Echt anders: CUPRA und Daniel Abt

Zwanzig Jahre war Daniel Abt im Motorsport, ging an Grenzen, nutzte Social Media schneller als alle anderen. Heute beweist er mit CUPRA, wie gut Mensch und Marke zusammenpassen können.
Text Wiebke Brauer
Bild CUPRA

Herr Abt, Sie teilen mit CUPRA die Performance-Wurzeln. Wie prägend ist diese Rennsport-Erfahrung Ihrer Meinung nach für Sie und für die Marke?
Der Motorsport war immer schon ein Teil meines Lebens, und er hat mich früh gelehrt, was es bedeutet, an seine Grenzen zu gehen. Nur wer sich am Limit bewegt, kann auch darüber hinauswachsen. Das gilt sowohl für mich als Person, wie natürlich auch für CUPRA als Marke. Auch bei CUPRA bewegt man sich nie in der Komfortzone, es gilt immer das Streben nach maximaler Performance und neuen Wegen.

Ist Performance eine Haltung? Und wo erkennen Sie Gemeinsamkeiten zwischen sich und der Marke CUPRA?
Ja, Performance ist absolut eine Haltung. Was ich an CUPRA schätze, ist das ständige Out-of-the-box-Denken. Mit diesem Ansatz kann ich mich gut identifizieren, deswegen harmonieren wir auch so gut.

Wie definieren Sie persönlich das Lebensgefühl von CUPRA?
Meine erste Begegnung mit CUPRA war auf der IAA in Frankfurt. Während bei allen anderen Marken steife Vorträge im Anzug gehalten wurden, feierte CUPRA mit einem internationalen Star-DJ eine Party, auf der man sich nebenbei tätowieren lassen konnte. CUPRA passt in keine Norm, sondern geht eigene Wege, und dieser Spirit überträgt sich auf die Mitarbeiter und das Lebensgefühl.

»Nur wer sich am Limit bewegt, kann auch darüber hinauswachsen.«

Daniel Abt

»Dein bester Gegner. Bist du selbst.«, diesen Slogan formulierte CUPRA für den Einsatz in der DTM. Können Sie das für sich unterschreiben?
Ja. Schon im Motorsport lernte ich, dass man nur Energie und Zeit verschwendet, wenn man sich auf andere konzentriert. Man kann nur an sich selbst arbeiten, sich selbst hinterfragen und dabei versuchen, besser zu werden. Somit kämpft man schon morgen gegen sein Ich von gestern.

Das klingt so, als würden Sie das Gefühl aus Ihrem eigenen Leben gut kennen.
Bei mir war es ja so, dass nach einigen erfolgreichen Jahren im Motorsport zwei katastrophal schlechte Jahre folgten. Ich zweifelte alles an und hatte stark mit mir zu kämpfen. Am Ende verstand ich jedoch, dass nur ich selbst mich aus dieser Situation befreien kann und an mir arbeiten muss. So schaffte ich es, mich aus diesem Tief hochzukämpfen. Ich habe viel über mich gelernt und war danach stärker als zuvor.

Welche Bedeutung hat für Sie der Begriff Authentizität?
Als ich noch aktiv Rennen fuhr, erkannte ich 2015 die Power von Social Media. Ich fing an, mich am Rennplatz selbst zu filmen und YouTube-­Videos für die Fans zu machen. Mir war wichtig, eine authentische Seite des Sports zu zeigen. Die meisten meiner Mitstreiter lachten darüber und nahmen mich nicht für voll. Ich glaubte aber daran, zog das weiter durch – und heute sehe ich so ziemlich jeden Rennfahrer das Gleiche versuchen.

Machen Sie Dinge grundsätzlich anders als andere?
Sagen wir, viele. Ich denke aber, dass jeder Mensch sich auf seine Art und Weise von anderen unterscheidet. Und das ist auch gut so.

Daniel Abt wurde am 3. Dezember 1992 in Kempten, Allgäu, geboren, sein Vater Hans-Jürgen Abt ist der Besitzer des Rennstalls Abt Sportsline. Daniel Abts Karriere begann 2001 im Kartsport, 2014 trat er in der GP2-Serie an, von 2014 bis 2020 in der FIA-Formel-E-Meisterschaft. Mit dem Ablauf der Rennsaison 2020 gab er seinen Rücktritt als Fahrer bekannt. In diesem Jahr begleitet Daniel Abt die DTM als CUPRA Markenbotschafter und liefert unter anderem Hintergrundinfos zu allen Rennen.

Wie wichtig ist Ihnen Mut? Im Leben wie auf der Rennstrecke?
Ziele treiben einen an. Mut bringt einen dazu, sie zu verwirklichen. Daher gehört Mut für mich zum Leben dazu, wenn man etwas erreichen will.

Was war die letzte große Herausforderung, der Sie sich stellen mussten?
Meine letzte große Aufgabe war es, nach dem Beenden meiner aktiven Rennfahrerkarriere mein Leben neu auszurichten. Wenn man zwanzig Jahre Motorsport betrieben hat, ist das eine enorme Herausforderung.

