Semplicemente buono: Die »Bellini« Ristobar

Seien wir mal ehrlich: Es gibt keine aufrichtigere Liebe als die zum Essen. Und das gilt insbesondere für die italienische Küche. Hat man auch noch das richtige Lokal gefunden, ist das einfach schieres Glück.
Text Wiebke Brauer
Bild Steffen Jahn & Marko Knab • ramp.pictures

Das ist nicht einfach eine Nudel. Das ist auch nicht einfach eine Pasta alla Norma, die man da gerade bestellt hat. Obwohl die Anzahl der Zutaten, das muss man zugeben, recht übersichtlich ist: Spagetti, Auberginen, Tomaten und Käse, dazu ein paar Kräuter. Und doch ist die Pasta alla Norma viel mehr als nur die Summe der einzelnen Teile. Das Gericht steht stellvertretend für den gesamten Wissensschatz der sizilianischen Küche, die für ihre kulinarischen Genüsse berühmt ist.

Grund für ihren Ruhm sind unter anderem die Einflüsse der verschiedenen Kulturen, die über die Jahrhunderte einflossen. So waren es die Griechen, die den Wein, die Oliven und den Ricotta mit auf die Insel im Mittelmeer brachten. Den Arabern wiederum sind die Zitrusfrüchte zu verdanken, der Zucker und die Mandeln. Die Sizilianer verwandelten diese Zutaten in köstliche Süßspeisen wie die Cannoli Siciliani mit cremiger Ricotta-Füllung oder die legendären Granita al limone und Granita alla mandorla. Dabei handelt es sich um eine Art Sorbet, das morgens mit einer Brioche gegessen wird.

1/4Sema und Tony Zappalà führen die Ristobar Bellini seit 2016. Der Name ist der Adresse Via Bellini 31 zu verdanken, dort wohnte die Familie Zappalà in dem kleinen Ort Nicolosi. Der Straßenname wiederum geht auf den in Catania geborenen Komponisten Vincenzo Bellini zurück. Unklar ist, ob ein sizilianischer Koch von dessen Oper »Norma« so begeistert war, dass er die Pasta alla Norma nach ihr benannte oder ob die Sizilianer die Oper so schätzten, dass »una vera Norma« als Superlativ verwendet wurde. Wir tendieren zu Letzterem.
2/4Sema und Tony Zappalà führen die Ristobar Bellini seit 2016. Der Name ist der Adresse Via Bellini 31 zu verdanken, dort wohnte die Familie Zappalà in dem kleinen Ort Nicolosi. Der Straßenname wiederum geht auf den in Catania geborenen Komponisten Vincenzo Bellini zurück. Unklar ist, ob ein sizilianischer Koch von dessen Oper »Norma« so begeistert war, dass er die Pasta alla Norma nach ihr benannte oder ob die Sizilianer die Oper so schätzten, dass »una vera Norma« als Superlativ verwendet wurde. Wir tendieren zu Letzterem.
3/4Sema und Tony Zappalà führen die Ristobar Bellini seit 2016. Der Name ist der Adresse Via Bellini 31 zu verdanken, dort wohnte die Familie Zappalà in dem kleinen Ort Nicolosi. Der Straßenname wiederum geht auf den in Catania geborenen Komponisten Vincenzo Bellini zurück. Unklar ist, ob ein sizilianischer Koch von dessen Oper »Norma« so begeistert war, dass er die Pasta alla Norma nach ihr benannte oder ob die Sizilianer die Oper so schätzten, dass »una vera Norma« als Superlativ verwendet wurde. Wir tendieren zu Letzterem.
4/4Sema und Tony Zappalà führen die Ristobar Bellini seit 2016. Der Name ist der Adresse Via Bellini 31 zu verdanken, dort wohnte die Familie Zappalà in dem kleinen Ort Nicolosi. Der Straßenname wiederum geht auf den in Catania geborenen Komponisten Vincenzo Bellini zurück. Unklar ist, ob ein sizilianischer Koch von dessen Oper »Norma« so begeistert war, dass er die Pasta alla Norma nach ihr benannte oder ob die Sizilianer die Oper so schätzten, dass »una vera Norma« als Superlativ verwendet wurde. Wir tendieren zu Letzterem.

Um aber endlich zurück zur Pasta alla Norma zu kommen: Das ist der Hartweizengrieß der Glückseligkeit, das rauchige Aroma der Aubergine und des Ricotta salata, verbunden mit der Süße von Tomaten, die nach Spätsommertag schmecken. Dazu gesellen sich frischer Oregano in der Sauce und Basilikum, als herbe Note und grüner Tupfer zum Rot und Weiß. Das Auge isst schließlich mit. Und weil man sich niemals mit einer mittelmäßigen Pasta alla Norma zufriedengeben sollte, fehlt nur noch das richtige Lokal. Das wiederum wäre die Ristobar Bellini in Reutlingen.

»Die Oper ›Norma‹ gilt bis heute als Meisterwerk. Und die Pasta alla Norma ist auf der Speisekarte ein absolutes Muss.«

Tony Zappalà

Die wird von Sema und Antonino Zappalà geführt – wenn jemand die herzliche Gastfreundschaft erfunden hat, dann ja wohl die beiden. Nun wird die Norma serviert. Dampft und duftet. Selbstvergessen sitzt man da und gabelt die Spaghetti in sich hinein, könnte über Fellinis Satz »La vita è una combinazione di magia e pasta« nachdenken und über die Mengen von Serotonin, die das Hirn aufgrund der Kohlehydrate ausschüttet. Doch dann lässt man es bleiben, weil es halt doch nur eine Nudel ist. Zum Glück.


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