar oder für immer benutzbar. Ich habe eine relativ einfache Regel. Es gibt viele Situationen im Leben eines Architekten, in denen er Gefahr läuft, sich zu fragen, wie man etwas schön macht. Das ist aber eine Frage, die ich mir nie stelle. Und die ich meinen Mitarbeitern auch nicht erlaube. Ich sage immer: »Dazu kommen wir dann schon noch«, es ist aber ein Trick, weil das nie passieren wird. Wir führen immer Diskussionen über Inhalte. Wie groß ist das Fenster? Wie viel Glasanteil verträgt das Gebäude? Brauche ich mehr Transparenz, weil es ein anderes Tageslicht-Bedürfnis gibt als im Untergeschoss? Und wenn man sich mit diesen Inhalten wirklich auseinandersetzt, glaube ich, dass man als Ergebnis Schönheit erhält. Ich kann das auch beweisen. (lacht)

Wie denn?
Wenn man in die Geschichte des Segelschiffes blickt, gibt es einfache und komplizierte Schiffe – oder welche, die mit Waffen versehen wurden. Ein Beispiel ist die »Vasa«. Das schwedische Kriegsschiff wurde mit so vielen Kanonen bestückt, dass es bei der Jungfernfahrt im Hafen von Stockholm regelrecht abgesoffen ist. Man hatte also schwere Fehler gemacht, obwohl man sehr viel über das Segeln wusste – und ist dafür bestraft worden. (lacht) Schön war das Schiff übrigens auch nicht. Wenn Sie aber eine Dau auf dem Victoriasee sehen, ist das eine Bootsform, die sich über Hunderte von Jahren entwickelte. Es ergab sich durch Verbesserungen eine Art Leistungsform – und die ist schön. Die schönsten Dinge, die Menschen heute bauen, entstanden aus reiner Notwendigkeit. Nehmen wir den Silberpfeil. Ein wunderschönes Auto, weil sich Menschen nur Gedanken darüber gemacht haben, wie das Ding schneller wird. Was beweist das? Dass Schönheit entstehen kann, wenn sich Menschen sehr anstrengen, nur das wirklich Notwendige tun und konsequent richtige Entscheidungen fällen.

Was wiederum ein schöner Gedanke ist.
Leider sieht man heute sehr wenig Schönheit, wenn man nach Shanghai, Dubai oder Abu Dhabi blickt. Man kann anhand der Schnelligkeit, mit der gebaut wird, sehr skeptisch bei der Frage sein, welchen Wert die Gebäude in hundert Jahren haben. Und wenn die Dinge nicht nachhaltig nutzbar sind, müssen sie abgerissen und neu gebaut werden. Das ist so ziemlich das Schlimmste, was man in ökologischer Hinsicht machen kann.

»Es gibt eine sehr feine Linie, die sinnvolle Schönheit und Protz voneinander trennt. Bei Hochhäusern gibt es keinen Grund, sie einen Kilometer hoch zu bauen. Das ist einfach Quatsch.«

Christoph Ingenhoven

Aber wenn wir über Schönheit und Funktion sprechen – sind Hochhäuser nicht hoch funktionell?
Die sind gar nicht so funktionell, wie man denkt. Das Bauen hoher Häuser ist eine Paradedisziplin, wenn man so will. Alles ist schwieriger, größer, herausfordernder. Da muss man sein Handwerk schon gut verstehen, um so etwas gut machen zu können. Trotzdem ist kaum eine Gebäudeform so anfällig dafür, missbraucht zu werden. Für Prestige, für Angeberei. Es gibt eine sehr feine Linie, die sinnvolle Schönheit und Protz voneinander trennt. Bei Hochhäusern gibt es keinen Grund, sie einen Kilometer hoch zu bauen. Das ist einfach Quatsch.

Und was ist mit dem Bevölkerungswachstum und der Zuwanderung in den Städten?
Das größte Wachstum haben wir in Lateinamerika und Asien in Städten, die oft an Flussdeltas oder am Meeresufer liegen und von Überschwemmungen oder dem steigenden Meeresspiegel bedroht sind. Das heißt, wir haben eine begrenzte Fläche, die man bebauen kann. Natürlich kann man anfangen, wie in Tokio Pläne zu schmieden, die Bay zu überbauen. Die Zukunft liegt meiner Ansicht nach aber darin, hochverdichtete Städte zu bauen, mit begrenzt hohen Hochhäusern, die es dem Menschen noch erlauben, menschenwürdig zu leben. Eine dichte Stadt ist energetisch viel besser als eine flache. Das kann man sehen, wenn man mal Vergleiche zwischen Los Angeles und Städten wie Kopenhagen anstellt. Kopenhagen würden wir nicht als eng ansehen, es ist aber eine relativ dichte Stadt. Was wir außerdem brauchen – und da können Hochhäuser einen Beitrag leisten –, sind gemischte Städte, in denen Wohnen, Arbeiten, Freizeit und Ausbildung miteinander verwoben und vernetzt sind. Wenn wir allerdings anschauen, welche Hochhäuser gebaut oder für Preise eingereicht werden, gibt es sehr viele, bei denen es letzten Endes nur darum geht, irgendwie »Signature« zu sein. Nach dem Motto: Hauptsache, es kracht. Auf den Automobilbereich übertragen wäre es so etwas wie »Need for Speed« (lacht).

Gutes Stichwort. Was wird aus dem Auto, was meinen Sie?
Da bin nicht der große Experte. Ich bin aber Fan, weil das Auto für mich noch immer ein echtes Freiheitsmobil ist. Es ermöglicht mir, überall einen privaten Raum zu haben, in dem ich mich bewegen kann. Ich weiß, dass das nicht mehr ganz en vogue ist. Aber ich hoffe darauf, dass es der Menschheit gelingen wird – und da macht mich die Pandemie eher optimistisch –, eine Möglichkeit zu finden, um unbegrenzt über Energie zu verfügen. Das mag nicht Öl sein, aber vielleicht Wasserstoff oder Sonnenenergie oder etwas anderes.

Und wie stehen Sie zu Elektromobilität?
Da bin ich ein wenig skeptisch. Wir brauchen sie natürlich, sollten aber mehrere Möglichkeiten gegeneinander laufen lassen und durch den Wettbewerb herausfinden, was das Richtige ist. All unsere Innovationskraft müssen wir für die Rettung unseres Planeten nutzen. Da wird uns Ängstlichkeit nicht retten.

Letzte Frage: Sind Sie Höhlen- oder Nestbewohner?
Ich neige zum Nest. Ich schlafe ohne Vorhänge hinter großen Glasscheiben und stehe auf, wenn es hell wird. In einer Höhle wüsste ich gar nicht, wie draußen das Wetter ist. Das würde mich stören. Ich finde es immer faszinierend, dass Menschen, wenn sie in ein Hotelzimmer gehen, straight zum Fenster gehen, es öffnen und herausschauen. Und bei einer Wohnungsbesichtigung gehen Menschen oft direkt auf den Balkon. Natürlich brauchen sie eine Wohnung, klar. Aber sie wollen vor allen Dingen auch draußen sein. Weil Licht und Wetter so wichtig sind. Das kann ich gut verstehen.


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