Sie begleiten die DTM als Markenbotschafter für CUPRA. Was können Sie uns über den Formentor VZ5 mit dem Upgrade der ABT Sportsline GmbH erzählen?
Der Formentor ist eine Erfolgsgeschichte und hat im VZ5 auch noch einen meiner Lieblingsmotoren bekommen. Für die DTM mussten wir das Auto natürlich noch etwas modifizieren, um auch der Aufgabe als Safety Car gerecht zu werden. Darum wurden ein Funksystem, Lichter, ein Power-Upgrade und ein steiferes Fahrwerk installiert.

Sie selbst sind das Auto ja auch schon gefahren, wie war Ihr Eindruck?
Ich fuhr das Auto schon mehrfach auf der Rennstrecke und war jedes Mal wieder erstaunt, wie ein Auto dieser Klasse und mit einem solch großen Alltagsnutzen trotzdem eine derartige Performance abliefern kann.

»Menschen suchen immer nach einem Adrenalinkick, und der wird durch Beschleunigung ausgelöst, mehr noch als durch pure Geschwindigkeit. Und dieser Kick löst in den meisten Glücksgefühle aus.«

Daniel Abt

Was ist für Sie eine zeitgemäße Definition von Fahrspaß und Performance?
Die Automobilbranche befindet sich in einem großen Wandel, auch wegen der Aufgaben unserer heutigen Zeit. Darum verändern sich gerade Antriebsformen und das Auto an sich. Meine Definition ändert sich dadurch aber nicht. Für mich definieren sich Fahrspaß und Performance über Beschleunigung, Kurvengeschwindigkeit und Bremsvermögen. Die Antriebsart spielt da eine zweitrangige Rolle, und ich finde es sehr spannend, neue Möglichkeiten in der Technologie zu entdecken.

Können Sie sich an den ersten Moment in Ihrem Leben erinnern, der etwas mit Autorennen zu tun hatte? Wann war Ihnen klar: Das ist es?
Der erste Moment war wahrscheinlich mit drei Jahren, als ich das erste Mal mit auf dem Rennplatz war. Die Bedeutung für mich habe ich aber erst deutlich später erkannt. Als ich mit 15 ein Formel 4-Fahrzeug auf dem Lausitzring bewegen durfte, war ich so geflasht, dass ich damit unbedingt Karriere machen wollte.

Warum ist der Mensch fasziniert von Geschwindigkeit und Beschleunigung, was meinen Sie?
Menschen suchen immer nach einem Adrenalinkick, und der wird durch Beschleunigung ausgelöst, mehr noch als durch pure Geschwindigkeit. Und dieser Kick löst in den meisten Glücksgefühle aus.

Wird das so bleiben?
Ja. Wer sagt denn Nein zu Glücksgefühlen? (lacht)

Der Formentor VZ5 ist die rennsportlich inspirierte Synthese aus SUV und Sportcoupé, gebaut für die schönste aller Leidenschaften. Angetrieben wird das Topmodell von einem sportlichen Reihenfünfzylinder. Das Design überzeugt durch funktionale Ästhetik, zum Beispiel mit vergrößertem Frontsplitter, der bei sportlicher Fahrweise mehr Kühlung erlaubt. CUPRA Formentor VZ5 2.5 TSI 287 kW (390 PS) DSG (Kraftstoffverbrauch Benzin, innerorts 12,3 l/100 km; außerorts 7,5 l/100 km; kombiniert: 9,3 l/100 km; CO₂-Emissionen, kombiniert: 212 g/km; CO₂-Effizienzklasse: F) Das auf den Bildern gezeigte DTM Safety Car mit Upgrade der ABT Sportsline GmbH verfügt über 450 PS (331 kW) und fährt 270 km/h Topspeed. Das maximale Drehmoment stieg um 50 auf 530 Nm. Für den Sprint auf 100 km/h braucht das Fahrzeug 3,9 Sekunden.

Welche Chancen und Risiken bringt der aktuelle Wandel der Mobilität Ihrer Meinung nach mit sich?
Die große Chance ist, das Thema Mobilität in die Zukunft zu führen und Antriebe und Mobilitätsformen zu entwickeln, die der nächsten Generation ein besseres Leben ermöglichen. Das geschieht ja bereits, aber es gibt noch viele Herausforderungen, um einen wirklichen Wandel zu vollziehen. Das Risiko besteht darin, dass das Auto den Glanz und die Faszination verliert und wir in Zukunft nicht mehr über Fahrverhalten, sondern nur noch über Software sprechen.

Und wo sehen Sie die Zukunft des Rennsports?
Der Motorsport ist wie die Automobilbranche. Nur wer bereit ist, sich auf wandelnde Gegebenheiten einzustellen, kann bestehen. Es gibt viele Rennserien, die das verschlafen haben und die verschwinden werden. Aber genauso werden neue Formen des Sports entstehen. Die wichtigste Aufgabe aber ist, die junge Generation davon zu überzeugen, dass es spannender ist, ein Rennen zu sehen als sich das nächste TikTok-Video anzuschauen.

Letzte Frage: Was lernen Sie zurzeit, was Sie vorher noch nicht konnten?
Ich mache gerade einen Flugschein. Das erweitert im wahrsten Sinne des Wortes meinen Horizont.






CUPRA Formentor VZ5
Motor: Reihenfünfzylinder-Turbomotor
Hubraum: 2.480 ccm
Leistung: 390 PS (287 kW) bei 5.700–7.000  U/min
Drehmoment: 480 Nm bei 2.250–5.700 U/min
0–100 km/h: ca. 4,2 s
Vmax: 250 km/h


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