Gunter Sachs: Leben als Kunst

Heute wäre Gunter Sachs 90 Jahre alt geworden. Wir blicken zurück auf das Leben des Playboys – denn das war alles andere als gewöhnlich. Auch nach High-Society-Maßstäben, denn selten sah man so einen Lebemann, der gleichzeitig so gelehrt war. Vier Fakten und Anekdoten rund um den Mitbegründer des Saint-Tropez-Hypes.
Text Alfred Rzyski
Bild Getty Images

Der Opel-Urenkel:

Ob Gunter Sachs selbst je einen Opel besaß? Wir wissen es nicht und zweifeln hier mal gepflegt daran. In den 1960er-Jahren des Wirtschaftswunders war sich Sachs nämlich sicher: der Hubschrauber ist das Accessoire für Frau und Mann von Welt an der Cote d‘Azur. Das Denken in großen Maßstäben lag dabei aber offensichtlich in der Familie: sein Urgroßvater Adam Opel beschleunigte Fahrzeuge ja auch schon mit Raketen.

Der Mathematiker & Sportler:

Einen Millionenerbe, der Saint-Tropez liebt und sein Leben in vollsten Zügen (aus-)lebt? Schnell könnte man Sachs verurteilen – aber man täte ihm Unrecht damit. Schließlich studierte er Mathematik und Wirtschaft – und beendete die Studien. In Stuttgart wiederum lernte er bei der Firma Bosch Feinmechaniker. Ach ja – Bobpilot war er in seiner Jugend auch. Und dann waren da ja auch noch die Kunst, die Fotografie und das Filmen.

Der Kunstsammler und Fotograf:

Vielseitig, vielseitiger, Gunter Sachs: So könnte man das Leben des Wahlschweizers in drei Worten Zusammenfassen. Denn neben seiner akademischen Karriere und dem weltmännischen Playboy-Leben bestach er auch mit Kunstverständnis und Kreativität: Freundschaften mit Andy Warhol, Roy Lichtenstein oder Jean Fautrier zeugen davon. Dass Warhol und Lichtenstein auch sein Appartement in St.Moritz dekorierten? Selbstredend. Aber auch Sachs höchstpersönlich sprühte vor Kreativität und galt als renommierter Fotograf und Filmemacher. Für seinen Wintersport-Film »Happening in White« aus dem Jahr 1970 wurde er mit Lob und Preisen überhäuft.

Der Playboy:

Was gibt es in Sachen »Playboy« noch über jemanden zu sagen, der seinerzeit drei Jahre mit Brigitte Bardot verheiratet war? Wenig. Wir versuchen es dennoch: Auf Augenhöhe und mit Niveau begegnete er den Menschen und vor allem Frauen, feierte zu seinen besten Zeiten Partys, die 72 Stunden dauerten, und erhob nebenbei noch St. Tropez zum Mekka für die Beletage. Lässig, aber elegant. Sein Stil dabei? Unverkennbar, wie er selbst: Oft war er mit offenem, blauem Hemd zu sehen, kombiniert mit weißer Hose – und selbstverständlich barfuß.


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