Earth Day: Schön ist es auf der Welt zu sein!

Nachhaltigkeit als Selbstzweck und moralisierende Konformität? Bitte nicht. Dann doch lieber als logische Konsequenz aus der Freude am Leben. Wenn man schon für etwas kämpft, dann bitte aus Überzeugung und Liebe zur Angelegenheit, nicht etwa aus Gruppenzwang oder mit einer selbstgefälligen Agenda. Elf Gründe, warum wir die Welt retten sollten.
Text Tom M. Muir
Bild NASA

Veränderungen fangen im Kopf an, ruft uns der »Earth Day« wieder einmal ins Gedächtnis. Er regt nachhaltig dazu an, darüber nachzudenken, warum wir diese Welt retten sollten. Ohne Ziel und guten Grund? Geht hier gar nichts. Zwar ist die Antwort ist hier für jeden Menschen eine andere, aber ein paar gemeinsame Nenner gibt es. Und die haben wir mal gesucht. Elf Gründe, warum das Leben hier besonders lebenswert ist. Und auch, warum man freudig behutsam mit der Welt umgehen sollte – schließlich ist sie unsere einzige.

1) Der Wind in den Haaren

Wie er entsteht und wo er dann wirkt, ist eigentlich egal – Hauptsache man spürt ihn in den Haaren. Die Rede ist natürlich vom Wind: Egal ob an der Küste, auf der Wiese im Spätsommer oder im Cabrio – überall fühlt er sich gleich gut und frisch an. Zumindest auf der Erde, dank der glücklicherweise lebensfreundlichen Atmosphäre. Obendrein erinnert uns die in Bewegung befindliche Luft dann auch daran, die Dinge anders zu machen und zu verändern. Die Redewendung vom »frischen Wind«? Gibt es nicht ohne Grund.

2) Autos

Ein Auto in dieser Liste? Und dann auch noch als Zweites? Ganz richtig. Denn es zu fahren macht nicht nur Spaß, sondern kann auch nachhaltig sein. Zum Beispiel, wenn man ein kleines und leichtes bewegt und deshalb weniger Benzin verbraucht. Und wer sein Auto über längere Zeit fährt, schont auch die Ressourcen, weil er kein neues kauft.

3) Der Tag am Strand

Meeresrauschen und andere Naturklänge haben eine beruhigende Wirkung, das ist wissenschaftlich erwiesen. Und Sand zwischen den Zehen? Wirkt zwar nicht so konkret wie die Brandung, fühlt sich aber einfach nach Sommer und Sonne an. Und noch etwas: Wo Sand und Meeresrauschen zu finden sind, ist eine Strandbar oft auch nicht weit. Nur mal so ganz am Rande erwähnt.

4) Wandern in der Natur

Was haben die Weltrettung und eine Wanderung in der Natur gemeinsam? Beides beginnt mit dem ersten Schritt. Und der ist ja bekanntlich der wichtigste. Um die Welt konkret zu retten könnte man deshalb auch einfach eine Wanderung durch die Natur machen, denn die Bewegung in der Natur regt zu neuen Ideen an. Sommerlicher Geschmack in der Luft, die Geräusche im Wald und beeindruckende Stimmungen inklusive. Weiß man nicht um was es geht, kann man auch nicht darum kämpfen. Ganz einfach.

5) Schokolade

Eine Alltags-Weisheit sagt schon lange: Rettet die Erde – sie ist der einzige Planet mit Schokolade! Sehr viel haben wir da nicht hinzuzufügen. Nur das: Man denke bitte nur an Vollmilch-, Zartbitter- oder Nussschokolade. Oder an feinste Stücke mit Marzipanfüllung. Aber auch die von Natur aus rosa gefärbte und ausgesprochen leckere Ruby-Schokolade ist es Wert, gerettet zu werden.

6) Tauchen

Schwerelosigkeit gibt es so nur im Weltraum. Auf der Erde hat man dafür das Tauchen – und das ist ja fast dasselbe. Tatsächlich ist es sogar noch besser als ein Flug ins All: unter Wasser sind nämlich die Distanzen nicht so astronomisch groß und man kann es sich besser leisten. Ein weiterer Vorteil: hier wissen wir sicher, dass es intelligente Lebensformen gibt. Delfine zum Beispiel. Damit die nicht eines Tages verschwinden und sich dabei singend für den Fisch bedanken, sollten wir uns dann auch mal Mühe geben.

7) Cannabis

Manche haben es sich vielleicht beim Auto in der Liste gedacht: Die sind von vorgestern. Macht aber nichts, denn wir bleiben easy. Apropos easy und vorgestern: am 20.4 (4/20 in amerikanischer Schreibweise) war der inoffizielle Welttag des Cannabis. Für manche macht es die Welt erst lebenswert, andere können gut darauf verzichten. Nein, wir rufen nicht zum Drogenkonsum auf – aber sagen wir es mal so: Ohne Erde keine Hanfpflanzen …

8) In einen Apfel beißen

Dieses Knacken, diese süße und manchmal leicht saure Note – nichts schlägt den Biss in einen frischen Apfel. Und wenn man ganz kurz in der Geschichte zurückblickt, wird schnell klar: mit dieser Meinung sind wir definitiv nicht allein. Ebenfalls ganz offensichtlich: eine weitere Sünde wäre es, sich nicht um die Welt, die Bienen und damit auch die Äpfel zu kümmern.

Credit: Tim Adler

9) Fahrrad fahren

Zwei Räder für eine Welt: einmal ist das Fahrradfahren natürlich ziemlich nachhaltig, vor allem macht es aber auch Spaß. Bewegung, frische Luft und dieses richtig gute Gefühl, wenn man die Tour geschafft hat. Und mit den hochmodernen Pedelecs und E-Bikes gibt es dann auch fast keine Ausrede mehr, nicht Fahrrad zu fahren. Alles in allem: einfach eine runde Sache, die Sache mit dem Rad und der Natur.

10) Diese Anderen

Menschen können kompliziert, widersprüchlich und manchmal auch ziemlich anstrengend sein. Wir kennen trotzdem ein paar Liebenswerte, die diese Welt erst zu dem machen, was sie ist. Ganz treffend fasste es einst der große Denker Wilhelm von Humboldt zusammen: »Im Grunde sind es immer die Verbindungen mit Menschen, die dem Leben seinen Wert geben.« Wenn das nicht ein weiterer Grund ist.

11) Ein Sonnenuntergang

Wer bleibt abends nicht stehen, um sich an einem beeindruckenden Sonnenuntergang zu erfreuen? Richtig, niemand! Und das Beste am farbintensiven Naturschauspiel: Am Morgen danach gibt es (zumindest bei gutem Wetter) noch das passende Gegenstück, den Sonnenaufgang, dazu. Doppelt wichtig also, die ganze Sache ernst zu nehmen.

Credit: Matthias Mederer · ramp.pictures

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