Lamborghini Huracán Sterrato: der Rock-Star auf der Art Basel Miami

Im Rahmen der renommierten Kunst- & Designmesse »Art Basel« in Miami hat Lamborghini den Offroad-Supersportler »Huracán Sterrato« vorgestellt. Mit bewährtem V10-Motor und bekanntem Allradantrieb, aber vor allem mehr Bodenfreiheit – und ja, auch einer Dachreling. Wir schauen uns die wichtigsten Features an.
Text Alfred Rzyski
Bild Lamborghini

Der Antrieb

Vorgestellt wurde der »Sterrato« auf der »Art Basel« in Miami – und sein Antrieb ist nach wie vor echte Performance-Kunst. Die Ingenieure aus Sant’Agata Bolognese setzten für den Offroad-Huracán nämlich wie gehabt auf den V10-Sauger, der alle vier Räder antreibt. Gegenüber seinen Asphalt-Brüdern »Evo«, »Tecnica« und »STO« büßt der »Sterrato« dabei aber 30 PS ein und kommt auf »nur« 610 PS und 560 Nm Drehmoment. Was aber immer noch mehr als genug ist – und vor allem an den Staub- & Sandfiltern liegen dürfte, die den Motor schützen.

Die Offroad-Fähigkeiten

Für sein erstes Offroad-Supersport-Coupé hat sich Lamborghini hohe Ziele gesetzt – und den »Huracán Sterrato« auch entsprechend in der Bodenfreiheit angehoben. Auf die gewohnten 132 Millimeter des Evo addierten sie weitere 44 Millimeter, was am Ende dann fast 18 Zentimeter Bodenfreiheit macht. Auf den 19-Zoll-Felgen sind dabei die eigens entwickelten Bridgestone-Dueler-Reifen montiert, sie verfügen nicht nur über ein spezielles Hybrid-Profil für den kombinierten Straßen- & Offroad-Einsatz, sondern für den Fall der Fälle auch über Run-Flat-Technologie. Bei den Fahrmodi kann erstmals auf »RALLY« geschaltet werden, ein Unterbodenschutz ergänzt die verstärkten Schweller und Radhäuser. Und der klassische Lufteinlass auf der hinteren Haube? Dient natürlich der Versorgung mit sauberer Luft auf staubigen Pisten. Die können dafür dann aber auch mit bis zu 260 Kilometer pro Stunde befahren werden.

Das Design

»Der Sterrato ist der Beweis dafür, dass die Design-DNA von Lamborghini auch mit unerwarteten Proportionen perfekt funktioniert«, sagt Mitja Borkert, Head of Design von Lamborghini. »Das Design übersetzt die Supersportwagen-Gene des ›Sterrato‹ in eine neue Daseinsform und unterstreicht seine Absicht, ein wahrhaft einzigartiges und unterhaltsames Fahrerlebnis zu bieten.« Haben wir da noch was hinzuzufügen? Vielleicht nur so viel: Auf eine Dachreling an einem Huracán wären wir nie gekommen. Und dass sie dann auch noch so gut aussehen könnte? Hätten wir niemals gedacht.

Die Individualisierung

Lamborghini-Fahrerinnen und Fahrer sind Individualisten – klar. Wenig verwunderlich also, dass beim »Huracán Sterrato« gut 350 Außenfarben und mehr als 60 Farbtönen für das Leder und Alcantara im Innenraum zur Verfügung stehen. Wir finden ja, Lackoptionen hin oder her: am besten sieht er verstaubt und in einer immer vollkommen einzigartigen Schlammlackierung aus.

Die Sache mit dem Heritage

Ein Lamborghini gehört nur auf den Asphalt? Von wegen: Mit dem LM002 wagte sich die Marke schon Mitte der 1980er-Jahre auf unbefestigte Straßen. Auch damals dachten die Ingenieure schon groß: Im Hummer-Konkurrenten wütete das V12-Herz des Countach und sorgte für bis zu 455 PS Leistung. Sicher, aus heutiger Sicht würde man da eher an den SUV Urus als Nachfolger denken – aber dass ein Stier sich auch im Gelände wohlfühlt? Nur selbstverständlich – und seit heute noch aufregender als je zuvor.

Lamborghini Huracán Sterrato
Motor: V10-Sauger mit 90 Grad Bankwinkel
Max. Leistung: 610 PS (449 kW) bei 8.000 U/min
Max. Drehmoment: 565 Nm bei 6.500 U/min
Vmax: 260 km/h
0-100 km/h: 3,4 Sekunden


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