Head of Polestar Design: Maximilian Missoni über den Polestar O₂

Wohin geht die Reise für die Idee Sportwagen? Mit dem E-Antrieb direkt in Richtung Renaissance, sagt Maximilian Missoni, Designchef bei Polestar. Uns verrät er dann auch gleich die entsprechende Zukunftsvision der Marke: das Konzept Polestar O₂. Ein Gespräch über Form, Farbe und Nachhaltigkeit.
Text Michael Köckritz
Bild Polestar

Warum sollte man die Idee des Sportwagens neu erfinden – und warum jetzt?
Weil das elektrische Zeitalter völlig neue Möglichkeiten bietet. In den letzten Jahren ist das Roadster-Segment etwas in Vergessenheit geraten, was sicherlich auch mit den SUVs zusammenhängt. Aber ein offenes Auto in Kombination mit der absoluten Stille und Kraft eines elektrischen Fahrzeugs hat seine eigene Faszination. Ich glaube, dass der elektrische Antrieb eine Renaissance des Sportwagens bringen könnte.

Welche Rolle spielt das Design, woran erkennen wir hier einen Sportwagen?
Der Polestar O₂ ist unsere Vision einer neuen Ära für Sportwagen. Ausdruck dafür ist zum einen die flexible, maßgeschneiderte Aluminiumplattform, die wir als Unternehmen entwickelt haben. Sie eignet sich besonders für Sportwagen, da sie sehr leicht und sehr steif ist. Dazu kommt die Unabhängigkeit unseres Designs. Mit unseren Konzeptfahrzeugen Polestar Precept und Polestar O₂ zeigen wir zum Beispiel bei den Leuchten, dass wir eine eigenständige Marke sind, die eine eigene Signatur und Formensprache besitzt, die komplett von Volvo abgekoppelt ist. Wir haben die Fähigkeit, als Team sehr klassische Automobile abzubilden. Der Polestar O₂ besitzt die Proportionen eines klassischen Sportwagens und ist in seiner Formensprache dennoch sehr Avantgarde. Diese Kombination lässt die Herzen derer, die das Auto sehen, höherschlagen: Es kreiert neuartige Emotionen. Es ist ein hochemotionales Produkt.

Was signalisiert uns die Launchfarbe?
Zu Beginn des Marken-Rollouts waren wir sehr restriktiv mit den Farben, weil wir ganz bewusst ein gesamtheitliches Designbild schaffen wollten. Alles war sehr kuratiert. Der Polestar O₂ ist jetzt das perfekte Produkt, um Farbe einzuführen. In Kalifornien, wo das Auto präsentiert wurde, hat sich die Außenlackierung perfekt in den Himmel eingefügt. Es war eine tolle Erfahrung.

Wie verbindet man Premium, Spaß und Nachhaltigkeit?
Indem man Elemente aus unseren Nachhaltigkeitsprojekten wie das Projekt Polestar 0 jetzt schon in Fahrzeugen und Konzepten wie dem Polestar O₂ anwendet und davon Designsprachen und Designideen ableitet. Das ist auch das Feedback, das wir als Marke bekommen, dass wir den Spagat zwischen Fahrspaß und Nachhaltigkeit und hochwertigen Materialien schaffen. Der Polestar 2 ist ein extrem dynamisches Auto, das trotzdem den Schritt geht, Mobilität nachhaltiger zu gestalten.

»Der Polestar O₂ besitzt die Proportionen eines klassischen Sportwagens und ist in seiner Formensprache dennoch sehr Avantgarde. Diese Kombination lässt die Herzen derer, die das Auto sehen, höherschlagen: Es kreiert neuartige Emotionen.«

Maximilian Missoni

Die wichtigste Frage: Kommt das Auto – und wann kann man es bestellen?
Wir entwickeln unsere Concept Cars immer, um herauszufinden, welches Feedback wir erhalten. Anhand dessen werden wir entscheiden, wie es weitergeht. Beim Polestar Precept war es ähnlich, hier war die Resonanz extrem positiv, weshalb er als Polestar 5 in Serie gehen wird.

→ Das komplette Interview von Michael Köckritz mit Maximilian Missoni lesen Sie in der ramp #57 »Geht’s noch?«.


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