ramp #55 - Watt? Nun.

Moin! Wir haben Freude. An den Norddeutschen. Die gelten gemeinhin als kühl und unnahbar. Überschwang ein Fremdwort. Zur Verfestigung des ersten Eindrucks trägt das Grußverhalten bei, den Norddeutschen genügt ein angedeutetes Nicken. Besonders gut gelaunte Exemplare lassen sich zu einem »Moin« hinreißen.
Text Michael Köckritz
Bild ramp

»Moin« bedeutet: Guten Morgen. Guten Tag. Wie geht’s? »Moin« passt immer. Und die einzig korrekte Antwort auf »Moin« lautet »Moin«. Munter differenziert wird hingegen zwischen Schlickwatt, Sandwatt und Bringt … dat … Watt. Womit wir bei dieser Ausgabe wären – und bei der Erklärung für diesen Einstieg. Einmal finden wir es für sich herrlich – und dann passt es auch wunderbar in unsere Zeit. Als Gegenentwurf. So schont man seine Energie und Ressourcen. Wir sind, wie die Band Element of Crime singt, zumindest gefühlt immer unter Strom, immer unterwegs und überall zu spät.

So eine norddeutsche Mentalität lebt das Ideal der Gelassenheit. Das Nicht-Handeln, das Stillhalten, das Abwarten. In vielen Situationen die bessere Wahl. Einen trockenen Humor gibt es als Zugabe.
Man meint die Dinge zwar todernst, aber nicht ganz.



Wir radeln mit Thomas Ingenlath,

CEO von Polestar

Auf seinem morgendlichen Arbeitsweg von der Insel Hisingen nach Torslanda erzählt Thomas Ingenlath, warum die Schweden ein bisschen anders ticken und was Sport für ihn bedeutet. Natürlich geht es auch um Polestar, um Nachhaltigkeit – aber auch um seine Fahrradsammlung.


Wladimir Kaminer bleibt gelassen.

Im Bentley.

Bei diesem Supersupersupertest denkt unser Autor über die Angst nach und gondelt dabei mit einem Bentley Bentayga Hybrid und einem Bentley Continental GT V8 durch die Hauptstadt. Und am Ende? Bewahrt er die Ruhe.

Credit: Matthias Mederer · ramp.pictures




Herr Molzer muss Audi e-Tron fahren

In einer anderen Galaxie raste unser Autor in einem italienischen Sportwagen von München nach Hamburg in 3:34 Stunden. In diesem Universum bekam er für die gleiche Strecke einen Audi e-tron GT. Seitdem ist er nicht mehr so gut auf uns zu sprechen.


Zu Gast bei Jo Stenuit, Design Director Mazda Europe

Warum man sich die Frage, ob etwas gut ist, manchmal sparen kann? Darüber sprachen wir exklusiv mit Jo Stenuit, Design Director bei Mazda Europe. Das Interview fand bei ihm zu Hause statt – und es gab auch etwas zu essen.

Credit: Matthias Mederer · ramp.pictures




Im DeLorean in die Zukunft

Der Unternehmer Armin Pohl hatte einen guten Plan: Er verwandelte einen DeLorean in einen elektrischen e-Lorean und damit in einen digitalen Versuchsträger für eine Mobilität der Zukunft. Was ihm zwischendurch auffiel: Das Fahrzeug war ein Prototyp – wie passend!


Stephan Winkelmann stellt etwas klar

Eine Sache macht Stephan Winkelmann, Präsident von Bugatti und Automobili Lamborghini, im Gespräch sehr deutlich: Als rebellisch will er Lamborghini nicht bezeichnen. Klarheit ist die Devise. Gut, Performance spielt auch eine Rolle.

Credit: Lamborghini




Design-Chef Maximilian Missoni und der Polestar Precept

Wir befinden uns in einer Halle neben dem »Polestar Cube«, dem Hauptsitz der neuen Performance-Marke aus Schweden. Darin steht die Studie Precept. Und die wird erstmal gewaschen. Gesprochen wird dabei aber auch.

Stromaufwärts bei der Formel E

Ein Besuch beim Saisonfinale der Formel E in Berlin, der mit einer Runde auf der Rennstrecke im Taycan Turbo S startet, mit einigen Zweifeln einher geht, was das Ganze überhaupt soll und schließlich mit einer Erkenntnis endet. Die wird hier aber nicht verraten.

Credit: Kirill Kirsanov · ramp.pictures




Der Piëch GT meint es richtig ernst

2019 wurde die Sportwagenstudie Piëch Mark Zero auf dem Genfer Autosalon gezeigt – und im Oktober 2021 folgte die Überraschung: In Memmingen wird der Piëch GT präsentiert. Und fährt. Eine gute Gelegenheit, einmal mit Toni Piëch zu sprechen.

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